Gedenkfeier anlässlich des 150. Geburtstags Friedrich Eberts
SPD Bürgstadt erinnert an den ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten

Der Ebert-Gedenkstein an der Centgrafenkapelle in Bürgstadt ist der älteste in Bayern, der an den ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten erinnert.
  • Der Ebert-Gedenkstein an der Centgrafenkapelle in Bürgstadt ist der älteste in Bayern, der an den ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten erinnert.
  • Foto: Adrian Balles
  • hochgeladen von Ruth Weitz

Am 4. Februar 2021 jährte sich zum 150. Mal der Geburtstag des ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten Friedrich Ebert. Eigentlich war anlässlich des 150. Geburtstags zeitnah eine Gedenkfeier am Ebert-Denkmal an der Centgrafenkapelle in Bürgstadt vorgesehen. Doch der Lockdown in der Corona-Pandemie hat dies vereitelt. Die Feier wird nun am Sonntag, 29. August, ab 14 Uhr nachgeholt. Die Ansprache wird Prof. Dr. Walter Mühlhausen halten. Er ist Geschäftsführer und Mitglied des Vorstands der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg.

Fast vergessen, aber der Erinnerung wert: Der sozialdemokratische Parteivorsitzende Friedrich Ebert (1871–1925) ebnete als entscheidender Mann in der Revolution 1918/19 den Weg in die erste deutsche Republik, die er als vielfach angefeindeter erster Reichspräsident konsequent verteidigte. Der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands wurde am 11. Februar 1919 von der Weimarer Nationalversammlung zum Reichspräsidenten gewählt. In Bürgstadt errichtete man schon kurz nach seinem Tod einen Gedenkstein zur Erinnerung an den Gründer der ersten deutschen Demokratie.

Friedrich Ebert einer der Großen in der Demokratiegeschichte

Mühlhausens Vortrag liefert ein anschauliches Bild über den Arbeiterführer, der in einer der dramatischsten Problemlagen deutscher Geschichte der neueren Zeit den Grundstein für die Republik legte. Zugleich zeigt er auf, warum auch heute noch Ebert als einer der Großen der Demokratiegeschichte einen Fixpunkt der deutschen Erinnerungskultur darstellt.
Das Ringen um den Friedensvertrag nach dem verlorenen 1. Weltkrieg, die Ausarbeitung der Weimarer Reichsverfassung, die Bewältigung der politischen und wirtschaftlichen Krisen prägten seine Amtszeit im ersten demokratischen Staat der deutschen Geschichte. Zur Erinnerung an ihn errichtete das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold nach seinem frühen Tod im Jahre 1925 an vielen Orten der Republik Gedenkstätten, so auch bei uns im Landkreis Miltenberg, in Bürgstadt und Amorbach.

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold wurde als Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer durch eine Initiative aus den drei Parteien der „Weimarer Koalition“ im Jahr 1924 gegründet; dies waren die SPD, das Zentrum, die Partei des politischen Katholizismus, und die linksliberale Deutsche Demokratische Partei (DDP). Das Reichsbanner diente dem Schutz der Weimarer Republik gegen seine radikalen Feinde.
Am 6. Juni 1927 wurde der Ebert-Gedenkstein an der Centgratenkapelle in Bürgstadt in einer Großveranstaltung enthüllt. Im Jahr 1930 folgte dann der Bau des Ebert-Denkmals in der Stadt Amorbach. Der Gedenkstein in Bürgstadt ist nach den Recherchen des ehemaligen Bürgstädter Gemeinderates Manfred Helmstetter der älteste in ganz Bayern.
Wie die Bürgstädter SPD-Vorsitzende Gaby Münch sagt, soll die Gedenkfeier an das politische Wirken des Reichspräsidenten Friedrich Ebert und an die Errungenschaften der ersten Demokratie, wie das allgemeine Wahlrecht für Frauen und Männer, Achtstundentag, Koalitions- und Tarifrechte der Arbeiter, erinnern und auch Mahnung sein für die heutige Zeit.

Autor:

Ruth Weitz aus Obernburg am Main

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