Workshop in Heigenbrücken zur Umsetzung von Natura 2000 in Naturparken
Natura-2000-Aktivitäten besser vermitteln

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops zu Natura 2000.
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  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops zu Natura 2000.
  • Foto: Naturpark Spessart
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Beim Natura-2000-Workshop in Heigenbrücken war auch die untere Naturschutzbehörde vertreten. Dabei wurde klar: Die Naturparke können wichtige Beiträge zur Umsetzung von Maßnahmen in Natura-2000-Gebieten leisten, die Maßnahmen müssen aber der Öffentlichkeit besser dargestellt werden.

Dr. Oliver Kaiser und Christian Salomon (Naturpark Spessart) stellten zunächst die aktuellen Aktivitäten vor. Diese umfassen Nutzungskonzepte für brach gefallenes Grünland, die Ernte von autochthonem Saatgut zur Wiederherstellung von FFH-Lebensraumtypen, die Betreuung von artenreichem Grünland und die umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit zu Natura-2000-Themen.
Die Leitfragen „Themen für die Öffentlichkeits­arbeit“ und „Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit“ wurden in den folgenden Gesprächsrunden diskutiert.
Der Naturpark Spessart ist Teil des bundesweiten Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Umsetzung von Natura 2000 in Naturparken“, an dem 15 Naturparke beteiligt sind. Dieses Vorhaben wurde von Kathrin Risthaus vom Projektträger, dem Verband Deutscher Naturparke, vorgestellt. EU-Bürger aller Mitgliedsstaaten wurden zu Natura 2000 (siehe Infokasten) befragt. Auf die Frage „Haben Sie von Natura-2000-Netz gehört?“ antworteten 83 Prozent der in Deutschland Befragten mit nein. Dies ist der zweitschlechteste Wert der Umfrage.
Eine höhere Bekanntheit kann durch bereits laufende und geplante Aktionen wie Pilotbeschilderung, Fotowettbewerbe, Paten und Partnerschaften, Führungen und Vorträge erreicht werden.
Am Ende des Workshops wurden Handlungsempfehlungen für die betroffenen Akteure zur Umsetzung der Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt.mü

Was ist Natura 2000?
Fauna-Flora-Habitatrichtlinie (FFH--Richtlinie) und Vogelschutzrichtlinie bilden das europaweite Schutz­
gebietsnetz Natura 2000.
Im Landkreis sind dies zwei Vogelschutzgebiete und acht FFH-Gebiete.Die FFH-Richtlinie hat zum Ziel, wildlebende Arten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen. Die Vernetzung dient der Bewahrung, (Wieder-)herstellung und Entwicklung ökologischer Wechselbeziehungen sowie der Förderung natürlicher Ausbreitungs- und Wiederbesiedlungsprozesse.
Ziel der Vogelschutzrichtlinie ist es, sämtliche natürlicherweise vorkommenden Vogelarten einschließlich der Zugvogelarten in ihrem Bestand dauerhaft zu erhalten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops zu Natura 2000.
Autor:

Blickpunkt MIL aus Miltenberg

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