SPD Kreisverband mahnt zu Handlungen statt warmer Worte in Sachen Kinderärzte

Es fehlen Kinderärzte im Kreis Miltenberg. (Foto: pixabay.com)
Großwallstadt: Gaststätte Bayerischer Hof | Bei einem Treffen von SPD-Kreisvorstandsmitgliedern in Großwallstadt zeigte sich der Juso-Kreisvorsitzende Jörg Pischinger (Großwallstadt) erfreut, dass das Thema Kinderärzte im Landkreis Miltenberg in den letzten Tagen wieder verstärkt aufgegriffen wurde.
Er fasste zusammen: »Der Elsenfelder Kinderarzt Adam Fersch wäre bereit, seine halbe Stelle auf eine Ganze zu erhöhen.« Die KVB (Kassenärztliche Vereinigung Bayerns) habe dies jedoch abgelehnt. »Ende letzten Jahres ist dann auf Betreiben der CSU eine unwirksame Telefonhotline eingerichtet worden, um das Thema auszusitzen und die Gemüter kurzfristig zu beschwichtigen«, so seine Einschätzung.
Die SPD-Kreisvorsitzende Helga Raab-Wasse und Bezirkstagskandidatin im Wahlkreis Miltenberg (Erlenbach) erinnerte, dass der SPD – Kreisverband auf Initiative Pischingers in kurzer Zeit über 1.500 Unterschriften für eine weitere Vollzeitstelle gesammelt und so den öffentlichen Druck erhöht hatte.Wie es in der SPD-Pressemitteilung heißt, seien alle Beteiligten (auch die KVB!) sich einig, dass die aktuelle Bedarfsplanung veraltet sei und nicht mehr der Realität entspreche. »Die neuen Berechnungen sollten Anfang des Jahres kommen, wurden nun aber um ein ganzes Jahr verschoben«, kritisierte Pischinger
„Statt sich darauf auszuruhen und noch ein Jahr abzuwarten, muss die KVB nun aktiv werden und zumindest eine zusätzliche halbe Stelle zulassen“, forderte der Juso-Kreisvorsitzende, der auch Landtagskandidat für den Kreis Miltenberg ist. „Es kann nicht sein, dass man alle Augen vor diesem offensichtlichen Problem verschließt. Und was passiert in einem Jahr, wenn die Zahlen wieder nicht vorliegen?“
Helga Raab-Wasse, stellte klar: „Die Familien in Miltenberg haben ein Anrecht auf eine gute Gesundheitsversorgung. Gerade bei uns im ländlichen Raum sind die Probleme bei der Arztversorgung der nächsten Jahre schon lange abzusehen. Politik und KVB müssen nun handeln und sich nicht länger auf Zahlen ausruhen, die jeder Grundlage entbehren.“
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