Auch Berufe außerhalb der geschlechtstypischen Norm in Betracht ziehen

Jugendliche sollten bei ihrer Berufswahl auch Berufe außerhalb der geschlechtstypischen Norm in die Auswahl mit einbeziehen, finden Simon Schuster und Sabine Farrenkopf – hier bei einer Veranstaltung in der Mittelschule Bürgstadt.
Eine Veranstaltung zur Berufsorientierung der etwas anderen Art fand am vergangenen Freitag in der Mittelschule Bürgstadt statt. Dabei ging es um die geschlechtsneutrale Berufsorientierung – Rollen also, die nicht unbedingt ins gängige Bild von Berufen passen.

Simon Schuster (Kommunale und Präventive Jugendarbeit) und Sabine Farrenkopf (Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Miltenberg) erklärten in den 7. und 8. Klassen das Kooperationsprojekt „Rollen aus dem Bild – Sei kein Klischee“, das jungen Menschen berufliche Möglichkeiten jenseits der Geschlechterklischees aufzeigen will. Sie führten kurz in das Thema ein, bevor sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Film „…einfach ausprobieren!“ anschauten.

Die Filmdokumentation entstand als Projekt des Girls´-Day-Filmteams Augsburg und der Medienstelle Augsburg des JFF (MSA). Sie zeigt junge Männer und Frauen, die sich für sogenannte untypische Berufe entschieden haben. Da wäre zum Beispiel Vanessa, die sich für eine Ausbildung zur Lkw-Fahrerin entschieden hat. Oder der 14-jährige Cemilcan, der eine Ausbildung zum zahnmedizinischen Fachangestellten absolviert. Julia behauptet sich in ihrer Lehre zur Kfz-Mechatronikerin unter den männlichen Kollegen, Marc hat seinen Traumberuf in der Altenpflege gefunden.

Die Berufswahl von Mädchen und Jungen beschränkt sich mehrheitlich nach wie vor auf jeweils fünf Berufe. Bei den Jungen sind dies Kraftfahrzeugmechaniker, Industriemechaniker, Kaufmann im Einzelhandel, Elektroniker sowie Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Mädchen entscheiden sich mehrheitlich für die Berufe Verkäuferin, Kauffrau im Einzelhandel, Bürokauffrau sowie Medizinische oder Zahnmedizinische Fachangestellte.

Das Projekt „Rollen aus dem Bild – Sei kein Klischee“ von Gleichstellungsstelle und Jugendarbeit soll die Jugendlichen dazu bringen, den Blick zu öffnen und auch Berufe außerhalb der geschlechtstypischen Norm in die Auswahl mit einzubeziehen. Nach dem Film wurde über die Charaktere und ihre Berufswahl diskutiert und auch die Wichtigkeit von Praktika bei der Berufswahl hervorgehoben.

Das Projekt ist mit dem Film „…einfach ausprobieren“ und dazugehörigem Material für Mittel- und Realschulen konzipiert. Interessierte Schulen wenden sich an Sabine Farrenkopf (Telefon: 09371/501-425) oder Simon Schuster (Telefon: 09371/501-140).
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