Ehemalige berichten, was ihnen die Zeit im Jugendchor bedeutet
25 + 1 Jahre Kinder- und Jugendchor, Buchen - Festwochenende zusammen mit der Bevölkerung

Helen Majer
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Buchen. 1995 wurde mit der Einrichtung der hauptamtlichen Kirchenmusikstelle in Buchen auch der Kinder- und Jugendchor gegründet. Da im eigentlichen Jubiläumsjahr durch die Pandemie keine Feierlichkeiten möglich waren, wird es am 16. und 17. Oktober auf dem Musterplatz mit einem großen Jubiläumsfest zum Singen, Erinnern und Begegnen nachgeholt. Alle Ehemaligen, aber auch alle interessierten Gäste sind herzlich willkommen. Alle Veranstaltungen sind öffentlich, der Eintritt ist frei - um Spenden wird gebeten. Dieses Jubiläum wird im Rahmen des bundesweiten Programms IMPULS gefördert.

Was sind deine schönsten Erinnerungen an den Jugendchor?
Kathrin Linsler: Ich war dabei, als sich der Buchener Jugendchor gegründet hat - damals noch mit Carola Bucher - und singe manchmal immer noch Lieder aus der Zeit vor mich hin: "Urwald, Urwald! Urwald meine Liebe, meine Lust". Dann kam Horst Berger und es ging weiter mit großen Projekten und Ausflügen, an die ich heute noch gerne zurück denke: Pueri Cantores in Köln, Chorreise nach Irland, Adiemus.

Helen Majer: Das sind definitiv die Chortreffen, die wir gemeinsam erlebt haben. Durch solche Fahrten ist die Gemeinschaft im Chor noch weiter gewachsen und bei den Eröffnungs- und Abschlussgottesdiensten herrschte beim Singen mit so vielen anderen Kindern und Jugendlichen immer eine ganz besondere Atmosphäre. Auch die großen Konzerte, die wir gesungen haben, teilweise auch mit dem Kirchenchor zusammen, sind mir sehr gut in Erinnerung. Das Gefühl vor den Konzerten und auf der Bühne ist nur schwer zu beschreiben und man weiß ganz genau, dass sich die anstrengenden und teilweise angespannten Proben kurz vorher gelohnt haben.

Christian Jahraus: Zu meinen schönsten Erinnerungen an den Jugendchor gehören das Singen in der Sagrada Familia und das Fußballspielen im warmen strömenden spanischen Regen, die windige Segelfahrt auf dem Ijselmeer, das gemeinsame Singen und Tanzen mit tausenden Jugendlichen aus aller Welt auf dem Montmarte in Paris.

Sophia Fadler: In meiner Zeit im Jugendchor durfte ich viele tolle Erfahrungen sammeln: Chortreffen, Probewochenenden, Auftritte, Singen im Studio, Musikvideos drehen, etc. Da ist es ist nicht einfach, eine Erinnerung zu wählen. Am meisten geprägt hat mich aber das Pueri Cantores Treffen in Paris 2014. Wir durften auf den Stufen der Sacré Coeur singen, haben einige tolle Chöre kennengelernt und haben mit Kindern und Jugendlichen aus der ganzen Welt vor der Notre-Dame Singspiele gespielt. Das war das erste Mal, dass ich so eine große Gemeinschaft von Chören gehört und gespürt habe. Das bleibt.

Hat dich die Zeit menschlich / musikalisch geprägt?
Sophia Fadler: Auf jeden Fall. Der Jugendchor und die Stimmbildung die es dort gab, waren einige der Gründe, warum ich begonnen habe, Gesangsunterricht zu nehmen. Dann habe ich im Chor mehrmals die Chance bekommen, ein Solo zu singen, was sich einerseits natürlich auf meine Persönlichkeit, aber eben auch auf mein musikalisches Können ausgewirkt hat.

Christian Jahraus: Musikalisch hat mich die Zeit im Jugendchor auf jeden Fall sehr stark geprägt, da ich klassischer und geistiger Chormusik dort zum ersten Mal begegnet bin.

Kathrin Linsler: Wirklich schön war's und ich habe damit eine tolle Art kennengelernt, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und etwas Schönes gemeinsam zu schaffen.

Helen Majer: Mich hat die Jugendchorzeit sehr geprägt. Ich habe wunderbare Menschen kennen gelernt, die meine Interessen teilen. Dadurch sind Freundschaften entstanden, die bis heute dauern, wofür ich sehr dankbar bin. Ich habe meine ersten Solo-Erfahrungen im Jugendchor gesammelt, dadurch habe ich viel mehr Selbstbewusstsein bekommen. Durch den (zunächst nicht ganz freiwilligen) Stimmenwechsel von Sopran zu Alt wurde mein musikalisches Gehör sehr geschult, was mit dann in meinem Studium weitergeholfen hat.

Hat sich das Singen im Jugendchor auf dein heutiges Leben ausgewirkt?
Christian Jahraus: Das Singen im Chor hat sich sehr wohl auf mein Leben ausgewirkt, da Ich nun Musik mit Hauptfach Gesang studiere und später selbst Kindern Singen und Chorsingen beibringen will.

Helen Majer: Ab und zu darf ich noch als Betreuerin mit zu Chortreffen oder Ausflügen. Außerdem bin ich durch den Jugendchor bei der Kirchenmusik hängengeblieben und singe jetzt im Kirchenchor.

Sophia Fadler: Einige meiner engsten Freundschaften habe ich nur Dank dem Jugendchor. Gemeinsam zu musizieren schweißt einfach zusammen. Auch hat der Jugendchor meinen Glauben und wie ich ihn lebe, ganz klar beeinflusst.

Was erhoffst du dir von dem Jubiläumswochenende?
Helen Majer: Ich hoffe, dass ich viele ehemalige Mitsängerinnen und -sänger sehe, die ich teilweise schon lange nicht mehr gesehen habe. Mit dem Zwibbelklub 2.0, einem Chor, der aus ehemaligen Jugendchorsänger*innen besteht, gestalten wir das Jubiläumsfest. Da freue ich mich auf einen lustigen Abend voller Erinnerungen und guter Stimmung, vielleicht sogar ein bisschen Chor-Treffen-Feeling.

Kathrin Linsler: Ich wäre gerne bei dem Jubiläum dabei, aber bin in der Zeit im Urlaub in der Türkei. Für euer Treffen wünsche ich gutes Wetter und schöne Harmonien.

Christian Jahraus: Von dem Jubiläumswochenende erhoffe ich mir viel Freude, Wiedersehen von Freunden und natürlich eine Menge berührender Augenblicke voller Musik.

Sophia Fadler: Ich hoffe, altbekannte Lieder wieder singen zu können, ganz viele tolle Menschen zu treffen und natürlich das gewisse „Jugendchorfeeling“ zu genießen.

Machst du heute noch (Chor-)Musik?
Christian Jahraus: Ich singe heute im Kammerchor der Musikhochschule Mannheim und dem Bundesjugendchor, sowie als Aushilfe im Kammerchor Baden-Württemberg.

Helen Majer: Wie oben bereits erwähnt, singe ich nun im Katholischen Kirchenchor, quasi der Nachfolger des Jugendchors. Der Zwibbelklub 2.0 hat sich für einen Chorwettbewerb gegründet. Beim gemeinsamen Singen unter Freunden hatten wir so viel Spaß, dass wir uns weiterhin zum Proben treffen.

Sophia Fadler: Ja. Musik begleitet mich schon immer und wird auch immer ein Teil meines Lebens sein. Noch habe ich keinen neuen Chor gefunden, aber es wird sich hoffentlich bald einer finden, der (fast) genauso toll ist, wie der Jugendchor in Buchen!

Kathrin Linsler: Eines meiner Lieblingslieder aus dem Chor "Gott hat mir längst einen Engel gesandt" singe ich heute wieder im Chor in Berlin.

Zeitplan:
Samstag 16. Okt. 2021

13 Uhr Einlass
14 Uhr Begegnungs- und Probenachmittag für den Abschlussgottesdienst
17 Uhr Friedensgebet (live und im Stream)
18 Uhr Abendessen
19 Uhr "Chorpartyfestakt" mit Zwibbelklub 2.0 (live und im Stream)

Sonntag 17. Okt. 2021

8:30 Uhr   Probe
10:30 Uhr Abschlussgottesdienst (live und im Stream)

Im Livestream kann man das Fest auch über den Kanal der Seelsorgeeinheit verfolgen:
www.youtube.com/c/SeelsorgeeinheitBuchen

Einen Trailer zu dem Jubiläum ist auf dem YouTube Kanal von Kinder- und Jugendchor: www.youtube.com/user/StOswaldChor

Ehemalige Sängerinnen und Sänger erhalten weitere Informationen, wenn sie sich unter chorjubilaeum@gmail.com melden.

Autor:

Horst Berger aus Buchen (Odenwald)

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