Ehemalige Auszubildende von Marktgemeinde Kleinheubach für besondere Leistungen geehrt
„Sie haben einen Meilenstein geschafft!“

Für besondere Leistungen bei der Berufsausbildung ehrte Bürgermeister Thomas Münig (rechts) Tobias Jäger, Amelie Krieg, Sina Dostal und Nico Köhler (von links). Es fehlt Louisa Kuhn.
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  • Für besondere Leistungen bei der Berufsausbildung ehrte Bürgermeister Thomas Münig (rechts) Tobias Jäger, Amelie Krieg, Sina Dostal und Nico Köhler (von links). Es fehlt Louisa Kuhn.
  • Foto: Andrea Kaller-Fichtmüller
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Am vergangenen Freitag fand im Hofgartensaal in Kleinheubach eine Ehrung von einzelnen Auszubildenden statt, die beim Abschluss ihrer Berufsausbildung besondere Leistungen gezeigt hatten. Bürgermeister Thomas Münig konnte dazu neben seinen beiden Stellvertretern Gerald Hornich und Thomas Bissert die ehemaligen Auszubildenden, deren Ausbilder und Firmeninhaber begrüßen.

Der Bürgermeister verband die Ehrung mit dem Motto, das unser aller Leben bestimmt: „Schaue nicht, was verhindert, sondern mache möglich, was möglich zu machen ist.“

Stolz auf Unternehmen

„Der Markt Kleinheubach ist stolz auf seine Unternehmen“, so Thomas Münig weiter. „Ihr seid mit die Aushängeschilder unserer Marktgemeinde. Von 2014 bis 2019 stieg die Zahl der Erwerbstätigen in Kleinheubach von 2400 auf 2847 Beschäftige; mittlerweile Platz 5 im Landkreis. Ein nahezu irrealer Wert bei aktuell 3761 Einwohnern. Der Anteil der Auszubildenden ist erfreulich hoch. So gab es im Jahr 2018 187 Auszubildende in Kleinheubach. Im gesamten Landkreis waren es 2018 1967 Auszubildende. Somit bilden wir in Kleinheubach 9,5% aller Auszubildenden im Landkreis aus. Die Firmen vernetzen sich untereinander, z.B. im Rahmen des Azubitages, um das Gemeinsame zu stärken. Wir seitens der Gemeinde bieten wiederum den Firmen sehr gute Möglichkeiten, sich zu entwickeln.“

„Mache möglich, was möglich zu machen ist.“

Dies sei eine Redewendung, die insbesondere im Moment viele betrifft, betonte der Bürgermeister. „Durch die Pandemie hat sich in unserer Lebenswelt vieles verändert. Im beruflichen Umfeld ist für einige die Situation mehr als anstrengend, da Geschäftsfelder entfallen sind, entfallen werden oder neu organisiert werden müssen. Andere merken keine Einbrüche oder sogar einen Anstieg. Für alle verändert hat sich auf jeden Fall die private Situation, der Umgang und die Begegnung mit der Familie, den Arbeitskollegen und Freunden. Hier ist jeder für sich sicherlich am Einordnen und versucht, möglich zu machen, was möglich zu machen ist. Euch allen wünsche ich immer den notwendigen Mut, auf die aktuelle Zeit zu reagieren und das Heft des Handelns in der Hand zu halten. Sich nicht einfach treiben zu lassen, sondern die Richtung selbst zu bestimmen ist wichtig. Sicherlich muss und darf hierfür auch der ein oder andere Umweg in Kauf genommen werden.“

Bildung – Voraussetzung für selbstbestimmtes Leben

„Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben“, konstatierte Thomas Münig im weiteren Verlauf. „In Deutschland haben wir ein System entwickelt, das ein Exportschlager ist: die duale Ausbildung in Schule und Betrieb. Für uns normal, in der Welt außergewöhnlich und für uns ein starker Wirtschaftsfaktor. Dieses System gilt es ständig zu stärken, damit wir auf der Höhe der Zeit bleiben. Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind die solide Basis jedes Unternehmens.“

Exzellenten Berufsabschluss erzielt

„Auf jeden Fall haben Sie, liebe Ex Auszubildende, schon einen Meilenstein - wie es heute so schön heißt - geschafft und einen exzellenten Berufsabschluss erzielt“, richtete das Gemeindeoberhaupt das Wort an die ehemaligen Auszubildenden. „Dies wiederum ist die Eintrittskarte in Ihre weitere berufliche Zukunft, wo immer diese Sie auch hinführen wird. Am besten ist es natürlich, wenn Sie Ihren Weg in Kleinheubach weitergehen. Wenn ich mich hier umblicke - und ich kenne viele der „älteren“ - so sehe ich Menschen, die mit ihrer Eintrittskarte in die berufliche Zukunft Großartiges geschafft und geschaffen haben. Sie haben es nicht versäumt, sich weiterzubilden, ihr Wissen zu teilen, denn Wissen vermehrt sich nur, wenn es geteilt wird. Meines Erachtens ist dies einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren von Teams / Firmen / Unternehmen für erfolgreiche Arbeit und Unternehmertum. In Kleinheubach gibt es hierzu nahezu unbegrenzte Möglichkeiten.“

Fünf ehemalige Auszubildende geehrt

Insgesamt fünf Auszubildende zeichnete Thomas Münig zum Abschluss der Feierstunde für besondere Leistungen im Rahmen ihrer Abschlussprüfung aus. „Alle Auszubildenden wurden in Arbeitsverhältnisse übernommen bzw. machen z.T. in den Ausbildungsbetrieben jetzt eine Weiterbildung. Dieser Weg der Weiterbildung - des Studiums - ist eine große Bereicherung für Sie und Ihre Unternehmen und bildet eine Säule für den weiteren Erfolg. Zurück zum Möglichmachen. Zum Teil ist schon ein Jahr vergangen, seit Sie Ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Jetzt machen wir es möglich, dass eine Ehrung im Namen des Marktes Kleinheubach stattfindet; in kleinem Rahmen, jedoch nicht weniger respekt- und anerkennungsvoll.“

Folgende ehemalige Auszubildende wurden jeweils mit einem Sachpreis und einem Gutschein ausgezeichnet:

Amelie Krieg und Bürgermeister Thomas Münig.

Amelie Krieg
Amelie Krieg hat ihre Gesellenprüfung als Konditorin bei der Patisserie Walter GmbH mit der Note 1,5 bestanden und im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks den 1. Kammersieg auf Unterfränkischer Ebene erreicht. Frau Krieg und macht seit Oktober ein duales Studium BWL-Food Management in Kooperation mit der Dualen Hochschule Heilbronn.
Mitteilung durch Valerie Oberdorfer: „Frau Amelie Krieg war während ihrer gesamten Ausbildungszeit immer vorbildlich interessiert und engagiert und brachte sich bei betrieblichen Lehrlingsunterweisungen immer als eine der ersten und mit stets guten Beiträgen ein. Des Weiteren unterstützte sie uns bei der Organisation unseres Messestands auf dem Berufswegekompass in Bürgstadt. Durch ihre Entscheidung für eine Weiterbildung in Form des dualen Studiums BWL Food-Management in unserem Unternehmen zeigt sich ihre große Lernbereitschaft, ihr Wissen zu vertiefen und zu erweitern. Wir freuen uns, dass sie uns erneut das Vertrauen schenkt, sie auf diesem Weg zu begleiten.“

Sina Dostal und Bürgermeister Thomas Münig.

Sina Dostal
Sina Dostal hat bei der Firma Josera Erbacher Service GmbH & Co. KG ihre Ausbildung zur Industriekauffrau mit der Note 1,1 beendet.
Mitteilung durch Antonia Häfner: „Frau Dostal, kam nach ihrem Abitur zu uns und hat sich von Anfang an sehr für das Unternehmen und die verschiedenen Bereiche interessiert. Besonders lag ihr der Export-Bereich, wo sie letztendlich auch ihre Abschlussprüfung schrieb und übernommen wurde. Sie zieht auch in Erwägung, in nächster Zeit eine Weiterbildung zum Industriefachwirt zu machen.“

Louisa Kuhn
Ebenfalls bei der Firma Josera Erbacher Service GmbH & Co. KG hat Louisa Kuhn, die leider verhindert war, ihre Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert. Sie erhielt im Abschlusszeugnis die Note 1,2.
Mitteilung durch Antonia Häfner: „Frau Kuhn war von Anfang an immer an den verschiedenen Abläufen und Bereichen interessiert. Sie hat sich zum Ende ihrer Ausbildung entschieden, im Bereich Faktura zu bleiben. Dort arbeitet sie unter anderem sehr intensiv am Ausbau unseres SAP Systems mit.“
„Die schulischen Leistungen waren von beiden von Beginn an der Ausbildung immer top!“, bescheinigte Antonia Häfner beiden ehemaligen Auszubildenden.

Nico Köhler und Bürgermeister Thomas Münig.

Nico Köhler
Nico Köhler hat den Beruf des Elektronikers, Fachrichtung Gebäude- und Energietechnik bei der Firma Wirl Elektrotechnik GmbH gelernt. Er erreichte im Abschlusszeugnis einen Notendurchschnitt von 1,1.
Mitteilung durch Kim Weimer: „Herr Nico Köhler war ein sehr zuverlässiger und fleißiger Auszubildender, der seine Ausbildung von Anfang an stets mit großem Engagement und Interesse betrieb. Mit seinen Leistungen und seiner Einsatzbereitschaft waren wir stets sehr zufrieden. Nach Beendigung seiner Ausbildung haben wir Herrn Köhler gerne in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen und freuen uns weiterhin auf eine gute und noch lange währende Zusammenarbeit.“

Tobias Jäger und Bürgermeister Thomas Münig.

Tobias Jäger
Die Traumnote von 1,0 schaffte Tobias Jäger beim Berufsabschluss als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Er hatte seine Ausbildung bei der Firma Jäger - Kaufmann GmbH absolviert.
Mitteilung durch Ronald Jäger über Frau Mechler: „Tobias Jäger hat nach seiner nur 2,5 jährigen Ausbildung als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik seinen Berufsschulabschluss mit 1,0 absolviert. Dieser außergewöhnliche Abschluss wurde mit dem Bayerischen Staatspreis für hervorragende Leistungen geehrt. Schon kurz nach den Anfängen seiner Ausbildung kristallisierte sich sein großes Interesse am Handwerk, aber auch im kaufmännischen Bereich seiner Ausbildung heraus. Er eignete sich innerhalb kürzester Zeit ein fundiertes technisches Fachwissen im Bereich Normung, Arbeitsabläufe oder den immer digitaler und komplexer werdenden Heizungssystemen an. Auch im kaufmännischen Bereich wurde er durch seine effizienten Vorschläge, z. B. bei Arbeitsabläufen oder der Digitalisierung, zu einer starken Stütze, dessen Wissen weit über das eines Auszubildenden hinaus reichte. Durch sein Engagement im praktischen, kaufmännischen und schulischen Bereich konnte er die Ausbildung um ein Jahr verkürzen. Die Firma Jäger & Kaufmann ist stolz auf einen solchen engagierten Mitarbeiter, der in kürzester Zeit zu einer wichtigen Stütze im Unternehmen wurde!“

„Finden Sie Ihren Weg!“

„Macht was draus! Vieles ist möglich und nicht alle Wege führen geradewegs zum Ziel. Finden Sie Ihren Weg!“, gab er den Geehrten mit auf den Weg. „Ihnen, den Ausbildern, ein herzliches Dankeschön für Ihr Wirken in der Ausbildung. Der Berufsalltag hat für Sie sicher so manche Überraschung parat und nicht alle Auszubildenden sind so motiviert wie die Anwesenden. Und Sie, lebe Unternehmer, Sie sind es gewohnt, möglich zu machen, was möglich zu machen ist. Verlieren Sie nicht den Mut, wenn es wieder einmal notwendig ist, eine extra Runde zu drehen. Bleiben Sie weiter auf Ihrem Erfolgskurs. Herzlichen Dank heute insbesondere für die Möglichkeit der Ausbildung in Ihren Betrieben. Kommen Sie alle gut durch diese unbeständige Zeit! Ich wünsche mir, dass wir nächstes Jahr wieder Auszubildende Ihres Unternehmens für besonders gute Leistungen ehren können.“

Ganz zum Schluss sagte Bürgermeister „Danke“ an alle, die diese Veranstaltung heute möglich gemacht hatten. Dem Marktgemeinderat und den Mitarbeitern des Marktes bzw. der Verwaltungsgemeinschaft Kleinheubach. „Vielen Dank und eine gute Zeit.“

Autor:

Andrea Kaller-Fichtmüller aus Miltenberg

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