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Aktionstag in der Helios Klinik Erlenbach
„10 Jahre Babyfreundliche Geburtsklinik“

Chefarzt Dr. med. Jan Kemnitz beleuchtet die Zertifizierung „Babyfreundliche Geburtsklinik“.
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  • Chefarzt Dr. med. Jan Kemnitz beleuchtet die Zertifizierung „Babyfreundliche Geburtsklinik“.
  • hochgeladen von Andrea Kaller-Fichtmüller

„10 Jahre Babyfreundliche Geburtsklinik“ – mit dem von WHO und UNICEF verliehenen Zertifikat darf sich die Geburtshilfeabteilung der Helios Kliniken Miltenberg-Erlenbach am Standort Erlenbach 2019 seit mittlerweile zehn Jahren schmücken. Für die Klinikleitung ein guter Grund, einen Aktionstag zu veranstalten!

Zahlreiche Besucher nutzen Aktionstag

Am vergangenen Samstag war es so weit. Viele Besucher nutzten diese Gelegenheit, um sich von 11 bis 16 Uhr in den Räumen der Geburtshilfeabteilung mit dem Wintergarten und den Kreißsälen umzuschauen und sich zu informieren. Auch den kleinen Besuchern, die ebenfalls zahlreich gekommen waren, wurde es nicht langweilig. Sie konnten sich beim Kinderschminken im Gesicht oder auf den Armen mit bunten Bildern schmücken lassen, am Glücksrad drehen und einen Preis gewinnen oder einem Ballonkünstler bei der Arbeit zuschauen und ein lustiges Ballontier mit nach Hause nehmen. Wer von den kleinen Gästen sein Kuscheltier mitgebracht hatte, konnte es in der Kuscheltiersprechstunde untersuchen lassen und – falls notwendig – wurde auch gleich kompetent behandelt.

Qualitätsmerkmal Zertifizierung

Um 12 Uhr fanden die Begrüßung der Besucher und die offizielle Eröffnung des Aktionstages durch Klinikgeschäftsführer Sven Axt statt. Er betonte, dass die Zertifizierung nicht einfach sei und strengen Kriterien unterliege. Daher sei man umso stolzer, diese Zertifizierung nun bereits seit 10 Jahren tragen zu dürfen. „In einem Krankenhaus wie Erlenbach, das im Jahr rund 750 Geburten zu verzeichnen habe, ist dies ein wichtiges Qualitätsmerkmal für die Gynäkologie- und Geburtshilfeabteilung“, so Sven Axt. Er dankte abschließend dem engagierten Team aus Fachärzten, Hebammen, Stillberaterinnen und Kinderkrankenschwestern, die durch ihre tolle Arbeit und ihren unermüdlichen Einsatz diese Zertifizierung erst möglich machten und den heutigen Aktionstag vorbereitet hatten.

Höchste Auszeichnung

Dr. med. Jan Kemnitz, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, ging in seinen Ausführungen näher auf die Zertifizierung und deren Entstehung ein. Er hob hervor, dass diese Zertifizierung dazu auffordere, sich selbst zu reflektieren, um am Verhalten zu feilen. „Die Zertifizierung ist ein Geschenk“, sagte Dr. Kemnitz. „Es ist wichtig, das Team bei diesem Schritt einzubinden. Man kann die Verhaltensregeln zum Erreichen des Zertifikats nicht einfach anordnen, sondern nur gemeinsam erarbeiten und kontinuierlich umsetzen und anpassen.“ Die Zertifizierung „Babyfreundliche Geburtsklinik“ sei die höchste Auszeichnung in diesem Bereich. Es sei daher sehr wertvoll, dass die Gynäkologie und Geburtshilfeabteilung an der Helios Klinik Erlenbach diese nun schon seit 10 Jahren ununterbrochen führen dürfe.

10 Schritte

Laut Dr. Kemnitz entstand die Zertifizierung durch ein wissenschaftliches Programm der WHO, um die zunehmenden Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern bei gleichzeitigem Rückgang der Stillrate auf deren Ursachen hin zu untersuchen. Ziel von WHO und UNICEF ist der Schutz und die Förderung der Eltern-Kind-Bindung. Die Zertifizierung erfolgt anhand eines 10-Schritte-Plans, den Dr. Kemnitz anschließend erläuterte.
1. Stillen fördern und keine Werbung für Muttermilch-Ersatzprodukte machen.
2. Mitarbeiterinnen über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten schulen.
3. Schwangere Frauen über die Bedeutung des Stillens informieren.
4. Ununterbrochenen Hautkontakt von Mutter und Kind direkt nach der Geburt ermöglichen, um eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen.
5. Müttern das korrekte Anlegen zeigen und erklären, wie die Milchproduktion aufrecht erhalten werden kann.
6. Neugeborenen keine sonstigen Flüssigkeiten oder Nahrung zusätzlich zur Muttermilch geben.
7. 24-Stunden-Rooming-in von Mutter und Kind ermöglichen.
8. Ermunterung zum Stillen nach Bedarf und Mütter dabei liebevoll unterstützen.
9. Gestillten Kindern in den ersten Tagen keinen künstlichen Sauger geben.
10. Mütter auf bestehende Stillgruppen hinweisen und die Entstehung solcher Gruppen fördern.
Abschließend wies Dr. Kemnitz darauf hin, dass die Zertifizierung alle drei Jahre durch externe Gutachterinnen von WHO und UNICEF geprüft werde, um im Falle des Erreichens der Standards das Zertifikat für weitere drei Jahre führen zu dürfen.

Infostände für Besucher

Zum Abschluss des offiziellen Teils überreichten Klinikgeschäftsführer Sven Axt und Chefarzt Dr. med. Jan Kemnitz Blumen an die Mitarbeiterinnen. Pflegedirektor Heiko Basch gratulierte zur erfolgreichen Zertifizierung und überreichte ein von seiner Schwester gemaltes Bild. Die Besucher konnten sich anschließend die Kreißsäle bei einem Rundgang anschauen, sich an Infoständen beispielsweise über Babytragen und Babytragetücher informieren und mit den Fachkräften der Gynäkologie und Geburtshilfe sprechen.

Treffpunkt Café La Mama
In der Helios Klinik Erlenbach gibt es als Treffpunkt nach der Geburt das Café La Mama. „In unserem Café La Mama findet jeden Montag von 9.30 bis 11.30 Uhr in gemütlicher Atmosphäre ein Treffen von Mamas mit ihren Babys und Kleinkindern zum Austausch von Erfahrungen statt“, erläutert Rita Weis, Stationsleiterin der Babyfreundlichen Geburtsklinik und examinierte Still- und Laktationsberaterin (IBCLC). „Unsere erfahrenen Laktationsberaterinnen (IBCLC) stehen Ihnen hier auch mit Rat und Tat zur Seite. Auch junge Familien, deren Babys nicht bei uns geboren wurden, sind herzlich willkommen.“
Natascha Dölger aus Erlenbach mit Sohn Samuel, Yvonne Fischer aus Erlenbach mit Tochter Elina und Katharina Nuß aus Wörth mit Tochter Elsa und Sohn Levi waren mit ihren Kindern im Stillcafé. „Das Stillcafé ist für den Austausch untereinander sehr wichtig. Man kann mit anderen Müttern über schlafen, stillen oder essen sprechen und hat auch regelmäßig kompetente Ansprechpartner, die bei Problemen weiterhelfen können. Man kann sich Tipps holen und erfährt Bestätigung. Das ist schön.“

Autor:

Andrea Kaller-Fichtmüller aus Miltenberg

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