Neue Bundesförderung für effiziente Gebäude ersetzt bisherige Förderung
Gute Beratung ist der erste Schritt

Das 2-Familienhaus aus Mönchberg vor der Sanierung
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  • Das 2-Familienhaus aus Mönchberg vor der Sanierung
  • Foto: Quelle: Privat
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Mit energieeffizient ausgestatteten Gebäuden lassen sich die Energiekosten dauerhaft senken und das Klima schützen. Wer sein Haus dementsprechend fitmachen will, dem bieten sich interessante Fördermöglichkeiten: Im Rahmen des Bundes-Klimaschutzprogrammes 2030 ist die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ zum 1. Juli gestartet.

In den Gebäuden steckt großes Energiesparpotenzial: Etwa 25 Prozent unseres CO2-Ausstoßes fallen durch Gebäude und ihre Energieversorgung an. Mit dem Klimaschutz-programm 2030 spielen künftig beim Bauen und Sanieren Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien eine noch größere Rolle. Maßnahmen in diesen Bereichen werden daher mit einer höheren Förderung belohnt. Ein Beispiel: Sie können bis zu 75.000 Euro Zuschuss pro Wohneinheit erhalten, wenn Sie ein Wohnhaus sanieren und dabei die Stufe „Effizienzhaus 40“ mit einer Erneuerbaren-Energien-Klasse erreichen.
Sanierung zum Effizienzhaus-Wohngebäude
Der KfW-Effizienzhaus-Standard ergibt sich aus der Kombination verschiedener baulicher und technischer Maßnahmen, vor allem aus den Bereichen Heizung, Lüftung und Dämmung. Je nach Ausgangslage und vorhandenem Wärmeschutz können mit den geplanten energetischen Sanierungsmaßnahmen hohe Energieeinsparungen erzielt werden.
Aber: Jedes Haus ist anders. Gleiche Maßnahmen können an unterschiedlichen Gebäuden zu verschiedenen Effizienzhaus-Standards führen. Daher ist es wichtig, das Gebäude als Ganzes zu betrachten und ein energetisches Gesamtkonzept erstellen zu lassen.
In vielen Fällen beginnen die Überlegungen zu einer umfassenden Sanierung mit einer einzelnen Maßnahme oder, wie bei dem auf den Bildern gezeigten Zweifamilienhaus in Mönchberg, mit einer Umbaumaßnahme. Anfangs war es das Hauptanliegen, den Wohnraum zu vergrößern, um Platz für die nächste Generation zu schaffen. Begonnen wurde mit dem Ausbau des zuvor ungedämmten Daches. Energieberater Karlheinz Paulus erinnert sich: „Ausgehend von der Dachssanierung hat eine umfängliche Bestandsaufnahme gezeigt, dass die Sanierung mit dem Ziel „Effizienzhaus 70“ in einem Rutsch möglich war und das Ergebnis den Wünschen der Bauherrenschaft entsprach“.
Das Effizienzhaus wurde durch eine Reihe von Maßnahmen erreicht: Das Dach wurde gedämmt, die Fenster wurden getauscht und die Außenwände sowie die Kellerdecke wurden gedämmt. Durch den deutlich reduzierten Energiebedarf konnte die Ölheizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt werden. Neben der Energieeinsparung steht der Komfortgewinn für die Familie im Vordergrund: „Wir haben durch die Dämmung das ganze Jahr über, auch im Sommer, angenehme Temperaturen im Haus, die Behaglichkeit hat sich deutlich erhöht“.
Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert, fördert die KfW das Vorhaben mit einem Kredit mit Tilgungszuschuss oder einem direkt ausgezahlten Zuschuss (Informationen: www.kfw.de/beg). Mit dem Einsatz erneuerbarer Energien gibt es einen um fünf Prozent erhöhten Zuschuss. Voraussetzung ist, dass die Anforderungen an die „Erneuerbaren Energien-Klasse“ erfüllt werden, indem durch die neu eingebaute Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien mindestens 55 Prozent des Energiebedarfs des Gebäudes gedeckt werden. Die Höhe der förderfähigen Kosten beträgt bei Wohngebäuden bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit, beim Effizienzhaus 40+ und bei der Nutzung der Erneuerbaren Energien-Klasse bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit.
Der erste Schritt für energieeffizientes Sanieren ist eine gute Beratung von Anfang an durch einen qualifizierten Energieeffizienz-Experten oder eine -Expertin unter Nutzung der Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude. Vor Beginn des Vorhabens ist der Förderantrag zu stellen. Hierzu muss ein geprüfter Energieberater oder eine geprüfte Energieberaterin aus der „Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes“ die Förderfähigkeit der Maßnahmen und die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen bestätigen.
Ansprechperson: Klimaschutzmanager Sebastian Randig (Telefon: 09371 501-593, E-Mail: klimaschutz@lra-mil.de.) ran/wiz

Das 2-Familienhaus aus Mönchberg vor der Sanierung
Das Gebäude nach der umfänglichen energetischen Sanierung inklusive Dachausbau
Autor:

Blickpunkt MIL aus Miltenberg

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