„Benzinbettler“ springt auf Straße und hält Autos an

Pressebericht der PI Miltenberg vom 13.07.2017

Kirchzell-Buch
Wieder sind im Landkreis Benzinbettler unterwegs, welche eine Notsituation vortäuschen, um Geld oder Benzin zu erbetteln. Nur diesmal etwas dreister.
Am Mittwoch gegen 12.00 Uhr befuhr eine Autofahrerin die MIL 42 zwischen Buch und Mudau. Auf Höhe Abzweigung Preunschen sprang plötzlich ein Mann auf die Fahrbahn und bremste die Fahrerin aus, um im Anschluss Diesel zu erbetteln. Nur kurze Zeit zuvor hatte der Mann ebenfalls einen Autofahrer mit der gleichen Masche angehalten, um 20 Euro zu erbetteln.
Die verständigten Beamten konnten den Fahrer mitsamt seiner Frau und zwei Kindern im Verlauf der Fahndung antreffen. Es lag keine Notsituation vor. Allerdings musste die von dem 43-jährigen Rumänen begangene Straftat, nämlich eine Nötigung im Straßenverkehr durch das aggressive Anhalten, geahndet werden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 150 Euro einbehalten. Zudem wurde in dem von der rumänischen Familie mitgeführten Pkw minderwertiger Schmuck aufgefunden, welcher im Rahmen ihrer Bettelei ebenfalls an den Mann gebracht werden sollte. Dieser enorm minderwertige Schmuck wurde sichergestellt.
Nach erfolgten polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann wieder entlassen.

Hier möchte die Polizei abermals darauf hinweisen, dass die Masche immer dieselbe ist: Überwiegend osteuropäische Staatsangehörige stehen am Straßenrand, halten andere Fahrzeuglenker mit Handzeichen an und täuschen verschiedene „Notsituationen“ wie z.B. Spritmangel, Mittellosigkeit etc. vor. So wird Geld erbettelt und im gleichen Atemzug auch minderwertiger Schmuck zu arg überteuerten Preisen angeboten.
Wie die Kontrolle zeigte lag keine Notsituation vor, auch Bargeld wurde ausreichend mitgeführt.

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