Flächenfraß stoppen

Den Besuch der Grünen Bundestagsabgeordneten Manuela Rottmann nutzten die Kreisgrünen, um auf die Problematik der zunehmenden Versiegelung unseres wunderschönen Maintals hinzuweisen.
Begleitet wurde die Abgeordnete von Joachim Schneider, Landtagskandidat, Burkard Beck, Bezirkstagskandidat, Werner Billmaier, Marktgemeinderat und Marion Becker, Kreisrätin und Sprecherin des Grünen Kreisverbandes.
Das erste Beispiel war die Rodung des so genannten Brunnenwäldchens und der Bau eines riesigen Logistikzentrums der Mainsite.
Petra Münzel, Kreisrätin und Stadträtin in Erlenbach, erläuterte zusammen mit Klaus Ballmann, dem Umweltbeauftragten der Marktgemeinde Elsenfeld, das Bauvorhaben.
Beide wiesen auf die Problematik der Ausgleichsflächen hin, die sie als unzureichend bezeichneten, da sie unter anderem die Funktionen des Brunnenwäldchens nicht annähernd erfüllen können.
„Auf der Gemarkung der Stadt Erlenbach wurden zum Beispiel Waldflächen als Ausgleichsflächen für die Abholzung ökologisch umgebaut, die die Stadt Erlenbach sowieso umgebaut hätte. Jetzt übernimmt zwar die Mainsite die Kosten, was die Stadt Erlenbach entlastet, aber ein zusätzlicher ökologischer Gewinn ist dies nicht“, so Petra Münzel.
Außerdem sei bereits jetzt das Brunnenwäldchen vernichtet, aber der größte Teil der Ausgleichsmaßnahmen sei noch nicht einmal begonnen und bis die Bäume, die gepflanzt werden sollen, so groß seien wie die gefällten, dauere es noch Jahrzehnte.
Manuela Rottmann wies auf das leider nicht zugelassene Volksbegehren „Flächenfraß stoppen“ hin, das die bayerischen Grünen initiiert hatten. Dies wäre der richtige Weg gewesen, um der Versiegelung wirksam etwas entgegenzusetzen.
Um sich ein Bild zu machen:
Täglich wird in Bayern eine Fläche versiegelt, die in etwa der Größe des gefällten Waldes entspricht.
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