Zahlreiche Änderungen für Hausbesitzer
Durchblick im Energie-Förderdschungel

So wird das Heizen mit erneuerbaren Energien aktuell gefördert.
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  • So wird das Heizen mit erneuerbaren Energien aktuell gefördert.
  • Foto: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
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Für Hausbesitzer*innen bleibt es spannend im Energie-Förderdschungel: Noch vor Jahresende 2019 trat das „Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030“ in Kraft.

Daneben verkündete der Gesetzgeber erhebliche Änderungen der bestehenden Förderprogramme mit Inkrafttreten zum 1. Januar 2020. Die wichtigsten Neuerungen: Neue Brennwert-Öl-Heizungen erhalten keine Förderung mehr. Das gleiche gilt für neue Gas-Brennwertthermen, wenn sie nicht mindestens mit einem 25-prozentigen Anteil einer erneuerbaren Energiequelle kombiniert werden.
„Hausbesitzer, die ihre Heizung austauschen und erneuerbare Energien nutzen, freuen sich über verbesserte Konditionen im Rahmen des Marktanreizprogramms zur Förderung erneuerbarer Energien beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)“ kommentiert Sebastian Randig, Klimaschutzmanager beim Landratsamt. „Den Austausch bisheriger Ölheizungen durch ein Heizsystem auf der Basis erneuerbarer Energien belohnt der Gesetzgeber mit einem Zuschuss von bis zu 45 Prozent“, so Randig.
Mehr Unabhängigkeit beim Strom kann eine eigene Photovoltaikanlage bringen, mit der sich rund 20 Prozent, mit Heimspeicher sogar über 60 Prozent des eigenen Strombedarfs decken lässt. Zwar ist in den vergangenen Jahren die auf 20 Jahre garantierte Vergütung für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom deutlich gefallen, jedoch sind gleichzeitig auch die Kosten für die Solaranlage gesunken. Der Solarstrom vom eigenen Dach wird deutlich günstiger erzeugt, als der Netzbezugsstrom, wodurch die Solaranlage in der Regel wirtschaftlich betrieben wird. Mit nur wenigen Klicks im Internet können interessierte Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer selbst prüfen, ob sich das eigene Hausdach als Standort für eine Solaranlage eignet. Das Solarpotentialkataster der Region ist für jedermann frei nutzbar und bietet die Möglichkeit, das individuelle Potential des eigenen Hauses überschlägig zu ermitteln:
www.solarinitiative-untermain.de.
Seit dem 24. Januar 2020 greift zudem eine verbesserte Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Diese setzt die KfW im Auftrag der Bundesregierung um. Von den erhöhten Fördersätzen profitieren Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen. Für Komplettsanierungen auf Effizienzhausniveau können Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer Zuschüsse von bis zu 40 Prozent erhalten – sowohl als Tilgungszuschuss zu einem KfW-Kredit als auch in Form eines direkten Investitionszuschusses. Bei Einzelmaßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung – etwa Dämm-Maßnahmen – gibt es einen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent.
Interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten zu diesem Thema kostenfreie Beratung bei der Energieberatung des Landkreises in Kooperation mit der Verbraucherzentrale. Die stationäre Beratung wird jeweils einmal im Monat dienstagsnachmittags in einem der Beratungsstützpunkte in Amorbach, Stadtprozelten, Mönchberg und Großwallstadt angeboten. Ein Vor-Ort-Termin direkt an der Immobilie wird im Rahmen eines Energie-Checks für einen Eigenbeitrag von 30,- Euro angeboten. ran

Weitere Informationen und Terminvereinbarung bei: Klimaschutzmanager
Sebastian Randig unter 09371 501-593

So wird das Heizen mit erneuerbaren Energien aktuell gefördert.
Das Solarpotentialkataster zeigt die Eignung der Dächer zur Solarenergienutzung.
Autor:

Blickpunkt MIL aus Miltenberg

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