Jobcenter und Jugendamt der Stadt Aschaffenburg starten Projekt zur Stärkung von Familien

Sie wollen Familien in schwierigem Umfeld helfen: Christian Wolf, Geschäftsführer des Jobcenters Stadt Aschaffenburg, Familienberaterin Cathrin Hald, Bürgermeisterin Jessica Euler und Jugendamtsleiter Adam Mantel.
Aschaffenburg: Jobcenter Stadt Aschaffenburg | Am 1.9.2017 starten Jobcenter Stadt Aschaffenburg und Jugendamt das Projekt AB-CURA zur Stärkung der beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabechancen von Erziehenden und Kindern. Cura kommt aus dem lateinischen und hat mehrere Bedeutungen. Heute wird damit meist Pflege gemeint, bei den alten Römern bedeutete es in erster Linie Sorge, Fürsorge und Interesse. Jobcenter und Jugendamt wollen sich in dem Projekt AB-CURA gemeinsam um die beruflichen und gesellschaftlichen Chancen von Eltern und Kindern in schwierigen Umfeldern „sorgen“. Die bayerische Staatsregierung fördert mit CURA das „Coaching von Familien zur Bekämpfung urbaner Arbeitslosigkeit“ mit Hilfe des europäischen Sozialfond (ESF).


Der Geschäftsführer des Jobcenters, Christian Wolf, und der Leiter des Jugendamtes, Adam Mantel, haben die Chancen eines solchen Projektes erkannt und unter Beteiligung der Bürgermeisterin und Sozialreferentin Jessica Euler die konkreten Möglichkeiten in Aschaffenburg besprochen. „Wir haben in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen und Erfolge mit Projekten zur gezielten Betreuung von Alleinerziehenden auf dem Weg zur beruflichen Integration gemacht“, so erinnert Christian Wolf an das mehrere Jahre laufende Projekt AMIGA. Auch aktuell laufen geförderte Coaching-Projekte zur langfristigen Integration von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt.

„Die Stärkung der psychischen Stabilität und Belastbarkeit der Eltern oder Alleinerziehenden im gesamten Integrationsprozess ist von zentraler Bedeutung“, so Adam Mantel. „Dabei muss das Anliegen der Eltern, dass ihre Kinder gut versorgt sein müssen, damit Erwerbstätigkeit unbelastet angestrebt werden kann, berücksichtigt werden“.

Bürgermeisterin Jessica Euler beschreibt: „ Die Besonderheit von AB-CURA ist die kooperative Integrationsplanung durch Jobcenter und Jugendamt. In gemeinsamen Fallkonferenzen werden Unterstützungsangebote für die Familie herausgearbeitet, die der facettenreichen Lebenssituation der Familien entsprechen und perspektivisch auf das Erwerbsleben hinführen.“

„Langzeitarbeitslose benötigen eine besonders intensive und ganz individuelle Unterstützung. Nur die Betroffenen selbst zu coachen, reicht dabei oft nicht aus. Deshalb holen wir mit unserem neuen Konzept CURA die gesamte Familie und die Jugendämter mit ins Boot. Wenn wir uns intensiv um die ganze Familie kümmern und auch den Kindern Perspektiven ermöglichen, erreichen wir größere und nachhaltigere Erfolge. Dies zeigten uns die Modellprojekte ‚Perspektiven für Familien‘ in Nürnberg und ‚Tandem‘ in Fürth. Ich freue mich, dass CURA nun auch in Aschaffenburg an den Start geht und wir das Projekt mit 71.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds unterstützen können“, so Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller.

Die Teilnahme an dem Projekt ist für die Familien freiwillig – Informationen tauschen Jobcenter und Jugendamt nur mit Zustimmung der Betroffenen aus. Im Jobcenter wird für dieses Projekt Cathrin Hald als Familienberaterin und Coach eingesetzt. „Ich freue mich auf diese Aufgabe. Ich kann mich intensiv um 40 Familien kümmern. Nach Analyse der jeweiligen Situation kann ich in vertieften Beratungen die bedarfsabhängigen Unterstützungen identifizieren und in die Wege leiten. Als Familienberaterin leiste ich diese Unterstützungen nicht selbst, sondern organisiere die beruflichen und familienunterstützenden Hilfen und knüpfe das erforderliche individuelle Netzwerk“.

Interessierte Familien können sich an Ihre individuell zuständigen Ansprechpartner-innen oder Ansprechpartner im Jobcenter Stadt Aschaffenburg oder an das Jugendamt der Stadt Aschaffenburg (Telefon 06021-3301324) wenden.
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