Landkreis Miltenberg: Linienbündel starten am 1. Januar mit neuem Betreiber Gute Reise Hauck

In einem von insgesamt fünf neuen Kleinbussen machen es sich (von links) Hauck-Geschäftsführer Michael Bader, Betriebsleiter Armin Löber und Landrat Jens Marco Scherf bequem.
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  • In einem von insgesamt fünf neuen Kleinbussen machen es sich (von links) Hauck-Geschäftsführer Michael Bader, Betriebsleiter Armin Löber und Landrat Jens Marco Scherf bequem.
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Am 1. Januar 2021 wird das Unternehmen Gute Reise Hauck den öffentlichen Personennahverkehr auf den Linienbündeln „Regiobus Miltenberg“ und „Elsavatal“ übernehmen. Laut Geschäftsführer Michael Bader laufen die Vorbereitungen nach Plan und er freut sich, dass er nach der gewonnenen Ausschreibung mit den heimischen traditionsreichen Familienunternehmen Zimlich-Reisen (Elsenfeld-Rück/Schippach), Auro-Reisen (Faulbach) und Wolz-Reisen (Röllbach) kompetente Partner aus dem Landkreis Miltenberg gewonnen hat.

Landrat Jens Marco Scherf überzeugte sich gemeinsam mit dem Nahverkehrsbeauftragen Karl-Heinz Betz nicht nur vom notwendigen neuen Betriebshof im Elsenfelder Ortsteil Rück. Gute Reise Hauck hat das Gelände im Elsenfelder Ortsteil mit Abstellfläche, Werkstatt, Bürofläche und Raum für ein großes Reisebüro von Busunternehmer Zimlich gepachtet, der bereits seit 60 Jahren im Landkreis Miltenberg aktiv ist. Der Elsenfelder Ortsteil ist damit der Gewerbestandort des Unternehmens Gute Reise Hauck im Landkreis Miltenberg. Darüber hinaus hat Gute Reise Hauck das Personal (elf Busfahrer) und den Fuhrpark von Roland Zimlich übernommen und mit den Firmen Auro-Reisen (Faulbach) und Wolz-Reisen (Röllbach) Subunternehmerverträge geschlossen. Der Fahrerstamm sei mit 26 Leuten komplett, vermeldete Betriebsleiter Armin Löber (Faulbach), sie kommen allesamt aus Orten des Landkreises Miltenberg und verfügen über ausgezeichnete Ortskenntnisse. Damit wischt Geschäftsführer Bader vereinzelte Bedenken vom Tisch, die Fahrer würden künftig alle von außerhalb kommen. Vielmehr sei auch der Betriebsleiter Armin Löber ein Gewächs des Landkreises Miltenberg und beruflich ein Rückkehrer in die Heimat.

Der Betriebshof bietet im Kreuzfeldring 2 in Rück laut Bader nicht nur perfekte Bedingungen für Pflege und Unterhalt der Busflotte, der Endkunde findet zudem ein großes Büro vor, in dem Kundinnen und Kunden informiert werden, Fahrscheine kaufen Reisen buchen und verlorene Gegenstände abholen können. Die Kundinnen und Kunden könnten sich neben der bewährten Busflotte auf mehrere neue Busse freuen, kündigte Bader an: Sechs nagelneue große Busse würden gerade im Betriebshof im mittelfränkischen Westheim beklebt und in Kürze zugelassen, dazu kommen fünf neue Kleinbusse. „Alle Busse entsprechen dem neuesten Stand der Technik“, ergänzt Betriebsleiter Armin Löber, sie seien spritsparender, entsprächen der EURO-6-Norm und könnten bei Bedarf sogar mit USB-Ladebuchsen für die Kundschaft nachgerüstet werden. Die Busse sind zudem mit einer Software versehen, die über die DB-App die Live-Daten der Busse zeigt, freut sich Landrat Jens Marco Scherf.

Ihm und auch dem Hauck-Geschäftsführer liegt die Einführung des Rufbus-Systems am Herzen. Mit diesem System soll nicht nur vor allem in nachfrageschwachen Zeiten wie etwa am Wochenende und in den Abendstunden der Verkehr wirtschaftlicher und dauerhaft leistungsfähiger gemacht werden, so Landrat Scherf: „Mit einem funktionierenden Rufbus-System können wir mittelfristig zusätzliche Angebote gerade in den Seitentälern und Höhenorten des Landkreises anbieten und so mehr Fahrgäste in die Busse gebracht werden. Als Landkreis mit fast 80 Orts-und Siedlungsteilen brauchen wir flexiblere Angebote, um das ÖPNV-Angebot gerade in der Fläche weiter ausbauen zu können“, erklärte Landrat Scherf die langfristig angelegte ÖPNV-Strategie des Landkreises Miltenberg. Die Wochen im Januar werde man dazu nutzen, die Fahrgäste über das neue Rufbus-System am Wochenende und in den Abendstunden gut zu informieren, erklärte der Landrat.

Im Unternehmen Gute Reise Hauck hat der Landkreis einen Partner gefunden, der in Sachen Rufbus in Mittelfranken Pionierarbeit geleistet hat. „Dort funktioniert das System sehr gut“, versichert Michael Bader und verweist auf eine Gewinnsituation für beide Seiten: Die Kundschaft kann flexibel auch in Randzeiten den Bus nutzen, für das Busunternehmen ist das System wirtschaftlich sinnvoll. Wie das Rufbus-System zum Erfolg wird, erklärt Bader: „Einfach anrufen und den Bus bestellen. Wir werden im Januar unsere Fahrgäste über das neue Angebot informieren!“

Große Potentiale sehen die Unternehmen und Landrat Jens Marco Scherf gerade bei den Routen sowohl im Maintal aus auch durch die Seitentäler: Gemeinsam mit den Tourismusverbänden könne man bestimmte Routen bewerben, die mit Bus und Bahn zu erreichen sind, so zum Beispiel der Spessartweg, der von Wildensee bis Stadtprozelten eine attraktive Wanderung ermöglicht und mit Bus und Bahn gut erreicht werden kann. Mit den im Landkreis Miltenberg ansässigen innovativen Unternehmen werde man in Zukunft in Sachen ÖPNV noch einiges erreichen, blickt Landrat Scherf zuversichtlich in die Zukunft.

Diese wird im Jahr 2021 auch durch die Einführung des digitalen Fahrkartenkaufs über die DB-App sowie durch die Gründung der AMINA Aschaffenburg Miltenberg Nahverkehrsgesellschaft der Landkreise Miltenberg und Aschaffenburg mit den Städten Alzenau und Aschaffenburg neue Impulse ermöglichen.

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