„Afghanistan 2018 - Fluchtursachen und ihre Bekämpfung“

Wann? 14.03.2018 19:00 Uhr

Wo? Stadthalle, Am Darmstädter Schloß 6, 64823 Groß-Umstadt DEauf Karte anzeigen
Groß-Umstadt: Stadthalle | Vortrag über 30 Jahre Erfahrung aus dem Land am Hindukusch

Die Stadt Groß-Umstadt lädt alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich zu einem Vortrag über Afghanistan ein. Auf Vorschlag der Agenda-Strategiegruppe wird Dr. med. Reinhard Erös am Mittwoch, dem 14.03.2018, um 19 Uhr in der Stadthalle, Am Darmstädter Schloss 6, zu Gast sein - ein ehemaliger Oberstarzt der Bundeswehr, der vor 30 Jahren mit seiner Familie die www.kinderhilfe-afghanistan.de gegründet hat und das Land wie kaum ein anderer kennt.

Mit seinem Thema „Afghanistan 2018 - Fluchtursachen und ihre Bekämpfung“ möchte er aufklären über die vielschichtige und oft nur einseitig vermittelte bzw. wahrgenommene Lebenswirklichkeit in diesem Land. Zu der gehören tägliche Schreckensmeldungen, Terror-Anschläge, die Zunahme tödlicher Drohnenangriffe der US-Luftwaffe, Gewaltkriminalität und Rekordwerte beim Drogenanbau, hohe Arbeitslosigkeit und Korruption.

Er will und kann aber auch zeigen, dass die Mehrheit im Land auch nach 40 Jahren Krieg die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft nicht aufgegeben hat: „Schulen und Universitäten können dem Bildungsdrang von Jungen und Mädchen kaum nachkommen. Viele Kliniken in den Städten haben inzwischen ein erstaunliches Niveau. In einem politisch schwierigen Umfeld gelingt es Präsident Ghani offenbar, immer mehr junge, ehrliche und gut ausgebildete Akademiker in politische Verantwortung zu bringen. Dem Kampf gegen Korruption und Vetternwirtschaft, den Hauptübeln in Afghanistan, hat der Präsident bei Polizei und Justiz höchste Priorität eingeräumt.“

Dr. Erös und seine Frau kommen honorarfrei 2 Tage nach Groß-Umstadt und werden in der Stadthalle über 30 Jahre Erfahrung aus dem Land am Hindukusch berichten. Selbstverständlich sind auch die ca. 200 Geflüchteten aus Afghanistan herzlich willkommen und all jene, die sich in Groß-Umstadt für deren Integration einsetzen. Der Weltladen Groß-Umstadt wird sich mit einem Stand beteiligen und kleine Kostproben anbieten.

Am Folgetag, am Donnerstag, dem 15.3., sind dann 150 Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasium zum Vortrag „Unter Taliban, Warlords und Drogenbaronen - eine deutscher Arzt kämpft für die Kinder Afghanistans“ eingeladen. Beide Beiträge stehen im Zeichen der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 10. bis 26. März 2018. Mehr: www.stiftung-gegen-rassismus.de.

Erfolge der Kinderhilfe (Auswahl)

  • An „ihren“ 30 Schulen fand der Unterricht für ca. 60.000 Schüler weiterhin ungestört statt. Die kostenlose Verteilung von Lebensmittel-Paketen an bedürftige Schüler wurde ausgeweitet. 
  • Die Computer-Ausbildung wurde auf nunmehr 15 Ausbildungszentren erhöht, zwei weitere Schneiderinnen-Klassen eingerichtet. 14 neue Lehrerinnen fanden hier einen Job. 120 zusätzliche Computer (Spenden der Universität München und der Polizei von Niedersachsen) haben nach einem mehrmonatigen Containertransport im vergangenen Sommer den Hindukusch erreicht und wurden zu Schulbeginn in neuen PC-Klassen eingerichtet. 
  • Die Gynäkologie- und Geburtsstationen an den Kliniken in Laghmann und Jalalabad erhielten moderne Ultraschallgeräte und chirurgisches Gerät (Spenden deutscher Ärztinnen). 
  • Drei weitere Schulen wurden mit leistungsfähigen Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Wegen der zunehmend heißen Sommer erhielten die Lehrerinnen solarbetriebene Klein-Klimaanlagen. Der Neubau der Oberschule in Paghman - Baubeginn Dezember 2016 - ist weit fortgeschritten. Nach Planung kann diese Schule für ca. 1.500 Kinder im Spätsommer 2018 eröffnet werden. 
  • Für Ende Dezember ist die Grundsteinlegung für eine weitere Mädchenschule in Sargoda geplant. 

Wie arbeitet die Kinderhilfe?

  • Alle Projekte werden ausschließlich mit privaten Spenden (ohne Auflagen) und durch Buchhonorare finanziert. Verzicht auf öffentliche Gelder, in Deutschland nur ehrenamtliche Mitarbeiter (keinerlei Spesen, Aufwandsentschädigungen). 
  • Jährlich ca. 6 Projektreisen durch Annette und / oder Reinhard Erös auf eigene Kosten. 
  • Kleines Büro in Ost-Afghanistan mit vier afghanischen Mitarbeitern, Bezahlung ortsüblich. 
  • Alle Projekte in Afghanistan werden ohne „Ausländer“, sondern ausschließlich von Afghanen betrieben Motto: „Hilfe zur Selbsthilfe“. 
  • Verzicht auf „Schutz“ durch ausländisches Militär. 
  • Verzicht auf bezahlte PR und „Bettelbriefe“. 
  • Seit September 2001 > 3.000 Vorträge in 9 Ländern, ca. 400.000 Zuhörer. Ca. 600 Vorträge an Schulen und Universitäten vor etwa 120.000 Schülern/Studierenden. 
  • • Seit 2002 zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, Presse- und TV-Dokumentationen. 
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