Schutz vor Schimmel...
Richtig lüften im Winter: Warum ist dies wichtig und wie macht man es richtig?

In den kalten Wintermonaten mögen es die meisten Menschen kuschelig warm, bei geschlossenen Fenstern und aufgedrehter Heizung. Doch wer im Winter richtig lüftet, wird nicht nur mit frischer Luft versorgt, sondern beugt auch effektiv einem Schimmelbefall vor. Aber warum ist das richtige Lüften so wichtig und welche Räume spielen dabei eine besonders große Rolle? Gibt es Maßnahmen, die bereits beim Hausbau oder der Sanierung beachtet werden können, um in Zukunft von einer effektiven Belüftung zu profitieren?

Warum ist das richtige Lüften so wichtig und welche Auswirkungen hat eine falsche Belüftung?

In geschlossenen Räumen spielt die richtige Belüftung eine sehr wichtige Rolle für das Wohlbefinden der Bewohner. Ohne einen regelmäßigen Luftaustausch wird der Mensch schneller müde und fühlt sich allgemein unwohl. Der fehlende Sauerstoff und der hohe CO2-Anteil in der Luft sind dafür verantwortlich. Darüber hinaus befinden sich in der Raumluft unter anderem auch Schadstoffe von Bodenbelägen, Möbeln oder sonstigem, die nur durch eine regelmäßige Luftzirkulation aus den Räumlichkeiten verschwinden. Aber auch die Feuchtigkeit, die sich in der Raumluft ansammelt, muss unweigerlich dem Raum entweichen können, damit es nicht zu einer gefährlichen Schimmelbildung kommen kann. Nur durch das richtige, regelmäßige Lüften kann die Bausubstanz vor Schäden durch Feuchtigkeit und Schimmel geschützt werden.

Schimmelbildung in Wänden: Warum ist dies so gefährlich?

Für die Gesundheit der Menschen kann Schimmel durchaus gefährlich werden. Einige Schimmelpilze produzieren beispielsweise Schimmelpilzgifte, sogenannte Mykotoxine, die zu einer akuten Vergiftung führen können. In erster Linie verbreiten sich die Sporen des Schimmels über die Luft, wobei die einzelnen Bestandteile so klein sind, dass der Mensch sie mit bloßem Auge nicht wahrnehmen kann. Erst wenn sich in Innenräumen ein starker Schimmelpilzbefall ausgeprägt hat, wird dieser für die Bewohner sichtbar. Allerdings werden die Schimmelpilzgifte und Sporen bereits deutlich früher eingeatmet, was unter Umständen sehr gefährlich werden kann. Besonders für Allergiker und Menschen mit einem geschwächtem Immunsystem kann die Schimmelbildung in den Wänden schlimme gesundheitliche Folgen haben.

Wie werden Räume richtig gelüftet und was muss dabei beachtet werden?

Für das richtige Klima und eine gesunde Raumluftfeuchte sollte täglich zwei bis fünfmal gelüftet werden - auch im Winter. Dabei sollte die Dauer beachtet werden: Auch wenn bei einem dauerhaft gekippten Fenster eine ständige Luftzirkulation gewährleistet ist, so kann dies trotzdem schnell teuer werden - vor allem bei hochgedrehter Heizung. Die Räume kühlen zu stark aus, was die Energiekosten schnell in die Höhe treibt. Deshalb ist es wichtig kurz, aber effektiv zu lüften. Für eine ordentliche Luftzirkulation reichen gute 5 Minuten aus. Dabei sollten die Fenster weit geöffnet werden, denn nur durch das sogenannte Stoßlüften findet ein effektiver Austausch der Raumluft statt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte zudem in regelmäßigen Abständen die Luftfeuchtigkeit in den Räumen kontrollieren. Im Handel sind für diesen Zweck kompakte Wetterstationen für Daheim erhältlich, die mit einem Hygrometer ausgestattet sind.

Welche Maßnahmen sollte man bei einer Altbau-Sanierung oder beim Fertighausbau berücksichtigen, um eine gute Belüftung zu erreichen?

Vor allem nach der Sanierung eines Altbaus oder in Neubauten herrscht in der Regel eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Damit würde es schnell zu einer Schimmelbildung kommen, wenn kein regelmäßiger Luftaustausch stattfindet. Während die Luftzirkulation in Altbauten durch undichte Fenster oder Dächer förmlich automatisch funktioniert, ist es bei neu sanierten Häusern besonders wichtig, das ordentlich gelüftet wird. Im Winter reicht hier oft ein manueller Luftaustausch kaum noch aus, sodass unter Umständen Hilfsmittel in Form von automatischen Raumlüftern eingesetzt werden müssen. Energieberater und qualifizierte Handwerksbetriebe beraten in der Regel umfassend zu dem Thema richtiges Lüften und Heizen.

Das Fazit

Kommt es durch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu einer Schimmelbildung in den Wänden, kann dies zu ernsthaften gesundheitlichen Erkrankungen führen. Wer auch in den kalten Wintermonaten richtig heizt und lüftet, tut nicht nur den Räumlichkeiten einen riesigen Gefallen, sondern auch der eigenen Gesundheit.

Autor:

Eduard Schmidt-Zimmermann aus Aschaffenburg

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