Mobilität und klimafreundliches Bauen
Regionale Entwicklung im Fokus

Einsatzbereiche von voll- und teilflexiblen On-Demand-Angeboten.
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Spielräume der Kommunen in Sachen Mobilität und klimafreundlichem Bauen untersucht

Rund ein Drittel der CO2-Emis­sio­nen erzeugt unsere Mobilität. Ein weiteres Drittel der durch uns erzeugten Treibhausgase entstammt dem Bauen. Was liegt näher, als zu versuchen, diese beiden Faktoren zu beeinflussen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken?

Vor diesem Hintergrund wurde im Regionalen Planungsverband Bayerischer Untermain ein Gutachten in Auftrag gegeben. Es untersucht, welche kommunalen Handlungsspielräume und konkreten Maßnahmen Ansätze bieten, Einfluss zu nehmen.
Siedlungsflächen wurden erfasst, die Kommunen nach ihren Entwicklungsabsichten befragt und Potenziale für die Siedlungsflächen ermittelt.

Im Bereich der Mobilität wurde analysiert, welche Verkehrsmittel zu welchem Zweck genutzt werden. Daten aus vorhandenen Erhebungen wurden betrachtet. Dabei wurde deutlich, dass im Norden des Landkreises die Straßen stark belastet sind, während im Süden die Erreichbarkeit der Ziele mit öffentlichen Verkehrsmitteln insbesondere am Wochenende und in sehr ländlich geprägten Gebieten verbessert werden muss. Für die Entwicklung bis 2035 wurden die bereits in Planung befindlichen Maßnahmen am Straßennetz als „gesetzt“ angenommen. Belastungs- und Erreichbarkeitsauswertungen für ein Trendszenario wurden erstellt.

Im nächsten Schritt wurden weitere Szenarien betrachtet:
1. dispers und großzügig
– eine verteilte, sich nicht an den Verkehrsströmen orientierende städtebauliche Entwicklung mit geringen Siedlungsdichten.

2. moderat – die Siedlungsentwicklung entsprechend den derzeitigen Planungen der Kommunen und zusätzliche moderate Verlagerung der Mobilität weg vom Individualverkehr

3. kompakt und ambitionier
t – Siedlungsentwicklung mit größeren Dichten im räumlichen Anschluss an bestehende Siedlungen und gleichzeitig ambitionierte Mobilitätskonzepte hin zu umweltfreundlicher Mobilität.

Ergebnisse Szenario 1 und 2
Eine erste Auswertung zeigte, dass die bestehenden Probleme in der Mobilität nicht wesentlich gelindert werden können. In der Kombination aus sinnvoller Siedlungsentwicklung – der Förderung von Siedlungsentwicklung an definierten „Mobilitätsschwerpunkten“ – und der konsequenten Weiterentwicklung der Verkehrsträger liegt ein großes Potenzial,
die bestehende Verkehrsinfrastruktur nicht zu überfordern und gleichzeitig eine gute Erreichbarkeit der unterschiedlichen Ziele, auch an Wochenenden, zu gewährleisten.

Ergebnisse Szenario 3

Für künftige Siedlungsflächen empfiehlt das Gutachten, die Orientierung an bestehenden ÖPNV-Schwerpunkten oder aber, diese Siedlungsflächen an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden. Die Studie enthält Vorschläge für zusätzliche Haltepunkte für Bus und Bahn, ein On-Demand-System, das insbesondere dünner besiedelte Dörfer, aber auch Orts- und Stadtteile der Mittelzentren bedient.
Durch ein Rufbussystem könnten auch kurzfristige Fahrtwünsche bedient werden. Auch eine Erhöhung der Taktung der Zugverbindungen nach Frankfurt wird empfohlen.
Parallel dazu wird ein Ausbau der Nahmobilität (Rad- und Fußverbindungen) vorgeschlagen, etwa Radschnellwegverbindungen und Radvorrangrouten, aber auch neue Fuß- und Radbrücken über den Main. Diese Brücken, die in Ausnahmefällen auch durch die On-Demand-Verkehre genutzt werden können, binden Siedlungsgebiete untereinander und an den ÖPNV an.

Dabei soll die Innenentwicklung Vorrang genießen und eine maßvolle Verdichtung erreicht werden. Flächen sollten vorrangig an Mobilitätsschwerpunkten neu ausgewiesen werden. Die Angliederung wichtiger Ziele wie Einkaufsmöglichkeiten oder soziale Infrastrukturen an die Mobilitätsschwerpunkte ist anzustreben.

Eine Kurz- und Langfassung des Gutachtens findet sich auf der Internetseite des Landkreises Miltenberg unter www.landkreis-miltenberg.de. wo

Autor:

Blickpunkt MIL aus Miltenberg

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