Guter Zuspruch beim Rosenkranz-Mariensingen der Kolpingsfamilie in der Martinskapelle Bürgstadt le Bürgstadt

Beim Rosenkranz-Mariensingen, das jährlich Ende Oktober von der Kolpingsfamilie veranstaltet wird, war die Martinskapelle wieder bis auf den letzten Platz mit Gästen gefüllt.

Wie immer vom Richelbacher Dreigesang (Edmund Berlinger, Hedwig und Burkard Eckert) musikalisch gestaltet, gab es in diesem Jahr einen Mix aus Geschichte, Musik und Andacht. Anhand der historischen Figur des Hans Böhm, dem sogenannten „Pfeifer von Niklashausen“, gab Hedi Eckert einen Einblick in den Anfang der volkstümlichen Marienverehrung im 15. Jahrhundert. Der zuvor unbedeutende Viehhirte und Musikant löste im Frühjahr 1476 aufgrund einer Eingebung der Muttergottes mit seinen eingängigen Predigten eine Wallfahrer-Massenbewegung ins Taubertal aus. Da er zugleich zum Aufbegehren gegen die geistliche und weltliche Obrigkeit aufrief, wurde er bereits drei Monate später als Ketzer zum Tode verurteilt und in Würzburg auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Die vorgetragenen sowie die gemeinsam gesungenen Lieder stammten teils aus jener Epoche, teils aus neuerer Zeit. Zu den Geheimnissen und dem gekürzten Beten des freudenreichen Rosenkranzes gaben Ursula Grän und Hermann Gömmel jeweils kurze Impulse.

Hermann Gömmel
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