Gesellenstückausstellung: Schreinerlehrlinge zeigen solide Handarbeit

Stellvertretender Obermeister der Schreinerinnung Miltenberg-Obernburg Franz Josef Weis, Olexander Ivashchenkov, Leis Nathalie, Kathrin Streun, Tom Wörner, Obermeister der Schreinerinnung Miltenberg-Obernburg Werner Tausch.
  Am Sonntag, 22. Juli 2018, stellten in der Aula der Berufsschule Miltenberg die Schülerinnen und Schüler der Schreinerklasse Holz 12 ihre Gesellenstücke aus. Obermeister der Schreinerinnung Miltenberg-Obernburg Werner Tausch begrüßte die Junggesellen und ihre Eltern sowie alle Interessierten. Herr Tausch wies darauf hin, dass zwar jedes Gesellenstück anders aussieht, jedoch gewisse Vorgaben einzuhalten sind: es darf eine gewisse Größe in der Breite und Höhe nicht überschritten werden, es muss ein drehendes und ziehendes Teil dran sein, meist eine Tür und ein Schubkasten, die Türbänder und Schlösser dürfen nicht einfach aufgeschraubt sein, sondern eingestemmt. Es muss eine handwerkliche Verbindung dran sein, gezinkt, meistens ein Schubkasten und eine Verbindung mit Schlitz und Zapfen, meistens ein Rahmen - und eine klassische Schubkastenführung soll es auch noch haben. „Da wird richtig viel Wissen abverlangt“, so Obermeister Tausch. „Die Stücke sind wirklich alle gut. Darauf könnt ihr stolz sein“, lobte er. Er gab den zukünftigen Auszubildenden noch Ratschläge mit auf den Weg, wie sie zu einem guten Gesellen werden und durch Weiterbildung zum Meister gelangen können.

„Mit diesem Gesellenstück haben Sie, liebe Abschlussschülerinnen und –schüler ihren letzten Teil der Ausbildung abgelegt und können heute allen Interessierten und besonders denjenigen, die Sie während der Ausbildung unterstützt haben zeigen und erklären, was Sie gelernt haben, so stellvertretender Schulleiter der Berufsschule Miltenberg-Obernburg Armin Bick in seiner Ansprache. Das Gesellenstück repräsentiere die Fähigkeit alles Gelernte auch eigenverantwortlich und selbstständig zu planen und ein einem begrenzten Rahmen umzusetzen. Er freute sich über die hohe Zahl der Schreiner, die nächste Woche anlässlich der Entlassfeier ausgezeichnet werden: Zwei Absolventen der Holz 12 bekommen mit einem 1,0 Durchschnitt eine Urkunde des Freistaates und einen Geldpreis und 5 weitere Schüler aus dieser Klasse bekommen ebenfalls eine Urkunde, weil sie unter 1,5 bleiben. Und die Schulbeste der Berufsschule Miltenberg-Obernburg kommt in diesem Jahr aus der Holz 12. Er gratulierte recht herzlich und wünschte alles Gute auf dem weiteren Berufsweg.

Landrat Jens Marco Scherf bezeichnete das Handwerk, neben der Industrie, als eine der wichtigsten Säule im Landkreis Miltenberg. Die Eckdaten des Landkreises Miltenberg zeigen, dass man bayernweit und metropolregionweit die höchste Quote beruflich ausgebildeter Menschen habe. Gerade im Handwerk käme es darauf, dass man junge Leute habe, die zu höchster Leistung bereit seien. Und wenn er sich die Gesellenstücke anschaue, dann weiß er: „Darauf kann man aufbauen.“

„Seien Sie einfach stolz auf sich“, richtete sich Kreishandwerksmeisterin Monique Haas an die Absolventinnen und Absolventen. „Wenn Sie alle Erinnerungen an Ihre Lehrzeit auf eine Wäscheleine hängen würden, wäre diese wahrscheinlich nicht nur endlos lang, sie wäre auch extrem bunt. Einige Erinnerungen würde man am liebsten aufbügeln und neu erleben, andere wiederum abhängen, zusammenfalten und wegschließend, denn ihre Zeit ist vorbei. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie gehören zum Leben. Streben Sie die Karriereleiter weiter nach oben, aber vergessen Sie nicht auch mal eine Weile zu verbleiben um dem glücklich zu sein was man hat – und bereits erreicht hat.“ Ausdauer, Leistungsbereitschaft und der Wunsch nach Qualität seien die Garanten für eine sichere Zukunft, betonte sie.

Die neuen Schreinergesellen mit Ausbildungsbetrieb:


Tom Wörner (Schreinerei Bertram Kirchmann, Amorbach), Florian Fritsche (Schreinerei Christof Ziegler, Freudenberg), Olexander Ivashchenkov (Firma Fichtl Innenausbau, Mömlingen), Tobias Jörg (Holz Klug, Elsenfeld), Maurizio Poppe (Schreinerei – Fensterbau Karl-Heinz Konrad, Eichenbühl), Joshua Bönecke (Möbel Broßler, Großheubach), Anton Kreß (Möbel-Gehrlich, Bürgstadt), Moritz Hoffart (Schreinerei Möbelmanufaktur Kasper, Klingenberg), Sascha Abb, Mario Breunig, Sefkan Erdem, Fabian Hennich, Nathalie Leis, Ken Pfeiffer, Enrico Pirrone (Reinhold Keller GmbH, Kleinheubach), Kathrin Streun (Schneider Innen.Raum.Desing, Miltenberg), Lars Berninger, Fabian Neuber (Schreinerei ML GmbH, Erlenbach).

Als Innungsieger erhielten eine Urkunde und einen Geldbetrag:

1. Platz und damit Innungssieger (100 Euro): Ken Pfeiffer; 2. Platz (75 Euro), Kathrin Streun ; 3. Platz (50 Euro) Nathalie Leis

Für die „Gute Form“ (Aussehen, Funktionalität, Optik) wurden ausgezeichnet und erhielten einen Geldpreis:
1. Platz Tom Wörner (75 Euro); 2. Platz Ken Pfeiffer (50 Euro); 3. Platz Olexander Ivashchenkov (35 Euro).
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