Rassistischer Übergriff:
Schweinekopf vor Kleiderfabrik platziert.

Aus Protest gegen sein abgelehntes Bauvorhaben hängte ein Investor an einer von ihm erworbenen Kleiderfabrik in Großwallstadt einige Türkeifahnen auf. Nun eskalierte die Situation als ein aufgespießter Schweinekopf vor dem Gebäude platziert wurde.

Der Großwallstädter LINKE-Kreisrat, Vorsitzende der LINKEN Aschaffenburg und Bayerischer Untermain und Direktkandidat der LINKEN im Wahlkreis 249 Main-Spessart, Andreas Adrian zeigt sich bestürzt:
„Dass so etwas in meinem Heimatort passiert macht mich fassungslos! Ich hätte es nicht für möglich gehalten dass so etwas abscheuliches bei uns passiert! Gleichzeitig hört man bereits erste stimmen die von einer Provokation seitens des Investors sprechen und dass er sich ja nicht zu wundern brauche. Ich schäme mich für die, die nun versuchen eine so abscheuliche Tat zu rechtfertigen! Es wird hier ein Mensch aus unserer Region, der hier lebt und ein soziales Bauprojekt in Form eines Seniorenwohnheims voran bringen möchte, auf die schlimmste Weise diskriminiert! Ich finde ehrlich gesagt keine passenden Worte um meine Abscheu vor dieser Tat zum Ausdruck zu bringen! Umso wichtiger ist es jetzt nicht in Resignation zu verfallen. Bereits im Dezember habe ich einen Antrag im Kreistag gestellt um eine Online-Meldestelle für betroffene von Rassismus und Extremismus einzurichten auf deren Grundlage man weitergehende Präventionsmaßnahmen planen könnte. Behandelt wurde der Antrag bislang zwar nicht aber es wäre ein richtiger Schritt um ein Zeichen gegen rassistische Übergriffe zu setzen! Zudem rufe ich zum Protest gegen rassistische Übergriffe in unserer Region auf! Wir sollten alle ein Zeichen gegen Rassismus und Intoleranz setzen und uns solidarisch an die Seite des Opfers stellen! Bedingungslos! Zudem fordere ich die Gemeinde Großwallstadt auf, sich gegen solche rassistischen Übergriffe auszusprechen und sich mit dem Opfer zu solidarisieren! Denn gerade der hat mit vergangenen Entscheidungen wie der Aufrechterhaltung des Burkini Verbots missverständliche Signale ausgesendet!“

Es laufen bereits erste Ermittlungen zu dem Fall. Aufgrund der Annahme, dass es sich hierbei um eine politisch motivierte Straftat handelt, ermittelt die Kripo Aschaffenburg.

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