Kredite mit Staatlicher Haftungsübernahme wegen Corona

Das Krisenkabinett hat in Deutschland seit Wochen die Hände voller Arbeit. Geplant und zum Teil schon umgesetzt ist, dass der Staat künftig zu 100 Prozent für Kredite haftet. Selbstverständlich nur, wenn diese Kredite aufgrund der anhaltenden Corona-Krise aufgenommen wurden oder werden.

Diese Regelung betrifft kleine und mittlere Unternehmen. Diese Einigung traf das Krisenkabinett in Berlin vor wenigen Tagen. Somit hat der Staat die derzeitigen Sonderkonditionen der Förderbank KfW deutlich ausgeweitet. Der Bund soll und wird in Zukunft für Kredite von kleinen und mittleren Unternehmen die Haftung übernehmen. Olaf Scholz und Peter Altmaier teilten das in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit mit.

Ausfallgarantien bis zu 800.000 Euro

Es wird sich noch zeigen, ob diese Betriebe die vereinbarte Summe von bis zu 800.000 Euro tatsächlich so unbürokratisch erhalten wie angekündigt. Die Kredite sollen je nach Größe des Unternehmens und auch ohne jegliche Risikoprüfung ausbezahlt werden. Wenn die Wirtschaft wieder hochgefahren wird, möchte die Regierung mit dieser Regelung sicherstellen, dass alle Betriebe die es vor der Corona-Krise gegeben hat weiterhin ihre Dienstleistungen und Produkte anbieten können.

In der Praxis bedeutet dieser Beschluss, dass Betriebe und Unternehmen mit Mitarbeitern zwischen 11 und 50 Mitarbeitern eine Ausfallgarantie bis zu einer Höhe von 500.000 Euro zugesichert bekommen. Mittelgroße Betriebe, also über 50 Mitarbeiter, erhalten einen Rahmen bis zu 800.000 Euro vom Staat zugesichert. Die Laufzeiten können darüber hinaus um weitere zehn Jahre verlängert werden schreibt.

Hausbanken zeigen sich bei Ratenkrediten zögerlich

Die Kreditvergabe sollte laut Pressekonferenz des Finanzministers ohne viel Aufwand verbunden sein. Wie Umfragen bei Betroffenen zeigten, sind die Hausbanken bei der Kreditvergabe allerdings weiterhin noch sehr zögerlich. Wie man seine Chance auf einen Ratenkredit erhöhen kann, wird in diesem Ratenkredit Vergleich von den Zins Helden erklärt wird.

Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Gesetzesbeschlüsse ins Laufen kommen und den finanzschwachen Betrieben ohne viel bürokratischen Aufwand geholfen wird. Schwierigkeiten können bei diesem Hilfspaket gerade zu Beginn nicht gänzlich ausgeschlossen werden, betonte der Finanzminister Olaf Scholz. Diese Probleme und Verzögerungen werden allerdings bald der Vergangenheit angehören, versicherte Scholz weiter.

Sonderprogramm wurde gestartet

Wie zu Beginn bereits erwähnt, hat auch die KfW ein Hilfsprogramm gebastelt und zur Verfügung gestellt. Kreditanträge werden weiterhin über die Hausbank beantragt, jedoch garantiert die KfW verkürzte Bearbeitungszeiten. Firmen und Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie in der Bundesrepublik Deutschland Finanzierungsprobleme haben, können einen Kredit bekommen.

Es gibt selbstverständlich einige Kriterien die erfüllt werden müssen. Der wohl wichtigste Punkte für eine Finanzierungshilfe in Form von einem Kredit ist, dass der jeweilige Betrieb oder das Unternehmen bis zum 31. Dezember 2019 keine finanziellen Schwierigkeiten und Probleme gehabt haben müssen.

Druck auf die Bundesregierung ist gewachsen

Keine Frage, zu Beginn wurde verstärkt auf die Gesundheit der Bevölkerung geachtet. Vielen war allerdings nicht bewusst, welche wirtschaftliche Folgen die Corona-Pandemie in Deutschland auslösen würde. Für Finanzexperten kam der Druck auf die Bundesregierung nicht überraschend. Wenn Geschäfte, Betriebe und Unternehmen schließen müssen, bedeutet das natürlich immer finanzielle Einbußen.

Bei der Förderbank KfW sind in den vergangenen Tagen und Wochen Kreditanträge in einer Gesamthöhe von über 11 Milliarden Euro eingelangt. Viele Betriebe haben bereits darüber geklagt, dass die Abwicklung sehr kompliziert ist und es lange Wartezeiten gibt. Der Druck auf die Bundesregierung ist gewachsen.

Mit den neuen Regelungen hat der Staat nun sichergestellt, dass sich Kreditinstitute über mögliche Zahlungsausfälle in Zukunft keine Sorgen machen müssen. Der Staat übernimmt die Haftung und versucht somit, für etwas Ruhe bei den finanziell schwachen Unternehmen zu sorgen.

Freelancer kämpfen ebenfalls um ihr Überleben

Von der Wirtschafts- und Finanzkrise, die derzeit herrscht, sind auch viele Freelancer betroffen. Dieser Personengruppe wurde seitens der Bundesregierung ebenfalls ein Hilfspaket zugesichert, wie man hier nachlesen kann. Ob noch weitere Maßnahmen für den Erhalt der Unternehmen in Deutschland notwendig sein werden, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.

Eines steht allerdings bereits jetzt fest, die Bundesregierung hat rasch reagiert und versucht, mit den aktuellen Hilfspaketen alle Betriebe vor einem Aus zu retten. Verzögerungen bei der Antragstellung und den Auszahlungen der zugesicherten finanziellen Hilfestellung sollten schon bald vollständig behoben sein. Viele sagen bereits jetzt, dass die Hilfspakete vom Staat keinesfalls ausreichend sein werden.

Autor:

Marcel Hofmann aus Abtsteinach

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