Kunst ist vielfältig – Kleine Künstlerinnen und Künstler der Grund- und Mittelschule Großheubach präsentierten ihre Werke

  „Wir sind stolz, den Titel 'Kunstgrundschule' im Bezirk Unterfranken tragen zu dürfen“, so Bürgermeister Günther Oettinger bei der Eröffnung der Vernissage der Grund- und Mittelschule Großheubach am Freitag, 29. Juni 2018 im Schulhof. Das habe man vor allem Kunsttherapeutin Christiane Leuner zu verdanken, die das Projekt leite. Bürgermeister Oettinger konnte neben den den vielen Besuchern der Vernissage auch zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik sowie die Künstlerinnen, die die Workshops leiteten, begrüßen.
Man lese immer, wie wichtig die musische Erziehung sei - genauso wichtig wie das Erlernen der Sprache, der Schrift und des Rechnens, aber es sei für das spätere Leben der Kinder auch wichtig, dass sie durch das Experimentieren mit Farben Zusammenhänge erkennen können, so Oettinger. Dies alles werde hier an der Grundschule vermittelt, betonte er, und er hoffe, dass man noch lange das Prädikat „Kunstgrundschule“ halten könne. Er dankte allen, die sich um die künstlerische Ausbildung der Kinder kümmern.
Rektor Robert Magenheim wies darauf hin, wie viel Freude die Kunstaktionen den Kindern gemacht haben. Er stellte die Workshopleiterinnen namentlich vor und bedankte sich auch bei den Unterstützern - dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst, der LJKE Bayern, dem Landratsamt Miltenberg – Kunstnetz, dem Bezirk Unterfranken sowie der Gemeinde Großheubach - ohne die dieses Projekt nicht zustande kommen würde.

Anschließend sprachen Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel und Landrat Jens Marco Scherf Grußworte.

Kunsttherapeutin Christiane Leuner freute sich, die künstlerischen Ergebnisse des bereits 4. Kunstgrundschuljahres präsentieren zu können. Alle Projektleiterinnen seien von dem Engagement der Schülerinnen und Schüler begeistert gewesen.
Die aktive Begegnung und Erfahrung mit Kunst sollte für alle Kinder möglich sein, so Frau Leuner. Durch die Workshops werden auch Kinder, die nicht gerne malen, an die Kunst herangeführt. Die Kinder lernen neue Materialien und Techniken kennen und haben die Möglichkeit, frei und experimentierend mit Kunst umzugehen. Sie finden durch die kreative Umsetzung ihrer Ideen zu mehr Selbstvertrauen und wachsen mit der Kunst oftmals über sich hinaus. In den Workshops erfahren die Kinder auch mehr über Künstler und alte Handwerkstechniken.

Christiane Leuner bat die Workshopleiterinnen nach vorne und ging nochmal auf die einzelnen Projekte ein: Margarete Bernhard, Keramikerin, arbeitete mit einer 2. Klasse mit Ton. Es entstanden witzige Tonfiguren, die nun in der Aula im ersten Stock die Wand hochklettern. Elke Fieger, Theaterpädagogin, bot einen Schattenspielworkshop für die 3. Klassen an. Diesen konnten die Gäste während des Schulfestes besuchen. Christine Hartlaub, Korbmachermeisterin, baute mit einer ersten Klasse zwei lebensgroße Weidenfiguren. Künstlerin Barbara Klietsch hatte einen Druckworkshop mit einer 1. Klasse gehalten. Künstlerin Margarete Sondel leitete einen Aquarellworkshop in einer 3. Klasse. Künstlerin Sandra Wörner bot den Workshop Linolschnitt und Druck in der 4. Klasse an. Der Acrylkurs der Fantasievögel auf Leinwand wurde von ihr selbst – Christiane Leuner - in der 2. Klasse durchgeführt. „Die Vögel“, so Frau Leuner, „haben schon einen Ausflug zum Jugendkulturpreis hinter sich gebracht.“ Der experimentelle und abstrakte Acrylworkshop wurde ebenfalls von ihr durchgeführt.

Frau Leuner lobte die Kinder: „Ihr habt super mitgearbeitet, wart immer voll dabei und eure Werke sind allesamt wunderbar geworden.“ Sie gab bekannt, dass die Fortführung des Projektes bereits bewilligt sei.

Die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Kunstklassen stellten anschließend ihre Kunstwerke selbst vor und bedankten sich noch mal bei den Workshopleiterinnen für die schönen Stunden. Die Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler konnten dann im Schulhaus verteilt während des Schulfestes bewundert werden.

In diesem feierlichen Rahmen wurde auch der KNK - Kompetenznachweis Kultur an fünf Jugendliche der Mittelschule Großheubach verliehen. Es ist ein Jahreskurs für Jugendliche, die in wöchentlichen Treffen Teamarbeit, Durchhaltevermögen, Genauigkeit und weitere Schlüsselqualifikationen trainieren. Das Kompetenztraining für den Kompetenznachweis Kultur wurde im Projekt „Strom- und Verteilerkästen in Großheubach gestalten“ durchgeführt. 10 Schülerinnen und Schüler hätten zu Beginn daran teilgenommen, so Frau Leuner. Fünf bewiesen das nötige Durchhaltevermögen und haben den Kompetenznachweis verdient. Bemalt wurden bereits die Stromkästen in der Kilianstraße und im Frankenring. Demnächst kommt noch der Stromkasten am Kreisel Langgasse/Beim Trieb dazu. Den Kompetenznachweis erhielten: Valentina Ruggieri, Melissa Ammersbach, Kira Hierling (10. Klasse), Lavprett Ghotra und Royda Mhozada (7. Klasse).

Die Vernissage wurde von der Flötengruppe der Grund- und Mittelschule Großheubach musikalisch umrahmt. Die Schülerinnen und Schüler schlossen den Festakt mit einem gemeinsamen Lied, choreografisch unterlegt.
Nach der Vernissage waren dann alle zum Schulfest eingeladen, das mit Tanzvorführungen der einzelnen Schulklassen eröffnet wurde.
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