Pfarrer Kraus in den Ruhestand verabschiedet: Viel für die Gemeinde Großheubach getan

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Nach 42 Jahren Amtszeit nahm am Sonntag, 29. Mai 2016, Pfarrer Karl-Josef Kraus Abschied von der Gemeinde Großheubach und der Gemeinde Rüdenau. Um 14 Uhr fand in der Pfarrkirche Großheubach ein festlicher Gottesdienst statt, den der Gemischte Chor der Chorvereinigung musikalisch umrahmte. Anschließend ging es unter den Klängen der Blaskapellen Großheubach und Rüdenau, mit Fahnenabordnungen der Gemeinden und vielen Gläubigen in einer Kirchenparade zum Gemeinschaftshaus. Dort hatte Pfarrer Karl-Josef Kraus alle zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Der Musikverein Rüdenau und die Musikkapelle Großheubach unterhielten musikalisch die Gäste. Den feierlichen Rahmen nutzten die Bürgermeister der beiden Gemeinden Udo Käsmann (Rüdenau) und Günther Oettinger (Großheubach) sowie die Kindergarten- und Hortkinder mit ihren Erzieherinnen, Vertreter von Einrichtungen und Vereinen Pfarrer Kraus für sein Wirken in den Orten zu danken.

Die Pfarrgemeinde Großheubach vertrat Gernot Winter als Vorsitzender der Kolpingsfamilie. Er streifte noch einmal das Wirken von Pfarrer Karl-Josef Kraus. In knapp 42 Jahren habe sich einiges angesammelt, was nun zum Umzug in die Hand genommen, angeschaut und beurteilt werden muss – was kommt mit nach Erlenbach (dorthin wird Pfarrer Kraus umziehen) und was wird ausrangiert. Dieses Bild passe laut Gernot Winter ganz gut zum heutigen Tag: Als Pfarrer von Großheubach, als Präses der katholischen Verbände habe sich auch einiges angesammelt, was nun quasi in die Hand genommen, angeschaut und beurteilt werde – „was kommt ins Tröpfen und was kommt ins Kröpfchen?“

Zahlen und Fakten

Pfarrer Kraus habe in seiner Amtszeit knapp 1.300 Menschen – meist Kinder, aber auch einige Erwachsene – getauft; etwas mehr als 2.200 Kommunionkinder zur Erstkommunion geführt; knapp 500 Ehen von Großheubachern geschlossen; etwas über 1.600 Verstorbene beerdigt; etwa 11.500 Eucharistiefeiern mit der Gemeinde gefeiert.

Aspekt „Das gehört ins Töpfchen“

Ein Pfarrer sei Leiter, nämlich Leiter einer Pfarrei oder heutzutage einer Pfarreiengemeinschaft, so Winter. Dieser Leitungsdienst werde auch und gerade in der Liturgie von den Gläubigen wahrgenommen. „Die würdige Feier der Liturgie war Ihnen, lieber Pfarrer Kraus, ein großes Anliegen. Das hat man immer wieder gespürt. Wer ab und zu mal fremdgeht, also woanders Gottesdienste besucht, der weiß es zu schätzen, dass unser Pfarrer die drei Hauptgebete sowie die singbaren Teile des Hochgebets singt, was wesentlich feierlicher ist, als das manchmal woanders zu hörende, nur gesprochene Wort. Sie singen gut und Sie singen gern!“, betonte er. In der Feier der Liturgie sei aber auch das gesprochene Wort wichtig. „Ihre Predigten, werter Herr Pfarrer Kraus, werden geschätzt: Das Evangelium ins Heute zu übersetzen ist eine Kunst, die Sie beherrschen!“

Ein Pfarrer sei aber nicht nur Leiter sondern auch Begleiter, so Winter. Gerade als Präses der katholischen Verbände, aber auch in Gremien der Pfarrei musste er oft den Spagat zwischen „führen“ und „laufen lassen“ schaffen. Viele schätzten, dass von ihm nie ein generelles „Nein“ zu hören gab. Er habe auch den Mut aufgebracht, neue Wege zu gehen: Er initiierte einen Kreis von Wohnviertelhelferinnen, der Pfarrbriefe austrägt und teils Geburtstagsgratulationen übernimmt. Er beschloss einen zweiten Katholischen Kindergarten mitzutragen. Er fand Teams, die als Laien die Taufvorbereitung übernahmen. Er erlaubte jungen Christen, eigenverantwortlich Gottesdienste vorzubereiten und diese auch (mit Pfarrer) in der Pfarrkirche mit als Jugendgottesdienst oder auch als Taizè-Gebet ohne Pfarrer als Vorsteher zu feiern. Die Ministranten durften ihre Dienste eigenständig organisieren.

Pfarrer Kraus habe aber auch bei den Vorbereitungsarbeiten – im Blaumann - für den Kindergarten St. Elisabeth mitgeholfen. „Die Art und Weise, wie Sie uns begleitet haben, würde ich also auch ins Töpfchen sortieren!“ betonte Winter. „Danke für all Ihre Arbeit, Danke für all Ihre Sorge und Mühe, Danke für all Ihr Engagement für uns und mit uns aber auch Danke für all die geselligen Stunden mit Ihnen. Wir wünschen Ihnen für Ihren Ruhestand alles Gute und Gottes reichsten Segen für Ihren weiteren Lebensweg“.

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Autor:

Susanne Flicker aus Großheubach

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