Nutzung erneuerbarer Energien birgt noch einiges Potenzial
Klimaschutz weiter voranbringen

Trassenführung von der FRIPA zum Schulzentrum
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  • Trassenführung von der FRIPA zum Schulzentrum
  • Foto: Landratsamt Miltenberg
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Der Landkreis hat sich der Herausforderung Klimaschutz früh gestellt und bereits 2011 ein regionales Klimakonzept beschlossen. Darauf aufbauend, wurde die Stelle des Klimaschutzmanagers zur Koordinierung und Umsetzung der Maßnahmen geschaffen.

Seine Aufgaben umfassen die Koordination der Energieberatung, die Beratung der Kommunen, das Energiemanagement der Kreisliegenschaften, die Fortführung von Kennzahlen sowie die Unterstützung der Verkehrswende und Öffentlichkeitsarbeit.
Bei den Kreisliegenschaften konnten bereits signifikante Fortschritte erzielt werden, beispielsweise durch den Einsatz von Blockheizkraftwerken und LED-Beleuchtung, die Nutzung von Biomasse zur Wärmeversorgung und den Einsatz von Photovoltaik zur Stromerzeugung.
Hervorzuheben ist die Erneuerung der Wärmeversorgung des Schulzentrums Miltenberg, die seit 2017 überwiegend durch zuvor ungenutzte Abwärme der Firma Fripa erfolgt und dadurch große Mengen an fossilem Erdgas einspart.
Leuchtturmprojekt des Klimaschutzmanagements im Mobilitätsbereich ist das Radverkehrskonzept, das Mitte 2019 verabschiedet wurde. Daneben stehen die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs und der schrittweise Ausbau der Elektro- und Hybrid-Flotte des Landratsamtes.
Die Energieberatung, die das Landratsamt seit 2016 in Kooperation mit der Verbrauchzentrale anbietet, erfreut sich steigender Beliebtheit. Die Inanspruchnahme verschiedener Förderprogramme für private Haushalte zeigt, dass Energiethemen bei Neubau und Sanierung ein relevanter Wirtschaftsfaktor sind. Im Jahr 2018 wurden im Landkreis über 15 Millionen Euro KfW-Fördermittel für energieeffizientes Bauen und Sanieren abgerufen. Das unterstreicht das Engagement der Bürger für den Klimaschutz.

Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch im Landkreis ist auf 36 Prozent gestiegen. Dennoch gibt es noch ungenutzte Potentiale: Die Photovoltaik auf Gebäudedächern ist zu weniger als 20 Prozent ausgeschöpft, das Potenzial für Windstrom ist – unter Berücksichtigung der Potenziale aus dem regionalen Klimakonzept – zu etwa 18 Prozent erschlossen.

Der Klimaschutz benötigt aber weiter Anstrengungen auf allen Ebenen, auch im Landratsamt. Neben dem Energiemanagement der eigenen Liegenschaften, der Umsetzung des Radverkehrskonzepts und weiteren Aktivitäten im Bereich Mobilität zählen dazu auch die Öffentlichkeitsarbeit und die Beratung der Bürgerinnen und Bürger sowie Veranstaltungen und Aktionen. ran

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Blickpunkt MIL aus Miltenberg

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