Boden und Wasser schonen, Artenvielfalt fördern
Naturgarten zertifizieren lassen!

Eindrücke aus einem zertifizierten Garten aus Neunkirchen OT. Richelbach.
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  • Eindrücke aus einem zertifizierten Garten aus Neunkirchen OT. Richelbach.
  • Foto: Christine Bender
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Kies, Unkrautvlies, Mähroboter und Laubsauger sind in einem zertifizierten Naturgarten sicher nicht zu finden. Doch was ist ein Naturgarten eigentlich genau? Und welche Kriterien muss er erfüllen?

Im Landkreis Miltenberg haben bereits zwei Gartenparadiese die Auszeichnung „Naturgarten Bayern blüht“ erhalten, vergeben vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege. Initiiert wurde das Projekt durch das Bayerische Landwirtschaftsministerium mit der Landesvereinigung Gartenbau Bayern in 2020. Mit der Zertifizierung würdigen die Verbände eine boden- und wasserschonende Bewirtschaftung sowie den Erhalt der Artenvielfalt im Haus- und Kleingarten – und regen damit zur Nachahmung an. Wer mit der Gartenplakette ausgezeichnet wird, leistet einen Beitrag für die Vielfalt der Umwelt. Allerdings müssen einige Hürden genommen werden. Die Beurteilung und das Prozedere sind bayernweit einheitlich geregelt. Es werden vier Kern- und 14 Kann-Kriterien bewertet.
Um die Plakette „Naturgarten Bayern blüht“ zu erhalten, müssen sich Gartenbesitzer verpflichten, nur organische Dünger und biologische Pflanzenschutzmittel einzusetzen, auf Torf und „Schotterhalden/ Schottergärten“ zu verzichten und durch Obstbäume, Sträucher, Hecken, Blühflächen, Blumen, Gemüse und Kräuter artgerechte Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere zu schaffen.
Aber auch ein Naturgarten will gepflegt sein. Naturgarten bedeute nicht, der Wildnis freien Lauf zu lassen, sondern meint das bewusste Gestalten im Einklang mit der Natur. In der Gartenbewirtschaftung heißt das, mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie anzukämpfen. Von natürlichen Lebenskreisläufen lernen, heißt für den Gartenbesitzer, Kompostwirtschaft zu betreiben, Nützlinge zu fördern, Mischkultur und Fruchtfolge im Gemüsebeet zu planen, auf richtige Bodenpflege zu achten und Regenwasser zu nutzen. Ein stabiles ökologisches Gleichgewicht soll das Ziel des Gärtners sein. Naturnah zu gärtnern ist aber auch ein Beitrag zum Klimaschutz. Jeder ist aufgerufen, in seinem Garten etwas zu unternehmen.

Wenn Sie ein solches Umfeld besitzen, seien Sie stolz! Und machen Sie mit, dies nach außen zu zeigen, um andere zu überzeugen! Bei der Erfüllung der Voraussetzungen kann die begehrte Gartenplakette das Gartentor oder Ihren Zaun schmücken. ab

Info:
Weiterführende Informationen zum Ablauf und zu den Kosten der Zertifizierung im Internet unter www.gartenbauvereine.org/service/gartenzertifizierung

Eindrücke aus einem zertifizierten Garten aus Neunkirchen OT. Richelbach.
Auch Baumscheiben können zur Artenvielfalt im Hausgarten beitragen.
Autor:

Blickpunkt MIL aus Miltenberg

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