Eine Gemeinschaftsaktion des Landkreises, der Gemeinden, der AWN und KWiN:
Sauberer Neckar-Odenwald-Kreis

Bei der Aktion Sauberer Neckar-Odenwald-Kreis wollen die Initiatoren (Landkreis, Gemeinden, AWN und KWiN) mit provokanten Plakaten an das Gewissen der Abfallverursacher appellieren. Landrat Dr. Achim Brötel (Mitte), Buchens Bürgermeister Roland Burger (links) und Dr. Ginter von der AWN bzw. KWiN bei der Vorstellung dieses Plakates.              Foto: KWiN, Martin Hahn
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  • Bei der Aktion Sauberer Neckar-Odenwald-Kreis wollen die Initiatoren (Landkreis, Gemeinden, AWN und KWiN) mit provokanten Plakaten an das Gewissen der Abfallverursacher appellieren. Landrat Dr. Achim Brötel (Mitte), Buchens Bürgermeister Roland Burger (links) und Dr. Ginter von der AWN bzw. KWiN bei der Vorstellung dieses Plakates. Foto: KWiN, Martin Hahn
  • hochgeladen von Martin Hahn, AWN Buchen

mh. Buchen. Fast-Food-Tüten am Wegrand, Flaschen und Scherben auf der Wiese, Müllberge vor Altkleidercontainern, Zigarettenkippen auf Spielplätzen und Altölkanister auf Grüngutplätzen – dies sieht man leider viel zu häufig überall im Neckar-Odenwald-Kreis. So kann es nicht weitergehen!

Schlecht für Menschen, Tiere und Umwelt

Dieser Müll ist schlecht für die Natur, sieht verheerend aus und ist sogar gefährlich für Menschen und Tiere: Wie schnell ist ein Kind in eine Glasscherbe getreten, hat eine Zigarettenkippe verschluckt oder es verendet ein Tier, weil es zuvor eine achtlos weggeworfene Plastiktüte gefressen hatte. Doch es gibt noch eine weitere Komponente: Die Beseitigung dieses Mülls kostet viel Geld,welches die Allgemeinheit zu bezahlen hat. Alleine am KWiN-Wertstoffhof in Buchen werden pro Jahr in Zusammenarbeit mit den Gemeinden rund 50.000 kg „wilder Müll“ angeliefert. Die dafür notwendigen Maßnahmen wie einsammeln und entsorgen verursachen unnötige Kosten. Geld, das an anderer Stelle deutlich besser angelegt wäre!

Plakat mit provokanter Botschaft

Die Aktion Sauberer NOK will auf diese Missstände hinweisen. An Stellen, die immer wieder vermüllt werden, sollen Plakate eine provokante Botschaft an die Müllverursacher weitergeben und hoffentlich auch an das Gewissen appellieren: „Warum wirfst Du Deinen Müll achtlos in die Natur oder auf die Straße? Weil ich ein blöder Trottel bin oder weil mir die Umwelt egal ist oder weil Mami hinter mir herputzt oder weil alle drei Gründe auf mich zutreffen“. Kreisweit sollen so mehrere hundert Plakate verteilt und platziert werden.
Dieses provokante Plakat wird dann auch auf Abfall-LKWs der AWN bzw. KWiN zu finden sein.

Informationskampagne "Müllvermeidung"

Parallel dazu ist das Thema Bewusstseinsbildung, und zwar in allen Altersgruppen, sehr wichtig. Hier sollen Wanderausstellungen in Schulen und in den Rathäusern alle Bevölkerungsschichten erreichen. Denn neben dem Thema „Müll wegwerfen“ ist auch die Abfallvermeidung von entscheidender Bedeutung: In Deutschland wird leider viel zu viel Plastik verbraucht, über 150 kg pro Kopf, das ist bildlich ausgedrückt eine ganze Badewanne voll. Pro Jahr werden weltweit über 340 Millionen Tonnen Kunststoff produziert. 3 Milliarden Coffee-to-Go Einwegbecher werden jährlich in Deutschland nur kurz benutzt und anschließend weggeworfen. Dies entspricht 320.000 Einwegbechern pro Stunde! Heruntergerechnet auf den NOK wären dies über 5 Mio. Becher pro Jahr. In unseren Weltmeeren befinden sich schon jetzt rund 142 Millionen Tonnen Plastikmüll und in jedem weiteren Jahr kommen weitere 10 Millionen Tonnen dazu (Quelle: BUND).

Autor:

Martin Hahn, AWN Buchen aus Buchen (Odenwald)

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