Was ist noch gefährlich an Nord Stream 2?

Russische Schiffe in der Ostsee, und die USA bereiten eine weitere Sanktion gegen Nord Stream 2 vor.
Bei einem Wahltreffen mit Anhängern in Tulsa, Oklahoma, kritisierte der US-Präsident erneut das Nord Stream 2 Projekt, wegen dessen Berlin laut Trump Milliarden Dollar an Moskau zahlt.
Nachdem das US-Finanzministerium am 21. Dezember 2019 erklärt hatte, dass die Sanktionen sofort in Kraft treten würden, zog die Schweizer Firma Allseas ihr Spezialschiff zur Verlegung der Rohre aus der Ostsee ab, das zu einem Baustopp der Gaspipeline führte.
Anfang 2020 kündigte Moskau an, dass es die Pipeline selbst mit der Akademik Cherskiy zu Ende bauen werde.
Am 7. Mai verließ das russische Verlegeschiff die Kaliningrader Reede und fuhr nach Mukran, dem Logistikzentrum von Nord Stream 2, um in deutschen und dänischen Ostseegewässern zu arbeiten.
Gegenwärtig ist Akademik Cherskiy seit mehr als einem Monat im Hafen von Mukran auf Rügen angekommen und muss notwendig noch nachgerüstet werden.
Die Repräsentanz des Russischen Seeregisters der Schifffahrt in Deutschland (Kiel) ist für die Vorbereitung des Rohrverlegers für den Betrieb im Rahmen des Projekts verantwortlich. Ein Vertreter dieses Unternehmens besucht das Schiff in letzter Zeit regelmäßig.
Die Gazprom-Flotte, eine Tochtergesellschaft der russischen Gazprom, beschäftigt sich mit dem Austausch von Mannschaften. Neben der Berufsausbildung und der Ausstellung internationaler Zertifikate ist sie auch für die Überwachung der Einhaltung der Quarantänemaßnahmen und die Durchführung von Corona-Tests zuständig.
Eine neue Schicht ist vor kurzem auf Akademik Cherskiy eingetroffen. Corona-Tests für Mitarbeiter dieser Schicht wurden in Kaliningrad durchgeführt. Über die Einhaltung der Testtermine, die Inkubationszeit der Mitarbeiter selbst, die Russland verlassen, und den Transfer auf dem Flughafen in Minsk bestanden haben (angesichts der Tatsache, dass Russland in Europa an erster Stelle und weltweit an dritter Stelle in Bezug auf die Zahl der Kranken steht und Minsk auch keine sichere Zone ist), sowie über die Qualität der Testsysteme sprechen wir jetzt nicht. Es ist schwer zu erraten. Bei der Bekanntmachung der Testergebnisse schwieg doch die Unternehmensleitung über zwei Mitarbeiter mit positiven Testergebnissen.
Entweder vorsätzlich oder aufgrund unbewußte Fahrlässigkeit hat Gazprom die Arbeiter nach Deutschland geschickt, die an COVID-19 erkrankt sind und eine echte Bedrohung sowohl für die Besatzungsmitglieder als auch für die mit ihnen in Kontakt stehenden Arbeiter im Hafen von Mukran darstellen. Sie befinden sich immer noch auf dem russischen Rohrverlegeschiff.
Und die Tatsache, dass das japanische Unternehmen Furuno die Lieferung der notwendigen Ausrüstung für Akademik Cherskiy abbestellt hat und Gazprom erwägt, den Lieferanten durch russische Unternehmen zu ersetzen, kann den Nachrüstungsprozess erheblich verzögern und damit die Aufenthaltzeiten in unserem Hafen erhöhen. Aus diesem Grund steigen die Risiken der Verbreitung von COVID-19 unter den Hafenbeschäftigten um ein Vielfaches.
Vielleicht hat Trump etwas, um Deutschland zu retten…

Autor:

Tom Weber aus Brücken

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