Wurfscheibenreste geborgen und entsorgt

Bei der freiwilligen Beräumung im Wald rund um die BJV-Wurfscheiben-Schießanlage Mainbullau sind im September 2020 2,16 Tonnen eines Waldboden-Wurfscheiben-Gemischs angefallen, beantwortete Landrat Jens Marco Scherf eine Frage von Kreisrat Hans-Jürgen Fahn im Ausschuss für Energie, Natur-und Umweltschutz. Bei der Aktion, die mit Hilfe des BJV, Mitarbeiter*innen des Landratsamts, Landrat Jens Marco Scherf und der Fürstlich Leiningenschen Verwaltung stattfand, war das zutage geförderte Material vor Ort in einem Abrollcontainer zwischengelagert worden, bis es beprobt wurde. Dabei seien Anteile polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe zwischen 1500 und 6000 Milligramm je Kilogramm festgestellt worden. Ein Entsorgungsnachweis sei erstellt worden, das Material sei über die Sonderabfallentsorgung Bayern GmbH allgemeinwohl verträglich entsorgt worden. Den Landkreis habe die Aktion 3.003 Euro gekostet, so der Landrat.
Im Vorfeld der Aktion sei recherchiert worden, wer der Verursacher der Verunreinigung ist. Dieser Nachweis sei aber nicht gelungen, so dass der Landkreis die Kosten getragen habe. Eine weitere Beräumung sei zurzeit nicht geplant, so der Landrat.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab Ruth Heim, Leiterin der Kommunalen Abfallwirtschaft, mehrere Vergaben bekannt. So folgte der Kreistag der Empfehlung des Ausschusses, den Müllferntransport zum Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt nach europaweiter Ausschreibung vom 1. Juni 2021 bis31. Dezember 2023 an die Firma Knettenbrech & Gurdulic Logistik (Wiesbaden) zu vergeben.
Den Diesel für die Kreismülldeponie Guggenberg und die Müllumladestation Erlenbach liefert nach öffentlicher Ausschreibung erneut die BayWa Würzburg; dabei handelt es sich für den Zeitraum vom 1. April 2021 bis 31. März 2022 um bis zu 125.000 Liter.
Den Vertrag mit der Energieversorgung Lohr-Karlstadt und Umgebungüber Ökostrombezug für die Abfallwirtschaftsanlagen des Landkreises hat der Landkreis nicht gekündigt. Damit verlängert der Vertrag sich zu gleichbleibenden Konditionen bis Ende 2022. Wie Heim weiter sagte, werde die Abfall-App des Landkreises Miltenberg von bislang 5.000 Menschen genutzt, sie hoffe aber auf weiter steigende Zahlen. Sie warb auch dafür, die Funktionen Verleihen/Reparieren, die sich unter dem Punkt „Verschenkmarkt“ befinden, mehr zu nutzen.

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