Corona-NEWSticker | Update 25.10.2020 16:49 Uhr
Mehr als 10.000 Corona-Tote in Deutschland +++ 110 Menschen in Miltenberg infiziert +++ Maskenpflicht – Bayernweite Kontrollaktion

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+++Meldungen 24. Oktober und 25. Oktober+++

25.10.20 

Weltweit 

16:18 Uhr: Demo in Berlin beendet - Verstöße gegen Auflagen
Eine Versammlung gegen staatliche Corona-Beschränkungen in Berlin ist laut Polizei vom Anmelder beendet worden. Demonstranten hatten sich am Nachmittag vor dem Veranstaltungszentrum Kosmos in Berlin-Friedrichshain versammelt - dort sollte ursprünglich die Gesundheitskonferenz "Word Health Summit" stattfinden. Über Lautsprecher teilte die Polizei mit, der Veranstaltungsleiter habe die Veranstaltung beendet. Die Demonstranten reagierten mit Buhrufen und Pfiffen. Zuvor hatten sich laut Polizei rund 2000 Demonstranten auf dem Alexanderplatz versammelt. Weil weder der Mindestabstand zwischen den Teilnehmern noch die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes eingehalten worden seien, habe die Polizei einen Aufzug untersagt. Danach setzten sich den Angaben zufolge dennoch mehrere Hundert Teilnehmer in Bewegung. (Quelle: Tagesschau) 

15:24 Uhr: Mehr als 10.000 Neuinfektionen in den Niederlanden
Die Niederlande melden bei der Zunahme der Neuinfektionen einen neuen Höchststand: Binnen 24 Stunden wurden 10.203 neue Ansteckungen registriert, wie aus Statistiken der Gesundheitsbehörden hervorgeht. Um die steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen, hatte die Regierung am 14. Oktober schärfere Maßnahmen erlassen. Dazu gehört auch die Schließung aller Bars und Restaurants im Land. (Quelle: Tagesschau) 

08:04 Uhr: Lauterbach: Lockdown womöglich nur noch Frage von Wochen
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält einen erneuten Lockdown binnen Wochen für wahrscheinlich, sollte eine Eindämmung der Neuinfektionen nicht gelingen. "Wenn es uns in den kommenden zwei bis drei Wochen nicht gelingt, die persönlichen Kontakte zu beschränken, werden die Zahlen in wenigen Wochen so stark gestiegen sein, dass uns nur noch ein erneuter Lockdown bleibt", sagte Lauterbach der "Bild am Sonntag". "Die Einschränkungen, die jetzt beschlossen wurden, reichen leider nicht aus, um überfüllte Intensivstationen und einen deutlichen Anstieg der Todeszahlen im Dezember zu verhindern. Da müssen wir nachjustieren." (Quelle: Tagesschau) 

06:48 Uhr: Impfkommission am RKI will Positionspapier vorlegen
Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut will in Kürze ihre Empfehlungen für eine Strategie bei Zulassung eines Corona-Impfstoffs vorlegen. "Das Positionspapier steht", sagte der Epidemiologe Rüdiger von Kries, der Mitglied der Stiko ist, der Nachrichtenagentur epd. Nach seinen Angaben sollen demnach vor allem Ältere und Beschäftigte im Gesundheitswesen bei der Impfung bevorzugt werden. Relevant sei das ethische Prinzip der Gerechtigkeit. "Populär ausgedrückt: Gebe dem, der es am meisten braucht und dem es am meisten nutzt", sagte der Leiter der Abteilung Epidemiologie an der Medizinischen Fakultät der Universität München. (Quelle: Tagesschau) 

Meldungen aus Bayern

Unterfranken

Bad Kissingen weist öffentliche Orte für Maskenpflicht aus
Laut den Zahlen des Bayerischen Gesundheitsministeriums hat der Landkreis Bad Kissingen die Sieben-Tages-Inzidenz von 35 überschritten. Mit der Zahl 38 ist die bayernweite Corona-Ampel nun auf der Stufe gelb. Der Landkreis hat deshalb strengere Regeln erlassen. Sie gelten seit heute Nacht (25.10.20, 0.00 Uhr). An stark belebten Orten gilt jetzt zum Beispiel zwischen 8.00 und 18.00 Uhr eine Maskenpflicht im Freien, zum Beispiel in weiten Teilen der Innenstadt.
Im Einzelnen sind das folgende Plätze und Straßen: obere und untere Marktstraße, Marktplatz, Ludwigstraße ab der Von-Hessing-Straße bis zur Ludwigsbrücke, Spargasse, Turmgasse, Brunnengasse, Grabengasse, Balthasar-Neumann-Promenade bis zum Ende des Rosengartens, Rosengarten, Weingasse, Badgasse, Kirchgasse, Schulgasse und Zwingergasse. Außerdem gibt es eine Sperrstunde in der Gastronomie ab 23.00 Uhr.
Ab 23.00 Uhr dürfen auch Tankstellen keinen Alkohol mehr verkaufen und auf öffentlichen Plätzen gilt ebenfalls ein Alkoholverbot. Private Feiern und Kontakte werden auf zwei Hausstände oder maximal zehn Personen begrenzt. In den Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) von gestern (24.10.20) liegt die Sieben-Tages-Inzidenz für den Landkreis Bad Kissingen noch bei 36,81. Durch den Meldeprozess kommt es zum Teil zu Verzögerungen und zu unterschiedlichen Zahlenangaben. (Quelle: BR) 

Landkreis Aschaffenburg

Besuchsverbot im Klinikum Aschaffenburg-Alzenau
Wegen der gestiegenen Coronazahlen gilt im Klinikum Aschaffenburg-Alzenau derzeit ein generelles Besuchsverbot. Das teilte das Krankenhaus mit. Ausgenommen sind lediglich werdende Väter. Sie dürfen weiterhin mit in den Kreißsaal und auf die Geburtsstation – allerdings keine weiteren Familienmitglieder. Eltern dürfen außerdem ihre Kinder besuchen. Sie müssen sich einem Corona-Schnelltest unterziehen. Auch andere Begleitpersonen, die bei der Pflege oder der Kommunikation behilflich sind, sind von dem Verbot ausgenommen. Generell gilt, dass die Begleitpersonen nur mit FFP2-Maske ins Klinikum kommen dürfen. (Quelle: BR) 

Landkreis Main-Spessart

Landkreis Main-Spessart überschreitet Inzidenzwert von 35 erstmals
Bislang war der Landkreis Main-Spessart der einzige in Unterfranken, der bei der Sieben-Tages-Inzidenz noch unter 35 lag. Nach den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts hat die Region den Grenzwert nun aber überschritten und liegt derzeit bei 38. Das teilte das Landratsamt mit. Ab morgen (26.10.20) gelten deshalb strengere Regeln. In öffentlichen Gebäuden gilt zum Beispiel eine Maskenpflicht. auch Schüler auf der fünften Klasse müssen im Unterricht eine Maske aufsetzen. Kinder in Kindertageseinrichtungen werden in festen Gruppen betreut. Das Personal muss eine Maske tragen.
In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde zwischen 23.00 und 6.00 Uhr. In der Zeit dürfen auch Tankstellen keinen Alkohol verkaufen. Die Zahl der Menschen bei privaten Feiern oder Treffen ist auf zwei Hausstände oder zehn Personen begrenzt. „Diese strengeren Maßnahmen stellen natürlich eine Einschränkung für uns alle dar. Doch noch haben wir die Chance, einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu verhindern“, appelliert Landrätin Sabine Sitter (CSU) an die Bevölkerung. Laut den letzten Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) lag der Landkreis Main-Spessart mit 31,71 noch unter 35. Die unterschiedlichen Zahlen kommen zu Stande, weil es im Meldeprozess Verzögerungen geben kann.
(Quelle: BR) 

Meldungen aus Hessen

Frankfurts OB Feldmann will Corona "die rote Karte zeigen"
Mit einem dringlichen Appell hat Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die Bevölkerung zur Einhaltung der jetzt auf weitere Stadtteile ausgedehnten Maskenpflicht aufgerufen. "Der Virus hasst Masken, er scheitert an diesem Stückchen Stoff", sagte Feldmann am Sonntag vor der Paulskirche. "Ich bin mir sicher, dass wir in Frankfurt stärker sind als der Virus und dass wir ihm die rote Karte zeigen können."
Wegen des Anstiegs der Infektionszahlen hatte der Verwaltungsstab der Stadt am Samstagabend in einer kurzfristig angesetzten Sondersitzung eine Verschärfung der bisherigen Corona-Maßnahmen beschlossen. So wurde für das gesamte Stadtgebiet der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ab 23 Uhr verboten. Die Maskenpflicht wurde auf den kompletten Bereich innerhalb des Alleenrings und nördlich der Bahnlinie in Sachsenhausen ausgeweitet. "Wenn das nicht reicht, werden wir die Maskenpflicht auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten", sagte Feldmann. Im öffentlichen Raum dürfen sich jetzt maximal fünf statt bisher zehn Menschen oder alternativ die Angehörigen von zwei Hausständen treffen. (Quelle: Hessenschau) 

Patienten und Mitarbeiter in Kreisklinik Groß-Umstadt infiziert
In der Geriatrie an der Kreisklinik Groß-Umstadt (Darmstadt-Dieburg) sind am Samstag 12 Patienten positiv auf Covid-19 getestet worden. Auch vier Mitarbeiter wurden positiv getestet, wie die Klinik mitteilte. Weitere Testergebnisse stehen demnach noch aus. Was zu dem Ausbruch in der Geriatrie geführt hat, versuche die Klinik zu ermitteln. Andere Bereiche seien nicht betroffen.
Die geriatrische Klinik sei mit Blick auf die Patienten vergleichbar mit einem Alten-und Pflegeheim, hieß es laut Mitteilung weiter. Seit Donnerstag bestehe ein generelles Besuchsverbot. Landrat Klaus-Peter Schellhaas (SPD) sagte: "Das, was jetzt in unserer Geriatrie passiert ist, zeigt, in welcher Phase der Pandemie wir angekommen sind."
Die Klinik wurde wegen der Corona-Fälle bis einschließlich Mittwoch für Neuaufnahmen abgemeldet. Aus Gründen der Vorsicht und aus Verantwortung für Patienten und Mitarbeiter sei die Rettungsleitstelle gebeten worden, Notfälle bevorzugt in anderen Häusern unterzubringen. (Quelle: Hessenschau) 

1.099 Neufälle, zwei weitere Tote
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für Sonntag 1.099 neue Fälle bestätigter Corona-Infektionen in Hessen gemeldet. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 32.227 Menschen positiv getestet, wie das RKI mitteilte (Stand 0 Uhr). Davon gelten rund 21.700 als genesen. Es wurden zwei weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind in Hessen damit 609 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.
Der Wert von registrierten Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen stieg in Frankfurt auf 207,8, gefolgt vom Kreis Groß-Gerau (147,2), der Stadt Offenbach (131,3) und Darmstadt (123,1). Deutlich über 100 lagen die Sieben-Tage-Inzidenzen auch im Odenwaldkreis (122,9), in Wiesbaden (114,2) und im Kreis Marburg-Biedenkopf (113,9). (Quelle: Hessenschau) 

Odenwaldkreis

Aktive Corona-Fälle auf höchstem Stand seit Beginn der Pandemie
Die Zahl der positiven Testergebnisse auf das Corona-Virus steigt weiter stark an – im Vergleich zu gestern um 27 auf insgesamt 667 (Stand 25.10., 14:00 Uhr). Davon sind 455 Personen bereits wieder genesen (vier mehr). Die Zahl der Todesfälle bleibt gleich (64). Dadurch ergibt sich ein Infektionssaldo von 148. Das ist die höchste Zahl aktiver Infektionsfälle im Odenwaldkreis seit Beginn der Pandemie. Auf Grund von positiven Corona-Testergebnissen stehen derzeit die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer von drei Klassen der Ernst-Göbel-Schule in Höchst und von drei Klassen der Georg-Ackermann-Schule in Breuberg/Rai-Breitenbach unter Quarantäne. Außerdem wurde der Kindergarten „Weltentdecker“ in Reichelsheim/Klein Gumpen geschlossen und eine Quarantäne für die Kinder und Erzieherinnen einer Gruppe des Montessori-Kindergartens in Michelstadt erlassen. Elf Patienten werden stationär in Krankenhäusern behandelt – sieben im Gesundheitszentrum in Erbach, vier in Kliniken außerhalb des Kreises.  Das Land Hessen errechnet für den Odenwaldkreis eine 7-Tage-Inzidenz von 123,1 (Stand 25.10., 00:00 Uhr). In den letzten sieben Tagen gab es im Odenwaldkreis 117 neue Corona-Fälle. Dabei sind die Teilregionen unterschiedlich stark betroffen: Gersprenztal 52 Fälle (Reichelsheim 9, Brensbach 40, Fränkisch-Crumbach 3); Unterzent 44 Fälle (Höchst 14, Breuberg 21, Lützelbach 9); Erbach/Michelstadt 14 Fälle; Oberzent/Mossautal 5 Fälle und Bad König/Brombachtal 2 Fälle. 

Meldungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz 

+++ 28 Verstöße gegen Corona-Regeln in Ingelheim +++
Bei Kontrollen von Gaststätten und Menschen in Ingelheim in der Nacht zum Samstag hat die Polizei 28 Verstöße gegen die geltende Corona-Verordnung festgestellt. Dabei wurden mehrere Verstöße gegen die Maskenpflicht geahndet. Außerdem wurden in Gaststätten Kontaktlisten nicht korrekt oder vollständig geführt, so die Polizei. Auf die Gastronomen kommen nun Ordnungswidrigkeitsverfahren zu. (Quelle: SWR) 

+++ 431 neue Corona-Fälle am Sonntag +++
Das Gesundheitsministerium meldet am Sonntag 431 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Das sind 94 mehr als am Vortag. 5.032 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert, am Vortag waren es 4.754. Im Zusammenhang mit einer Infektion sind bislang 268 Menschen gestorben. Das Gesundheitsministerium meldet auch am Sonntag keinen neuen Todesfall. 11.236 Menschen gelten als genesen. In 16 Landkreisen (Vortag zwölf) und sechs kreisfreien Städten (Vortag vier) gilt die Warnstufe Rot. Die Landkreise Bernkastel-Wittlich (100,5), Altenkirchen (108,7) und Bitburg-Prüm (155,5) und die kreisfreie Stadt Mainz (113,9) haben bereits einen Inzidenzwert von über Hundert erreicht. (Quelle: SWR) 

Erneute Reihentestung im Ulmer Schlachthof
Die Zahl der Coronafälle im Schlachthof Ulmer Fleisch hat sich nach Angaben vom Sonntag auf 43 erhöht. Außerdem hat das Gesundheitsamt dreitägige Reihentestungen angeordnet. Damit sollen alle Beschäftigten von Sonntagabend bis Dienstag erneut auf das Coronavirus getestet werden. (Quelle: SWR) 

24.10.2020

Weltweit

18:21 Uhr: 19.644 neue Corona-Fälle in Italien
Italien hat nach amtlichen Angaben 19.644 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Dieser Wert übertrifft den bisherigen Höchststand am Freitag noch einmal um 500. Damit gibt es laut Gesundheitsministerium erstmals mehr als 200.000 aktive Fälle in Italien (203.182). Seit Freitag starben weitere 151 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt forderte die Pandemie in Italien bislang 37.210 Todesopfer. (Quelle: Tagesschau) 

16:34 Uhr: Zahl der Intensivpatienten innerhalb von zehn Tagen verdoppelt
Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung in Deutschland hat sich auf 1203 erhöht. Dies waren laut dem Intensivregister der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) heute 82 mehr als am Vortag. Zehn Tage zuvor waren es mit 602 intensivmedizinisch behandelten Patienten nur etwa halb so viele gewesen. Von den aktuellen Intensiv-Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, werden demnach 533 invasiv beatmet. Dies entspricht einem Anteil von 44 Prozent. Dies waren 55 mehr als gestern. Zehn Tage zuvor waren es demnach 323 invasiv, also durch eine Intubation beatmete Patienten gewesen. Fälle von Atemunterstützung etwa durch eine Sauerstoffmaske sind nicht berücksichtigt. (Quelle: Tagesschau) 

14:22 Uhr: Schärfere Regeln für Fleischbranche: SPD wirft Union Blockade vor
m Koalitionsstreit über schärfere Regeln für die Fleischindustrie hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Union aufgefordert, die Blockade der Gesetzespläne zu beenden. Die Missstände in der Branche seien real und dauerten an. "Dass die Union nun versucht, das Gesetz im parlamentarischen Verfahren zu verzögern und zu verwässern, ist nicht akzeptabel", kritisierte der SPD-Politiker. "Wir müssen den Sumpf in Teilen der Fleischindustrie mit diesem Gesetz richtig austrocknen und dürfen nicht den Versuchen der Lobbyisten nachgeben, Schlupflöcher in das Gesetz zu formulieren." Alle Koalitionspartner müssten Verantwortung übernehmen, damit das Gesetz zum 1. Januar 2021 in Kraft trete, forderte Heil. Das entsprechende Arbeitsschutzkontrollgesetz, das die Koalition eigentlich kommende Woche im Bundestag verabschieden wollte, verschwand gestern kurzerhand von der Tagesordnung. Es gebe noch Gesprächsbedarf, hieß es aus der Unionsfraktion. Wegen oft schlechter Arbeits- und Lebensbedingungen sollen laut dem Gesetzentwurf in der Branche Werkverträge ab 1. Januar und Leiharbeit ab 1. April 2021 verboten werden. Das Gesetz wurde nach massenhaften Corona-Infektionen in Schlachthöfen und Zerlegebetrieben auf den Weg gebracht. (Quelle: Tagesschau) 

13:07 Uhr: Volkswirte sehen Aufschwung in Gefahr
Angesichts rasant steigender Corona-Neuinfektionen in Deutschland wächst unter Volkswirten die Sorge vor den möglichen ökonomischen Folgen einer zweiten Pandemie-Welle. "Der konjunkturelle Aufschwung dürfte bis zum Frühjahr weitgehend zum Erliegen kommen", sagte die Chefvolkswirtin der staatlichen KfW Bankengruppe, Fritzi Köhler-Geib. "Dadurch dürfte auch die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten stagnieren oder - wenn es schlecht läuft - deutlich zunehmen." Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hatte zuvor die Infektionslage "dramatisch" genannt, warnte jedoch erneut vor einem Herunterfahren der Wirtschaft. Einen flächendeckenden "Lockdown" halte er für nicht erforderlich. (Quelle: Tagesschau) 

11:58 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier warnt vor neuem "Lockdown"
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Corona-Infektionslage als dramatisch bezeichnet und zugleich vor einem Herunterfahren der Wirtschaft gewarnt. "Einen neuen flächendeckenden 'Lockdown' darf es nicht geben und ich halte ihn auch nicht für erforderlich", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es komme auf entschiedenes Handeln an, sagte der Wirtschaftsminister und rief Bund und Länder dazu auf, "in größerer Einmütigkeit in den nächsten Tagen die notwendigen Beschlüsse fassen". Deutschland könne sich nicht länger Flickenteppiche von Regelungen leisten und müsse eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus verhindern. (Quelle: Tagesschau) 

10:22 Uhr: Merkel mahnt: Kontakte reduzieren
Bundeskanzlerin Merkel hat die Bevölkerung erneut dazu aufgerufen, die Maßnahmen zum Schutz vor einer Corona-Infektion umzusetzen. In ihrem wöchentlichen Podcast erklärte sie, ihr Appell von vergangener Woche habe nichts von seiner Dringlichkeit eingebüßt: Das Gebot der Stunde heiße "Kontakte reduzieren." Wenn sich die Bürger daran hielten, werden wir alle zusammen die gewaltige Herausforderung durch dieses Virus auch bestehen", so Merkel. (Quelle: Tagesschau) 

05:08 Uhr: Mehr als 10.000 Corona-Tote in Deutschland
Die Zahl der Covid-19-Todesfälle ist in Deutschland auf über 10.000 gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete binnen 24 Stunden 49 weitere Todesfälle, damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 10.003. Die Neuinfektionen bezifferte das RKI auf 14.714 - ein neuer Höchststand. Insgesamt haben sich damit in Deutschland seit Beginn der Pandemie 418.005 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. (Quelle: Tagesschau) 

04:13 Uhr: Scholz: Deutschland bisher gut durch die Krise gekommen
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält Deutschland weiter für finanziell gut vorbereitet im Kampf gegen die ökonomischen Folgen der Corona-Krise. "Die Corona-Pandemie ist längst noch nicht besiegt, und wie erwartet verzeichnen wir jetzt im Herbst deutlich steigende Infektionszahlen", sagte der SPD-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Die Lage ist ernst, und wir nehmen sie ernst." Bislang sei das Land recht gut durch die Krise gekommen - "auch, weil wir uns frühzeitig und entschlossen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise gestemmt haben". Auch mit Blick auf die kommenden Wochen betonte der Vizekanzler, "finanziell sind wir gut gerüstet, unsere Finanzkraft ist weiterhin sehr groß." (Quelle: Tagesschau) 

Meldungen aus Hessen

Kreis Hersfeld-Rotenburg verschärft Corona-Maßnahmen
Aufgrund der weiter steigenden Zahl der Corona-Infektionen hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg am Samstag eine Allgemeinverfügung erlassen. Der Landkreis orientiert sich darin am Präventions- und Eskalationskonzept der Hessischen Landesregierung: Bei privaten Zusammenkünften und Feierlichkeiten in öffentlichen oder angemieteten Räumen (Familienfeiern, Hochzeiten, Betriebsfeiern) ist die Zahl der Teilnehmenden ab Montag auf 25 begrenzt. Über 25 Personen dürfen es nur dann sein, wenn sie höchstens zwei Hausständen angehören. Bei öffentlichen Veranstaltungen müssen Besucher zudem eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, außer am eigenen Sitzplatz. (Quelle: Hessenschau) 

Frankfurter Krisenstab zieht Sitzung vor
Frankfurt reagiert auf die stark angestiegene Sieben-Tage-Inzidenz von aktuell 176,1: Die ursprünglich für Dienstag geplante Sitzung des Krisenstabs wird schon am Samstag stattfinden. Das sagte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) dem hr. Die Verantwortlichen werden demnach am Nachmittag über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen nach dem Eskalationskonzept des Landes Hessen entscheiden. Dazu gehören laut Sozialministerium eine Einschränkung von Kontakten auf maximal fünf Personen oder zwei Haushalte.
Außerdem sollen Veranstaltungen weiter eingeschränkt und die Maskenpflicht ausgeweitet werden. Oberstes Ziel sei es, die Schulen und die Wirtschaft in der Stadt zu schützen und einen drohenden Lockdown zu verhindern, so Majer. Bei der Nachverfolgung von Infektionsketten werden sich die Mitarbeiter des Gesundheitsamts in Zukunft auf gefährdete Personen und die kritische Infrastruktur konzentrieren. (Quelle: Hessenschau) 

1.730 Neuinfektionen, sieben weitere Tote
Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist binnen 24 Stunden erstmals um mehr als 1.500 gestiegen: 1.730 neue Fälle wurden erfasst, 772 mehr als am Vortag. Zudem wurden sieben weitere Todesfälle gemeldet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Insgesamt sind in Hessen 607 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt aktuell bei 31.128, davon gelten rund 21.500 als genesen.
Der sprunghafte Anstieg der Corona-Neuinfektionen dürfte allerdings im Zusammenhang mit einer technischen Panne beim Robert-Koch-Institut (RKI) stehen. Dort hatte es durch einen Serverausfall Probleme beider Übermittlung der Daten gegeben. Die durch die Panne verspätet erfassten Zahlen flossen demnach in die Zahlen vom Samstagmorgen ein.
Die Sieben-Tage-Inzidenzen liegen in 16 von 27 Kreisen und kreisfreien Städten deutlich über der höchsten Warnstufe ab 75 Neuinfektionen. In Frankfurt stieg der Wert auf 176,1 - deutlich höher als am Vortag (134,9), gefolgt von Offenbach (143,0) und dem Kreis Groß-Gerau (137,7). Ebenfalls deutlich über 100 neue Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage wurden auch im Kreis Marburg-Biedenkopf (120,0), in Darmstadt (114,3) und Wiesbaden (106,3) registriert. (Quelle: Hessenschau) 

Meldungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

+++ Kaiserslautern hat nun auch Corona-Alarmstufe Rot +++
Die Stadt Kaiserslautern rutschte am Samstag in die Corona-Alarmstufe Rot. Laut Landesuntersuchungsamt liegt der Inzidenzwert für Kaiserslautern bei 65. Eine Taskforce soll sich nun mit strengeren Corona-Schutzmaßnahmen befassen. Die Stadt Zweibrücken ist hingegen nicht mehr länger Corona-Risikogebiet. Mit einem Inzidenzwert von 23,4 ist Zweibrücken von Rot auf Gelb runtergestuft worden. (Quelle: SWR) 

Polizei schließt überfüllte Gaststätte in Mannheim
Die Polizei hat im Rahmen einer nächtlichen Kontrollaktion eine Gaststätte in der Mannheimer Innenstadt wegen schwerwiegender Verstöße gegen die Corona-Verordnung geschlossen. Das Lokal war den Angaben zufolge mit rund 80 Gästen überfüllt, die Menschen trugen laut Polizei keine Masken. Sie erhielten Platzverweise, den Wirt erwartet ein empfindliches Bußgeld. Mannheims Polizeipräsident Andreas Stenger betonte, die aktuelle Lage verlange den Menschen viel Disziplin ab. Es gehe darum, die zweite Welle so schnell wie möglich wieder einzudämmen, um einen erneuten Lockdown zu verhindern. Die Polizei kündigte weitere Kontrollen an, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu überwachen. (Quelle: SWR) 

Mehr als 1.600 Neuinfektionen gemeldet
In Baden-Württemberg sind den aktuellsten Zahlen zufolge insgesamt 68.462 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert - das sind 1.647 mehr als gestern. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg dabei um vier auf 1.970. Das teilte das Landesgesundheitsamt mit (Stand 16 Uhr). Im Schnitt haben sich in den vergangenen sieben Tagen landesweit 75,2 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus angesteckt. Gestern lag die landesweite Inzidenz noch bei 67,4. Am höchsten war der Inzidenzwert im Alb-Donau-Kreis (130,4). Es folgen der Stadtkreis Mannheim (120,4) und der Stadtkreis Ulm (112). (Quelle: SWR) 

+++ Corona-Ausbruch bei Frosta offenbar eingedämmt +++
Der Corona-Ausbruch beim Tiefkühl-Gemüse-Hersteller Frosta in Bobenheim-Roxheim (Rhein-Pfalz-Kreis) scheint eingedämmt zu sein. Wie das Unternehmen mitteilte, ist seit Mitte vergangener Woche kein neuer Fall dazu gekommen. Damals waren 45 der 181 Mitarbeiter positiv getestet worden. Die verbliebenen gesunden Frosta-Beschäftigten seien in dieser Woche am Montag und Mittwoch erneut auf Corona getestet worden. (Quelle: SWR) 

+++ 337 neue Corona-Fälle am Samstag +++
Das Gesundheitsministerium meldet am Samstag 337 neue Infektionen mit dem Coronavirus. 4.754 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert, am Vortag waren es 4.557. Im Zusammenhang mit einer Infektion sind bislang 268 Menschen gestorben. Das Gesundheitsministerium meldet am Samstag keinen neuen Todesfall. 11.351 Menschen gelten als genesen. In zwölf Landkreisen und vier kreisfreien Städten gilt die Warnstufe Rot. Die Landkreise Bernkastel-Wittlich (109,3) und Bitburg-Prüm (143,4) haben bereits einen Inzidenzwert von über Hundert erreicht. (Quelle: SWR) 

Ulmer Gastwirt ignoriert Sperrstunde
In Ulm hat sich ein Gastwirt nicht an die neuen Sperrzeiten gehalten. Am Samstagmorgen gegen 2:30 Uhr saßen noch mehr als 20 Gäste in der Kneipe, obwohl das Lokal bereits um 23 Uhr schließen sollte, wie die Polizei mitteilte. Die Stadt Ulm hatte zuvor angeordnet, dass Gaststätten um 23 Uhr schließen müssen. Gegen den Gastwirt wird nun wegen einer Ordnungswidrigkeit ermittelt. (Quelle: SWR) 

+++Meldungen 23. Oktober+++

Weltweit 

18:34 Uhr: WHO-Chef: "Wir sind an einem kritischen Punkt"
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die von rasant steigenden Corona-Infektionen betroffenen Länder zum Handeln aufgerufen. "Zu viele Länder sind auf einem gefährlichen Pfad", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. "Wir sind an einem kritischen Punkt, vor allem in der nördlichen Hemisphäre. Die nächsten Monaten werden sehr schwierig." Er beschwor Regierungen, sofort neue Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Todesfälle zu verhindern und die Gesundheitsdienste vor dem Kollaps zu bewahren. Wenn Regierungen die Kontaktverfolgung rigoros durchführten und Infizierte isolierten sowie deren Kontakte in Quarantäne schickten, könnten Ausgehverbote noch vermieden werden. (Quelle: Tagesschau) 

16:30 Uhr: Gesundheitsministerium erwartet Impfstoff erst für 2021
Die Infektionszahlen in Deutschland steigen und damit die Erwartungen an einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Berichte, wonach ein Serum noch in diesem Jahr zugelassen werden könnte, kommentierte das Bundesgesundheitsministerium jedoch zurückhaltend. (Quelle: Tagesschau) 

13:49 Uhr: Schäuble nimmt Verfügung zum Masketragen im Bundestag nicht zurück
Abgeordnete und Mitarbeiter der AfD-Fraktion müssen im Bundestag weiter die Maskenpflicht einhalten. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble nimmt seine Allgemeinverfügung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht zurück. Eine Aufforderung von 19 Abgeordneten und neun Mitarbeitern der AfD an ihn, eine dahingehende Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung zu unterschreiben, wies das Justitiariat des Bundestags zurück. Schäubles Allgemeinverfügung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sei formell und materiell rechtmäßig, teilte die Bundestagsverwaltung mit. Der Anwalt der Abgeordneten und Mitarbeiter der AfD-Fraktion, der Schäuble eine "Abmahnung" geschickt hatte, sei darauf hingewiesen worden, dass seine Mandanten die Vorschriften weiter zu befolgen hätten. Darauf möge er sie hinweisen. Dem Anwalt wurde den Angaben zufolge auch mitgeteilt, dass die Aufforderung zu einer Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung kein statthafter Rechtsbehelf gegen eine Allgemeinverfügung sei. Seinen Mandanten stehe der Rechtsweg über die Verwaltungsgerichte offen. (Quelle: Tagesschau) 

12:09 Uhr: Bundesregierung gegen Grenzschließungen
Die Bundesregierung will Grenzschließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vermeiden. Das Frühjahr habe gezeigt, dass Grenzschließungen "nicht in unser aller Sinn" seien, sagt eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Sie verwies dabei auf Störungen beim Warenverkehr und des Verkehrsflusses. Allerdings sei es Sache jeden Landes, die Maßnahmen zu ergreifen, die es für richtig halte. (Quelle: Tagesschau) 

11:19 Uhr: Testpflicht in Bayern für ausländische Pendler in Kraft
Die neue bayerische Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Risikogebieten und die schärferen Regeln für extreme Corona-Hotspots im Freistaat und sind in Kraft. Am Donnerstagabend veröffentlichte Bayerns Gesundheitsministerium die entsprechend ergänzte Corona-Verordnung - die neuen Auflagen gelten damit seit heute. Für Grenzpendler aus ausländischen Corona-Risikogebieten gilt demnach: Wer "regelmäßig mindestens einmal wöchentlich nach Bayern einreist, um sich dort aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen, zu Ausbildungszwecken oder zum Schul- oder Hochschulbesuch aufzuhalten", muss den Behörden vor Ort nun unaufgefordert binnen sieben Tagen und anschließend regelmäßig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorlegen. Die Maßnahme wird voraussichtlich vor allem Berufspendler aus Österreich und Tschechien treffen. Tschechien gilt laut Robert Koch-Institut ebenso als Risikogebiet wie die direkt an Bayern grenzenden österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg. (Quelle: Tagesschau) 

09:59 Uhr: Tschechiens Gesundheitsminister soll Corona-Regeln gebrochen haben
Der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula ist massiv unter Druck geraten, weil er sich nicht an seine eigenen strengen Corona-Vorschriften gehalten haben soll. Die Zeitung "Blesk" fotografierte den Politiker, wie er in Prag kurz vor Mitternacht ein Luxusrestaurant verlässt und dabei keine Maske trägt. Demnach habe sich der 56-Jährige dort mit dem Fraktionsvorsitzenden der populistischen Regierungspartei ANO, Jaroslav Faltynek, getroffen. Letzterer räumte das Fehlverhalten ein und bat im Parlament um Entschuldigung. Man habe in dem Restaurant "Dinge bei einem Kaffee besprochen". In Tschechien gelten strenge Ausgangsbeschränkungen. Die Menschen sind angehalten, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben. Restaurants müssen geschlossen bleiben. Sie dürfen Essen zum Mitnehmen an einem Fenster verkaufen, aber nur bis 22.00 Uhr. Die Opposition forderte den Rücktritt des erst vor einem Monat angetretenen Gesundheitsministers. Die Regeln müssten ohne Ausnahmen für alle gelten, forderte auch Innenminister Jan Hamacek. Der Sozialdemokrat sprach der Agentur CTK zufolge von einem "unentschuldbaren Versagen". Wer die Anordnungen der Regierung nicht respektiere, dürfe nicht im Kabinett sitzen. (Quelle: Tagesschau) 

09:44 Uhr: Ab Samstag Maskenpflicht in Teilen Griechenlands
Im Kampf gegen das Coronavirus hat die griechische Regierung die Maßnahmen verschärft: Von Morgen an gilt in 19 Regionen des Landes Maskenpflicht, wie Regierungschef Kyriakos Mitsotakis mitteilte. Betroffen ist davon rund die Hälfte der griechischen Bevölkerung, vor allem in Metropolregionen wie Attika samt der Hauptstadt Athen oder der Hafenstadt Thessaloniki. Außerdem wird für diese Regionen ein nächtlicher Lockdown gelten.
"Wir erwarten, dass die kommenden Monate schwierig werden", warnte Mitsotakis in einer Fernsehansprache. Mit den Maßnahmen wolle man einen vollständigen Lockdown vermeiden. Griechenland ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bisher verhältnismäßig schwach von Corona betroffen, doch in den vergangenen Wochen stiegen die Zahlen stark an. Zum Teil wurden mehr als 800 neue Fälle pro Tag verzeichnet - ein Negativrekord. (Quelle: Tagesschau) 

08:33 Uhr: Industrie warnt vor Herunterfahren der Wirtschaft
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat eindringlich vor einem Herunterfahren der Wirtschaft gewarnt. "Ein zweiter Lockdown wäre existenzgefährdend für zahlreiche Unternehmen in Deutschland", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er forderte die Bundesregierung auf, "eine besonnene Herbststrategie" gegen die Pandemie "mit einem klugen Mix aus passgenauen Maßnahmen von Bund und Ländern" vorzulegen.  Priorität müsse dabei die örtliche Verantwortung für die Eindämmungsmaßnahmen haben. Oberstes Ziel müsse bleiben, "Lockdowns zu verhindern, selbst wenn sie zeitlich befristet stattfinden sollten". Der Industriepräsident nannte es unnötig, "große Teile der Bevölkerung pauschal unter Quarantäne zu setzen". Stattdessen forderte er eine differenziertere Teststrategie und eine engmaschigere Nachverfolgung der Infektionsketten. (Quelle: Tagesschau) 

08:12 Uhr Wieder mehr als 14.000 Neuinfektionen in Tschechien
In Tschechien gibt es erneut mehr als 14.000 Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium meldete 14.151 bestätigte Fälle binnen 24 Stunden. Das ist etwas weniger als am Vortag, als es mit 14.968 Neuinfektionen einen neuen Rekord gab. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen stieg auf 223.065. In dem Land mit seinen knapp elf Millionen Einwohnern breitet sich das neuartige Virus in Europa derzeit am schnellsten aus. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich binnen 24 Stunden um 55 und stieg mit zudem nachträglich gemeldeten Fällen auf 1845. (Quelle: Tagesschau) 

05:19 Uhr: Erneut mehr als 11.000 Neuinfektionen in Deutschland
Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat am zweiten Tag in Folge bei mehr als 11.000 gelegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden am Vortag 11.242 neue Ansteckungsfälle erfasst. Dies waren 45 weniger als am Mittwoch, als der bisherige Höchstwert bei den täglich verzeichneten Neuinfektionen mit dem Virus in Deutschland ermittelt worden war.  Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland erfassten Infektionsfälle stieg auf 403.291. Die Zahl der mit dem neuartigen Virus im Zusammenhang stehenden Todesfälle wuchs auf 9954 - 49 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag den Angaben zufolge bei etwa 306.100. (Quelle: Tagesschau) 

04:31 Uhr: Ärzte-Verband: Haben die Kontrolle nicht verloren
Die Verbandschefin der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst, Ute Teichert, sieht derzeit keinen Kontrollverlust der Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie. "Ich glaube nicht, dass wir an dem Punkt sind, dass wir die Kontrolle verloren haben", sagte sie in den tagesthemen.

Meldungen aus Bayern

Unterfranken 

Unterfranken - Landkreis und Stadt Schweinfurt haben weiterhin die höchsten Inzidenzwerte
In Unterfranken sind seit gestern 175 neue Corona-Infektionen hinzugekommen. Damit ist die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie mit dem Virus Infizierten in Unterfranken auf 6547 gestiegen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf seiner Internetseite mit. Im Raum Schweinfurt gibt es nach wie vor die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwerte bezogen auf 100.000 Einwohner: Im Landkreis Scheinfurt liegt der aktuelle Wert bei 125,60. Die Stadt Schweinfurt folgt mit einem Wert von 114,18. Über dem Grenzwert von 50 liegen in Unterfranken derzeit sechs Städte und Landkreise: Stadt Würzburg (89,11), Landkreis Würzburg (65,31), Landkreis Haßberge (68,73), Landkreis Kitzingen (61,43) Landkreis Aschaffenburg (51,09), Miltenberg (59,03). Unter dem Inzidenzwert von 50 liegen nur drei Städte und Landkreise: Der Landkreis Rhön-Grabfeld hat einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 40,18. Einen etwas geringeren Wert hat der Landkreis Main-Spessart mit 30,12. Den geringsten Inzidenzwert kann laut dem LGL derzeit Bad Kissingen vorweisen - mit 23,25. (Quelle: BR) 

Zahlen in Unterfranken steigen weiter an
In den unterfränkischen Städten und Landkreisen steigen die Corona-Zahlen weiter an. Am höchsten sind die Inzidenzwerte weiterhin im Raum Schweinfurt. In der Stadt liegt die 7-Tage-Inzidenz nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) aktuell bei 114,2 und im Landkreis bei 125,6. Mit einem Inzidenzwert von 51,1 hat der Landkreis Aschaffenburg den Grenzwert von 50 nun überschritten. Die Stadt Aschaffenburg liegt mit einem Wert von 49,3 nur knapp darunter. Über 50 liegt der Inzidenzwert mit 59,0 im Landkreis Miltenberg und mit 52,1 im Landkreis Haßberge. Auch der Raum Würzburg überschreitet den Grenzwert von 50 weiterhin. Während die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt 89,1 beträgt, liegt sie im Landkreis bei 65,3. Der Landkreis Kitzingen hat aktuell einen Inzidenzwert von 61,4. Mit einem Wert von 38,9 überschreitet der Landkreis Rhön-Grabfeld nun auch den Grenzwert von 35. Nur die Landkreise Main-Spessart und Bad Kissingen liegen noch unter einem Inzidenzwert von 35. (Quelle: BR) 

Ab heute gilt die neue Corona-Ampel in Bayern
Ab heute gilt in Bayern die neue dunkelrote Stufe der Corona-Ampel. Damit werden ergänzende Regelungen für Gebiete geschaffen, in denen die Inzidenz bei über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt. Die zusätzlichen Regeln sehen insbesondere weitere Reduzierungen von Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen aller Art sowie eine Senkung der Sperrstunde auf 21 Uhr vor.
(Quelle: BR) 

Maskenpflicht – Bayernweite Kontrollaktion
In ganz Bayern kontrollieren Polizeibeamte am Freitag verstärkt die Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr. Zwischen 7 und 22 Uhr ist die Polizei in Bussen, Bahnen und an Bahnsteigen unterwegs und überprüft, ob die Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden. (Quelle: BR) 

Landkreis Miltenberg

Fallzahlen im Landkreis Miltenberg
Die Zahl der mit Covid-19 infizierten Personen im Landkreis Miltenberg liegt bei 127, die Anzahl der bekannt gewordenen Coronavirus-Infektionen bei 623 Personen. Derzeit werden vier Person stationär behandelt, davon eine Person intensivpflichtig. Acht Menschen sind verstorben, 488 Personen wurden bereits als gesund aus der Überwachung entlassen. 566 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Meldungen aus Hessen

Auch Landkreis Fulda verschärft Corona-Maßnahmen
Nachdem der Landkreis Fulda den Corona-Inzidenzwert von 50 überschritten hat, gibt nun auch dort verschärfte Corona-Maßnahmen. Das gab der Landkreis an diesem Freitag bekannt. Demnach gilt ab Sonntag wie in vielen Kreisen und Städten Hessens auch eine Obergrenze für Teilnehmer bei öffentlichen Zusammenkünften. Diese liegt nun bei 100 Menschen. Bei privaten Zusammenkünften in öffentlichen oder eigens angemieteten Räumen gilt eine Grenze von zehn Teilnehmern. In der Gastronomie gilt für die Gäste eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in allen Bereichen - außer am Sitzplatz. Auch bei allen öffentlichen Veranstaltungen, in Vergnügungsstätten oder in Kirchen gilt die Maskenpflicht. Zudem gibt es im öffentlichen Raum von 23 bis 6 Uhr ein Alkoholverbot. Die Verfügung gilt erst einmal bis zum 15. November. (Quelle: Hessenschau) 

Darmstädter Schulen dürfen Maskenverweigerer rausschmeißen
Schulen und Kitas in Darmstadt dürfen ab sofort Maskenverweigerern, die sich auf dem Schulgelände aufhalten, einen Platzverweis aussprechen. Das teilte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) am Freitag mit. Grund für den Erlass sind Geschehnisse vom Mittwoch, als sogenannte Querdenker und Maskengegner in das Schulgelände der Georg-Büchner-Schule vordrangen und anfingen, Schüler zu bedrängen und belästigen. "Das ist nicht hinnehmbar", betonte Partsch. "Die Herausforderung durch die Covid-19-Pandemie ist insbesondere für die Schulgemeinden schwierig genug, Störungen und Belästigungen dürfen und werden wir daher nicht zulassen." (Quelle: Hessenschau) 

Rechtsstreit um Sperrstunde für Gastronomie geht weiter
Der Rechtsstreit um die Verlängerung der Sperrstunde für Gastronomen im Kreis Marburg-Biedenkopf geht weiter. Der Kreis kündigte am Freitag in einer Mitteilung an, gegen eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen Beschwerde einzulegen. Der Kreis hatte Anfang der Woche wegen steigender Corona-Infektionen angeordnet, dass Restaurants und Kneipen bereits ab 23 Uhr schließen müssen, dagegen hatte sich eine Betreiberin eines Marburger Lokals per Eilantrag erfolgreich zur Wehr gesetzt. Konkret befand das Verwaltungsgericht Gießen die Allgemeinverfügung des Kreises für rechtswidrig. Der Kreis bemängelte nun, das Gericht habe sich bei seiner Entscheidung auf Zahlen des Robert Koch-Instituts von Anfang August bezogen. Seitdem habe sich das Infektionsgeschehen aber dramatisch verändert. Den Vorgaben des Landes zufolge sei eine Sperrstunde schon bei einer weitaus niedrigeren Inzidenz vorgesehen. Die Verlängerung der Sperrstunde sei nicht als Zeichen des Misstrauens gegenüber der Gastronomie zu sehen, betonte der Kreis. Es gehe um ein "weiteres Werkzeug zum präventiven Schutz der Menschen". (Quelle: Hessenschau) 

Groß-Gerau schränkt Kontakte weiter ein
Im Kreis Groß-Gerau gilt ab heute eine weitere Kontaktbegrenzung. Maximal fünf Menschen oder zwei Haushalte dürfen sich in der Öffentlichkeit treffen. "Aufgrund der derzeit hohen Infektionszahlen ist es bei einer Inzidenz von weit über 75 unumgänglich, auch die sozialen Kontakte weiter einzuschränken", begründeten Landrat Thomas Will (SPD) und der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer (Grüne) diese Entscheidung. Private Kontakte seien die häufigste Infektionsquelle. Am Freitag lag die Inzidenz bei 122,2.
Außerdem gilt in Groß-Gerau eine Maskenpflicht bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen und Glaubensgemeinschaften. Private Feiern sind auf zehn Menschen begrenzt. Zwischen 23 und 6 Uhr wurde eine Sperrstunde in der Gastronomie eingeführt. Sport darf nur noch kontaktlos und ohne Zuschauer ausgeübt werden. Menschen in Alten- oder Pflegeheimen dürfen nur noch dreimal in der Woche für jeweils eine Stunde Besuch bekommen. Der Kreis setzt damit weitgehend die Regelungen um, die auch andernorts im Rhein-Main-Gebiet gelten. (Quelle: Hessenschau) 

958 Neuinfektionen, sieben Tote
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Hessen weiter stark an. Mit 958 registrierten Fällen binnen 24 Stunden liegt die Zahl nun wieder unter der Eintausend-Marke. Es wurden sieben weitere Todesfälle gezählt, wie das Robert-Koch-Institut am Freitag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Insgesamt sind in Hessen 600 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt aktuell bei 29.398, davon gelten rund 21.100 als genesen.
Die Inzidenzen in den Kreisen und kreisfreien Städten liegen weiterhin teils deutlich über der höchsten Warnstufe ab 75 Neuinfektionen. In Frankfurt wurden 134,9 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen registriert - etwas weniger als am Vortag. In den Kreisen Groß-Gerau (122,2) und Marburg-Biedenkopf (108,9) sowie in Darmstadt (107,6) sind die Werte dagegen weiter gestiegen, in Offenbach leicht auf 112,1 gesunken. Es folgt der Main-Taunus-Kreis (93,5). (Quelle: Hessenschau) 

Odenwaldkreis

Nunmehr 615 Personen auf das Corona-Virus getestet
Im Odenwaldkreis sind aktuell (Stand 23.10., 16:20 Uhr) 615 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das ist gegenüber gestern ein Anstieg um 43. Die Zahl der Genesenen ist um neun auf 447 gestiegen, die Zahl der Verstorbenen (63) ist konstant. Der Infektionssaldo liegt bei 105.
Wie heute bereits vermeldet, hatte der Odenwaldkreis mit Stand heute Nacht, 00:00 Uhr, eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 erreicht. Wegen des weiterhin starken Anstiegs der Fallzahlen weist der Kreis heute noch eine Inzidenz von 75 auf und kommt damit in eine weitere vom Land Hessen festgelegte Warnstufe. Mit dieser Entwicklung sind schärfere Maßnahmen verbunden, über die wir in der vorangegangenen Meldung berichtet haben. Eine genaue Statistik über die Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen mit der Nennung von Regionen mit Fallzahlen, die höher als 20 sind, erfolgt anhand der akuten Entwicklung morgen wieder. Stationär behandelt werden aktuell sieben Personen, sechs davon im Gesundheitszentrum Odenwaldkreis (GZO) in Erbach, eine Person in einem Krankenhaus außerhalb des Kreises. Im GZO stehen noch vier Testergebnisse aus.

Meldungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

+++ 594 neue Corona-Fälle am Freitag +++
Das Gesundheitsministerium meldet am Freitag 594 neue Infektionen mit dem Coronavirus. 4.557 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert, am Vortag waren es 4.057. Im Zusammenhang mit einer Infektion sind bislang 268 Menschen gestorben, einer mehr als am Donnerstag. 10.943 Menschen gelten als genesen. Seit Freitag gilt für fünf weitere Städte und Kreise im Land die Warnstufe Rot. Dabei handelt es sich laut Landesuntersuchungsamt um den Kreis Germersheim (55,8), den Kreis Mainz-Bingen (59,1), die Südwestpfalz (68,5), den Kreis Trier-Saarburg (54,9) sowie die Stadt Trier (63,7).

Wieder hohe Zahl an neuen bestätigten Infektionen
In Baden-Württemberg sind nach den jüngsten Zahlen insgesamt 66.815 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - das sind 1.747 mehr als gestern. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg dabei um 9 auf 1.966. Das teilte das Landesgesundheitsamt mit (Stand: 16 Uhr). Im Schnitt haben sich in den vergangenen sieben Tagen landesweit 67,4 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus angesteckt. Gestern lag die landesweite Inzidenz noch bei 61,2. Am höchsten war der Inzidenz-Wert in den Stadt- und Landkreisen weiterhin in Heilbronn: Er lag bei 127,2. Es folgen der Alb-Donau-Kreis (123,8) und der Stadtkreis Mannheim (114,9). In der Landeshauptstadt Stuttgart ist der Wert auf 95 gestiegen. (Quelle: SWR) 

Main-Tauber-Kreis verschärft Corona-Regeln
Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz im Main-Tauber-Kreis auf 81,1 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gestiegen ist, wurden die Maßnahmen weiter verschärft. Es gilt ab sofort eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum wie in Fußgängerzonen, auf Märkten und Sportplätzen. Außerdem wird die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern auf zehn Personen reduziert. (Quelle: SWR) 

Klinikverbund Südwest: Steigende Zahl stationärer Covid-19-Patienten
Der Klinikverbund Südwest mit seinen vier Kliniken im Kreis Böblingen meldet immer mehr Covid-19-Patienten. Stand Donnerstag seien 19 Personen stationär behandelt worden, davon 4 intensivmedizinisch, teilte der Verbund mit. Landrat Roland Bernhard (parteilos), der Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikverbunds Südwest und der Kreiskliniken Böblingen, nennt die Zahlen "besorgniserregend". Im Vergleich zum Monatsanfang hätten sich die Patientenzahlen verfünffacht, nun sei man im Prinzip auf dem Stand von Mitte März. Doch damals habe man das reguläre OP-Programm ausgesetzt. Im Gegensatz dazu würden die Kliniken momentan noch unter Volllast fahren. Das heißt, parallel zum regulären OP-Programm erfolge die Covid-19-Versorgung. "Angesichts der steigenden Infektionszahlen ist es aber fraglich, wie lange diese Doppelbelastung so noch aufrechterhalten werden kann", sagte Bernhard.

Main-Tauber-Kreis

20 neue Coronavirus-Infektionen (Zahlen 23. Oktober) 

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Freitag, 23. Oktober, 20 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Die Betroffenen leben im Gebiet der Städte und Gemeinden Ahorn, Bad Mergentheim, Boxberg, Grünsfeld, Königheim, Külsheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim und Wertheim. Es handelt sich in mindestens neun Fällen um Kontakte zu bereits bekannten Fällen sowie um eine Person, die aus einem Risikogebiet im Ausland zurückgekehrt ist. 19 neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person befindet sich in stationärer Behandlung. Die Kontakte der neu Infizierten werden ermittelt. Für die Kontaktpersonen wird häusliche Isolation angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 780.
Von den infizierten Personen im Main-Tauber-Kreis sind, wie berichtet, insgesamt 595 Personen wieder genesen. Derzeit sind 174 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 1 (+1), Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 58 (+2), Boxberg: 23 (+1), Creglingen: 1, Freudenberg: 1, Großrinderfeld: 3, Grünsfeld: 4 (+1), Igersheim: 12, Königheim: 3 (+1), Külsheim: 4 (+1), Lauda-Königshofen: 6 (+1), Niederstetten: 6, Tauberbischofsheim: 20 (+7), Weikersheim: 11, Werbach: 2, Wertheim: 17 (+5) und Wittighausen: 2.

+++ Meldungen 22. Oktober +++

Weltweit 

17:09 Uhr: Großeinsatz der Polizei in Berlin geplant
Vor dem Hintergrund des dynamischen Infektionsgeschehens mit dem Coronavirus soll die Einhaltung der geltenden Infektionsschutzverordnung am Wochenende in Berlin verstärkt von der Polizei kontrolliert werden. Die Berliner Polizei werde bei dem Großeinsatz von der Bundespolizei unterstützt, teilte die Senatsinnenverwaltung mit. Darauf hätten sich Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verständigt. Die Bundespolizei werde am Samstag und Sonntag mit jeweils 500 Einsatzkräften gemeinsam mit der Berliner Polizei stadtweit kontrollieren, hieß es. Weitere 500 Einsatzkräfte kämen vom Land Berlin. Damit seien am kommenden Wochenende täglich jeweils etwa 1.000 Polizistinnen und Polizisten ausschließlich zur Überwachung der Infektionsschutzverordnung im Einsatz. Schwerpunkte seien die Einhaltung der Maskenpflicht und des Abstandsgebots. Ab Samstag gilt in Berlin eine neue Infektionsschutzverordnung. Es gilt eine Maskenpflicht für Wochenmärkte, für zehn Einkaufsstraßen wie Ku'damm und Friedrichstraße, für Warteschlangen und Shoppingmalls. Draußen dürfen sich nur noch 25 statt bisher 50 Menschen treffen. (Quelle: Tagesschau) 

14:58 Uhr: Altmaier fordert Länder zu einheitlicher Linie auf
Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Neuinfektionen hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Länder zu einer einheitlichen Linie aufgefordert. "Wir können uns in dieser angespannten, ja teilweise dramatischen Situation einen Flickenteppich unterschiedlicher und widersprüchlicher Regelungen nicht leisten", sagte der CDU-Politiker nach Beratungen mit Wirtschaftsverbänden. Altmaier sprach von einer Zuspitzung der Pandemie-Lage, die "bedrückt und betroffen macht". Auch im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung müsse dafür gesorgt werden, die schnelle Dynamik der Ausbreitung der Infektionen wieder zu brechen. Nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr hoffe die Bundesregierung, dass es im nächsten Jahr ein deutliches Wirtschaftswachstum gebe. Dies stehe aber unter dem Vorbehalt, dass ein flächendeckender neuer Lockdown verhindert werde könne und die wirtschaftliche Tätigkeit durch die Ausbreitung der Infektionen nicht völlig zum Erliegen komme. Zudem machte Altmaier Freiberuflern und Selbstständigen im Zuge geplanter Nachbesserungen von Corona-Hilfen Hoffnung auf einen "Unternehmerlohn". Dazu müsse in der Koalition aber noch eine Einigung gefunden werden. Altmaier sagte zu, staatliche Hilfen zu verbessern und zu erhöhen. Dabei gehe es auch darum, wie Solo-Selbständigen besser geholfen werden könne. (Quelle: Tagesschau) 

14:09 Uhr: Scholz wendet sich gegen "wenig ausgegorene" Corona-Vorschläge
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat davor gewarnt, mit immer neuen Vorschlägen zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Akzeptanz der Beschlüsse von Bund und Ländern zu untergraben. Auch in der Politik sei mehr Disziplin wünschenswert, sagte Scholz der Nachrichtenagentur Reuters. Manche neu ins Spiel gebrachte Maßnahme ziele eher auf Profilierung ab. "Es ist nicht klug, täglich neue, wenig ausgegorene Vorschläge zu machen, die oft eher der eigenen Profilierung dienen als dazu, die Pandemie wirksam einzudämmen", sagte der SPD-Kanzlerkandidat. Scholz mahnte zur Disziplin auf allen Seiten. Die Beschlüsse von Bund und Ländern würden nur akzeptiert und könnten nur wirken, wenn sie gut erklärt und gemeinsam vertreten würden. "Alle sind aufgefordert, sich an die Regeln zu halten, die im Übrigen auch kontrolliert werden müssen, überall", sagte Scholz. "Im Augenblick können wir uns nur mehr Disziplin wünschen - von allen Beteiligten, auch von der Politik." (Quelle: Tagesschau) 

12:02 Uhr: Deutsche horten wieder Toilettenpapier
Die Deutschen neigen aus Sorge vor einem Lockdown angesichts stark steigender Corona-Infektionen wieder zu Hamsterkäufen. Die Verkaufszahlen von Toilettenpapier lagen in der Woche vom 12. bis 17. Oktober fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Absatz von Desinfektionsmitteln wuchs um knapp drei Viertel und der von Seife um fast zwei Drittel. Auch die Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln zog an: So stieg der Absatz von Mehl um 28,4 Prozent, von Hefe um 34,8 Prozent und von Reis um 53,3 Prozent. (Quelle: Tagesschau) 

10:24 Uhr: RKI-Chef: Höhere Ausbreitung in privaten Haushalten
Der Aussage des Chefs des Robert Koch-Institutes, Lothar Wieler, zufolge nehmen die Infektionen in privaten Haushalten im Vergleich zum Frühjahr deutlich zu. Menschen würden sich vermehrt bei privaten Treffen anstecken und das Virus dann in den eigenen Haushalt tragen. Weiterhin würden sich im Vergleich zur sogenannten ersten Welle mehr jüngere Menschen infizieren. Daher habe auch die Zahl der leichteren Krankheitsverläufe zugenommen. (Quelle: Tagesschau) 

09:50 Uhr: KfW-Umfrage: In mittelständischen Firmen droht massiver Jobverlust
Die Corona-Krise reißt ein milliardenschweres Loch in die Kassen der mittelständischen Unternehmen bundesweit. In seinem Mittelstandspanel schätzt die staatliche Förderbank KfW, dass die Gewinne dieser Konzerne im gesamten Jahr 2020 im rund 545 Milliarden Euro einbrechen könnten. Die KfW zählt Firmen mit einem Umsatz von maximal 500 Millionen Euro jährlich zum Mittelstand. Die finanziellen Einbußen könnten zu einem umfassenden Stellenabbau führen. Der Umfrage zufolge planen 16 Prozent der kleinen und mittleren Firmen in diesem Jahr die Zahl der Mitarbeiter zu reduzieren, um Kosten zu senken. Insgesamt könnte die Zahl der beschäftigten um rund 3,3 Prozent abnehmen, was einem Verlust von fast 1,1 Millionen Arbeitsplätzen entsprechen würde. (Quelle: Tagesschau)

09:20 Uhr: Tschechien meldet erneut Höchstwert
In Tschechien steigen die Corona-Zahlen immer drastischer an: Mit fast 15.000 weiteren Ansteckungen in 24 Stunden verzeichneten die Behörden erneut einen Höchstwert an Neuinfektionen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität steigt die Zahl der Corona-Fälle damit auf fast 209.000 an. In dem Land gelten darum wieder strikte Beschränkungen: Einwohner dürfen ihre Wohnung oder ihr Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen oder um einzukaufen. Bis auf Supermärkte und Drogerien wurden fast alle Geschäfte wieder geschlossen. (Quelle: Tagesschau) 

08:49 Uhr: Nachfrage nach Hygieneartikeln bleibt hoch
Die großen Hamsterkäufe haben sich zwar gelegt, trotzdem kaufen die Deutschen nach wie vor deutlich mehr Hygieneprodukte, wie eine Zählung des Statistischen Bundesamts aufzeigt. Der größte Verkaufsschlager bleibt dabei das Toilettenpapier: In der Woche vom 12. bis zum 17. Oktober lag der Absatz im Vergleich zu den durchschnittlichen Verkaufszahlen in den Vorkrisen-Monaten August 2019 bis Januar 2020 um fast 90 Prozent höher. Auch der Verkauf von Desinfektionsmittel legte um 72,5 Prozent zu, ebenso von Seife mit 62,3 Prozent. (Quelle: Tagesschau) 

07:36 Uhr: Landkreis Passau wird "dunkelrot"
Laut aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts hat der niederbayerische Landkreis Passau den Wert von 100 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen überschritten. In Gebieten dieser Warnstufe sollen nach Entscheidung der Landesregierung die Corona-Maßnahmen verschärft werden. (Quelle: Tagesschau) 

06:06 Uhr: RKI meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen
Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland hat erstmals den Wert von 10.000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Morgen 11.287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 392.049 Menschen bundesweit nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9905. Das waren 30 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es inzwischen etwa 306.100 Genesene. (Quelle: Tagesschau) 

03:02 Uhr: Obama prangert "Inkompetenz" im Kampf gegen Pandemie an
Der frühere US-Präsident Barack Obama hat der Regierung seines Nachfolgers Donald Trump bei der Eindämmung der Pandemie "Inkompetenz" und das Verbreiten von Falschinformationen vorgeworfen. Viele Menschen in den USA hätten nicht sterben müssen, wenn auch nur "grundlegende" Maßnahmen ergriffen worden wären, sagte der Demokrat bei einer Wahlkampfveranstaltung. Der Vergleich mit anderen Ländern wie dem Nachbarn Kanada zeige, dass die Zahl der Corona-Toten deutlich geringer hätte ausfallen können, sagte Obama im Bundesstaat Pennsylvania. "Die Pandemie wäre für jeden Präsidenten schwierig gewesen", räumte Obama ein. Das "Ausmaß der Inkompetenz und der Falschinformationen" seitens der Regierung habe die Situation aber weiter verschlimmert. Obama nannte den Republikaner Trump dabei nicht namentlich, es schien aber klar, auf wen er damit abzielte. (Quelle: Tagesschau) 

Meldungen aus Bayern

Unterfranken 

Landkreis Miltenberg

Fallzahlen im Landkreis Miltenberg
Die Zahl der mit Covid-19 infizierten Personen im Landkreis Miltenberg liegt bei 110, die Anzahl der bekannt gewordenen Coronavirus-Infektionen bei 597 Personen. Derzeit werden vier Person stationär behandelt, davon eine Person intensivpflichtig. Acht Menschen sind verstorben, 479 Personen wurden bereits als gesund aus der Überwachung entlassen. 542 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Landkreis Aschaffenburg

Corona-Fälle an drei Schulen in Aschaffenburg
Wie die städtische Pressestelle soeben mitteilt, ist es an gleich drei Schulen in Aschaffenburg zu neuen Corona-Fällen gekommen. In der Schönberg Mittelschule Aschaffenburg wurden insgesamt fünf Schüler (vier aus Klasse 7, einer aus Klasse 9) positiv auf SARS-CoV2 getestet. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind ca. 40 Schüler und zwei Lehrkräfte als Kontaktpersonen der Kategorie 1 einzustufen. Ihnen wird eine Quarantäne bis zum 28.10. auferlegt. In der Brentano Mittelschule Aschaffenburg wurde eine Schülerin aus der Klasse 9a positiv auf SARS-CoV2 getestet. 26 Schüler sind in Quarantäne, ob und wie viele Lehrkräfte betroffen sind, steht noch nicht fest. In der Strietwald-Grundschule Aschaffenburg wurde ein Lehrer positiv auf SARS-CoV2 getestet. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind 25 Schüler der Schulklasse 3a als Kontaktpersonen der Kategorie 1 einzustufen. Bei neun betroffenen Lehrkräften wird individuell ermittelt, ob sie der Kontaktpersonenkategorie 1 oder 2 zuzuordnen sind. Alle Kontaktpersonen werden getestet. Das Gesundheitsamt steht in engem Austausch mit den Schulen (Quelle: BR) 

138 Fälle in Stadt und Landkreis Aschaffenburg
In Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind aktuell 155 Menschen mit Covid-19 infiziert. 40 davon kommen aus der Stadt, 115 kommen aus dem Landkreis. Wie das Landratsamt mitteilt, befinden sich neben den positiv getesteten Menschen derzeit 732 Kontaktpersonen in Stadt und Landkreis in Quarantäne. Stationär behandelt werden müssen neun Personen. Bisher sind 43 Menschen in Stadt und Landkreis Aschaffenburg im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in der Stadt bei 35,2 und im Landkreis bei 43,1.
In Folge eines bestätigten Coronafalles hat das Gesundheitsamt die Kinder sowie die Beschäftigten des Kindergartens "Im Liebesgrund" in Laufach als Kontaktperson der Kategorie 1 identifiziert und bis zum 30. Oktober in Quarantäne geschickt. Die Einrichtung bleibt solange geschlossen. (Quelle: BR) 

Landkreis Main-Spessart

Kindergärten in Main-Spessart geschlossen
Der Kindergarten Theresienheim in der Karlstadter Altstadt bleibt komplett geschlossen. 100 Kinder und 20 Mitarbeiter stehen aktuell unter Quarantäne. In der Einrichtung wurden zunächst zwölf Kinder einer Gruppe auf das Coronavirus getestet, weil sich eine Betreuungskraft mit dem Virus angesteckt hatte. Nun sind drei weitere positive Fälle hinzugekommen. Ebenfalls geschlossen und unter Quarantäne ist der Kindergarten in Urspringen mit 73 Personen. Auch dort müssen die Kinder und Erzieher auf Covid-19 getestet werden. (Quelle: BR) 

Meldungen aus Hessen

Maskenpflicht in Darmstädter Innenstadt
Weil die Corona-Inzidenz in Darmstadt auf fast 89 gestiegen ist, verschärft die Stadt die Maßnahmen. So gilt in der Innenstadt ab Samstag in der Zeit zwischen 8 und 22 Uhr eine Maskenpflicht - davon ausgenommen sind Außensitzplätze in Cafés und Restaurants. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit.
Außerdem müssen Mund und Nase bei allen öffentlichen Veranstaltungen bedeckt werden. Die Teilnehmerzahl wird auf höchstens 100 begrenzt, private Treffen auf maximal 10 Menschen oder zwei Haushalte. Zwischen 23 und 6 Uhr gilt in Darmstadt ab Samstag ein Alkoholverbot. (Quelle: Hessenschau) 

Luftfilter-Bedarf an Schulen muss erst ermittelt werden
Zehn Millionen Euro will das Land Hessen bereitstellen, um Schulen mit Luftfiltern auszustatten. Forscher der Goethe-Universität Frankfurt sind von der Wirksamkeit der Geräte überzeugt und begrüßen die Entscheidung des Landes. "Das ist ein sehr guter Anfang", sagte Joachim Curtius, Professor für experimentelle Atmosphären-Forschung, am Donnerstag dem hr. Das Geld sollte seiner Meinung nach ausreichen, "um alle Klassenräume, die schlecht belüftet sind, auszustatten".
Das Geld wird an die kommunalen Schulträger gehen, die vor Ort entscheiden, was damit geschieht. Wie hoch die Summen sind, mit denen die Städte und Gemeinden rechnen können, ist noch nicht festgelegt. "Wenn man die Schülerzahlen als Basis nimmt, müsste der auf den Landkreis Kassel entfallende Betrag bei rund 330.000 Euro liegen", teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. In fast allen der 2.000 Klassenräume in den 75 Schulen im Landkreis sei Stoßlüftung möglich. Man müsse zunächst den Bedarf ermitteln.
Handlungsbedarf bestehe vor allem bei innenliegenden Fachräumen, erklärte ein Sprecher der Stadt Fulda. Erste Geräte seien bestellt, mit der Lieferung rechne man aber wegen der gewaltigen Nachfrage frühestens im Dezember. (Quelle: Hessenschau) 

Besuchsverbot im Klinikum Fulda
Wegen stark steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus auch im Landkreis Fulda gilt von Freitag (23. Oktober) an ein komplettes Besuchsverbot im Klinikum Fulda. Krankenbesuche sind somit - wie auch bereits im März und April in der Anfangsphase der Virus-Pandemie – vorerst wieder nicht gestattet. Ausnahmen können im Einzelfall nach Rücksprache mit der Station für werdende Väter, Besuche in der Kinderklinik sowie auf den Intensivstationen und der Palliativstation gemacht werden, wie das Krankenhaus am Donnerstag mitteilte. (Quelle: Hessenschau) 

Über 1.000 Neuinfektionen, drei Todesfälle
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Hessen weiter stark an. Mit 1.133 registrierten Fällen binnen 24 Stunden überschreitet die Zahl erstmals die Eintausend-Marke. Zudem wurden drei weitere Todesfälle gezählt, wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Insgesamt sind in Hessen 593 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt aktuell bei 28.440, davon gelten rund 20.800 als genesen.
Auch die Inzidenzen in den Kreisen und kreisfreien Städten schnellen weiter in die Höhe. In Frankfurt wurden 143,8 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen registriert, das sind fast 20 mehr als noch am Vortag. In Offenbach ist der Wert ganz leicht auf 126,7 gesunken, im Kreis Groß-Gerau dagegen deutlich auf 110,6 gestiegen. Es folgt Wiesbaden (93,0), Darmstadt erreicht mit 88,8 erstmals die höchste Warnstufe des Landes. In Kassel ist der mit 70,2 deutlich gesunken und unter die Marke von 75 gerutscht. (Quelle: Hessenschau) 

Odenwaldkreis

Abermals mehr nachgewiesene Corona-Infektionen
Im Odenwaldkreis sind aktuell (Stand: 22.10., 13:40 Uhr) 572 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das ist gegenüber gestern ein Anstieg um 15. Die Zahl der Genesenen (438) und Verstorbenen (63) ist unverändert. Der Infektionssaldo liegt bei 71. Die vom Land Hessen errechnete Sieben-Tage-Inzidenz für den Odenwaldkreis liegt bei 39,3. Das entspricht 37 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen. Von diesen 37 Neuinfizierten entfallen 23 auf die Unterzent (Höchst, Breuberg und Lützelbach). Nachdem im Pflegeheim Oberscholzenhof in Brensbach Infektionen bei Bewohnern und Mitarbeitern nachgewiesen worden waren, steht die Einrichtung seit heute unter Quarantäne. Das Gesundheitsamt hat alle erforderlichen Maßnahmen getroffen, steht in ständigem Kontakt mit der Einrichtung und testet alle Bewohner und Mitarbeiter. Stationär behandelt werden aktuell vier Personen, drei davon im Gesundheitszentrum Odenwaldkreis (GZO) in Erbach, eine Person in einem Krankenhaus außerhalb des Kreises. Im GZO stehen noch fünf Testergebnisse aus.

Meldungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz 

+++ Corona-Warnstufe auch im Kreis Mainz-Bingen auf Rot +++
Nach der Stadt Mainz hat nun auch der Landkreis Mainz-Bingen die Corona-Warnstufe Rot erreicht. Nach Angaben der Kreisverwaltung kamen in den vergangenen sieben Tagen dort 54 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner hinzu. Landrätin Dorothea Schäfer (CDU) appellierte in einer Videobotschaft an alle Bürgerinnen und Bürger, man müsse jetzt gemeinsam alles daran setzen, dass sich das Virus nicht weiter unkontrolliert ausbreite: "Treffen Sie sich mit deutlich weniger Menschen und verzichten Sie bitte auf jede nicht zwingend notwendige Feier oder Reise." Das Gesundheitsamt sei rund um die Uhr im Einsatz, so Schäfer. Die Kontaktnachverfolgung, um Ansteckungsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen, sei inzwischen aber nicht mehr zeitnah aufrecht zu erhalten. (Quelle: SWR) 

+++ Zahl der Coronainfektionen steigt weiter an +++
Das Gesundheitsministerium meldet am Donnerstag 546 neue Infektionen mit dem Coronavirus. 4.057 Menschen in Rheinland-Pfalz sind aktuell infiziert. Seit Beginn der Pandemie gab es 15.174 laborbestätigte Corona-Infektionen. 267 Todesfälle wurden gezählt. 10.850 Menschen gelten als genesen. (Quelle: SWR) 

Fast 2.000 Neuinfektionen an einem Tag
In Baden-Württemberg sind nach jüngsten Zahlen insgesamt 65.068 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - das sind 1.950 mehr als gestern. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg dabei um 7 auf 1.957. Das teilte das Landesgesundheitsamt mit. Im Schnitt haben sich in den vergangenen sieben Tagen 61,2 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus angesteckt. Gestern lag die Inzidenz noch bei 53,4. Über der Schwelle von 50 lagen heute insgesamt 28 Stadt- und Landkreise. Am höchsten war der Wert weiterhin in Heilbronn: Er kletterte auf 140,6. Auffällig auch die Zahlen in Bietigheim-Bissingen: Dort stieg die Inzidenz an einem Tag auf 243. (Quelle: SWR) 

+++ Keine Zuschauer beim Spiel Mainz 05 gegen Gladbach +++
Beim Heimspiel des Fußballbundesligisten FSV Mainz 05 am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach werden keine Zuschauer zugelassen. Laut Verein hatte die Stadt in ihrer neuen Coronaverordnung festgelegt, dass nur noch 100 statt 250 Zuschauer zugelassen werden dürfen. Die Verordnung gilt seit Mitternacht. Aus Sicht des Vereins ist der Aufwand, die Tribünen unter den notwendigen Hygienemaßnahmen zu öffnen, zu groß. Fans bekommen für ihre Tickets laut Mainz 05 ihr Geld zurück. (Quelle: SWR) 

Hohe Inzidenz in Bietigheim-Bissingen
In der Stadt Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) ist nach einem Corona-Ausbruch in einem Flüchtlingsheim die Sieben-Tage-Inzidenz auf 243 gestiegen. Das hat eine Sprecherin der Stadt dem SWR bestätigt. Bei Tests in dem Heim waren vergangene Woche 31 Menschen positiv getestet worden, am selben Tag kamen 19 weitere Fälle aus dem übrigen Stadtgebiet hinzu. In der Regel stelle man nur 6 bis 10 Neuinfektionen am Tag fest, so die Sprecherin. (Quelle: SWR) 

Inzwischen neun Tote in Marxzeller Altenheim
Nach dem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Marxzell (Kreis Karlsruhe) sind inzwischen neun Bewohner in Zusammenhang mit der Infektion gestorben. Das hat das Landratsamt Karlsruhe bestätigt. Vor etwa drei Wochen waren in dem Pflegeheim die ersten Bewohner an Covid-19 erkrankt. In den folgenden Tagen wurden von den rund 100 Bewohnern 39 positiv auf das Virus getestet, außerdem weitere 15 Beschäftigte. (Quelle: SWR) 

Landesschülersprecherin: Luftfilter sinnvoller als Masken
Die Sprecherin des Landesschülerbeirats in Baden- Württemberg, Elisabeth Schilli, hält die Maskenpflicht ab Klasse fünf nicht für das optimale Mittel im Kampf gegen steigende Corona-Infektionen. Sie sprach sich im SWR stattdessen für mehr Luftfilter in Klassenräumen aus: "Dadurch würde man auch dem Lüftungsproblem entgehen, das ja auch noch nicht ganz geklärt ist - wie das funktioniert, wenn es Minusgrade hat." Die Verfügbarkeit solcher Geräte ist aus Schillis Sicht dabei nicht das Problem, sondern eher der Preis. "Allerdings muss man hier auch sehen, dass es sich nicht um eine Investition bis zu den Weihnachtsferien handelt, sondern dass uns die Pandemie noch eine Weile begleiten wird." (Quelle: SWR) 

Main-Tauber-Kreis 

Zehn neue Coronavirus-Infektionen (Zahlen 22. Oktober) - Kreis offiziell Risikogebiet 

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Donnerstag, 22. Oktober, zehn neue Fälle einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Die Betroffenen leben im Gebiet der Städte und Gemeinden Bad Mergentheim, Boxberg, Grünsfeld, Königheim, Lauda-Königshofen, Werbach, Wertheim und Wittighausen. Es handelt sich in mindestens zwei Fällen um Kontakte zu bereits bekannten Fällen. Neun neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person muss stationär behandelt werden. Die Kontakte der neu Infizierten werden ermittelt. Für die Kontaktpersonen wird häusliche Isolation angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 760. Von den infizierten Personen im Main-Tauber-Kreis sind 20 weitere und damit insgesamt 595 Personen wieder genesen. Derzeit sind 154 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 0, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 56 (+1), Boxberg: 22 (+1), Creglingen: 1, Freudenberg: 1, Großrinderfeld: 3, Grünsfeld: 3 (+1), Igersheim: 12, Königheim: 2 (+1), Külsheim: 3, Lauda-Königshofen: 5 (+1), Niederstetten: 6, Tauberbischofsheim: 13, Weikersheim: 11, Werbach: 2 (+1), Wertheim: 12 (+3) und Wittighausen: 2 (+1).  Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz im Main-Tauber-Kreis liegt am Donnerstag, 22. Oktober, bei 81,1. Er beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (15. bis 21. Oktober) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

+++Meldungen 21. Oktober+++


Weltweit

19:54 Uhr: Teilnehmer von Impfstoffstudie gestorben
Ein Proband der Corona-Impfstoffstudie des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist nach Angaben der dortigen Behörden gestorben. Einzelheiten teilte die Gesundheitsaufsicht unter Verweis auf die ärztliche Schweigepflicht nicht mit. Das Testprogramm werde fortgesetzt. Die Universität Oxford, die bei der Entwicklung des Impfstoffs mit AstraZeneca kooperiert, erklärte, eine sorgfältige Analyse des Todesfalls in Brasilien habe keine Anhaltspunkte für Sicherheitsprobleme ergeben. Neben der brasilianischen Behörde hätten auch unabhängige Kontrolleure zur Fortsetzung der Studie geraten. Die Universität von Sao Paolo, die die Studie in Brasilien mit koordiniert, erklärte, der Verstorbene sei Brasilianer gewesen. AstraZeneca führt klinische Studien mit seinem Präparat auch in Großbritannien, Südafrika, Indien und Japan durch. Das Unternehmen hatte das Programm aber wegen einer ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden unlängst unterbrechen müssen. Eine Genehmigung zur Wiederaufnahme der Studie in den USA steht noch aus. Am Dienstag hatten Insider gesagt, die US-Gesundheitsbehörde FDA könne aber noch diese Woche grünes Licht geben. AstraZeneca gehört zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus. (Quelle: Tagesschau) 

17:14 Uhr: Fast 8800 Neuinfektionen in den Niederlanden
In den Niederlanden ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erneut stark angestiegen. 8764 neue Fälle seien in 24 Stunden registriert worden, 589 mehr als am Vortag, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mit. Am Vortag hatte das Institut noch einen weniger steilen Anstieg festgestellt und auf eine Stabilisierung der Zahlen gehofft. Vor einer Woche war ein Teil-Lockdown verhängt worden. Unter anderem alle Gaststätten mussten schließen, Bürger dürfen nur noch drei Gäste am Tag empfangen und sollen öffentliche Verkehrsmittel nur in dringenden Fällen nutzen. Auch die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen steigt. Zudem wurden mehr Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind nun gesichert mehr als 6800 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (Quelle: Tagesschau) 

15:45 Uhr: EU weitet Einreisebeschränkungen auf Kanada und Tunesien aus
Die EU-Staaten weiten die in der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen wieder auf Kanada, Georgien und Tunesien aus. Für die drei Länder soll nach einer Einigung der EU-Botschafter keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen gelten. Singapur hingegen wurde zur Liste der Länder hinzugefügt, aus denen nicht zwingend notwendige Reisen in die EU wieder möglich sind, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Diplomatenkreisen erfuhr. Somit dürfen künftig nur noch Menschen aus acht Ländern normal in die EU einreisen: Australien, Japan, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Uruguay und Singapur. Es sind die ersten Änderungen der Liste seit rund zweieinhalb Monaten. Die Entscheidung der Botschafter muss nun noch im schriftlichen Verfahren von den Hauptstädten bestätigt werden. (Quelle: Tagesschau) 

14:42 Uhr: Bayern verschärft Corona-Auflagen
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine zusätzliche Warnstufe der so genannten Corona-Ampel angekündigt. Neben den geltenden Stufen bei Inzidenzzahlen von 35 und 50 sollten die Einschränkungen in Landkreisen mit einer Zahl von 100 von "Rot" auf "Dunkelrot" springen und damit automatisch weiter verschärft werden. Das hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Regierungserklärung bekannt gegeben. Zu den Verschärfungen ab einem Inzidenzwert von 100 in einer Region zähle eine Gastronomie-Sperrstunde ab 21.00 Uhr. Auch seien dann keine Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen erlaubt. Der Ministerpräsident will im Freistaat zudem eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots einführen. Wer sich binnen 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat und nach Deutschland zum Arbeiten pendelt, soll künftig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorweisen müssen. (Quelle: Tagesschau) 

13:31 Uhr: Tschechien schränkt das öffentliche Leben ein
Angesichts steigender Infektionszahlen verhängt die Regierung in Tschechien erneut einen Lockdown. Das Gesundheitssystem sei an den Grenzen seiner Kapazität, sagt Minister Roman Prymula. Die meisten Geschäfte und Dienstleistungen werden demnach geschlossen. Die Bürger sind dazu angehalten, lediglich für den Weg zur Arbeit, Einkäufe und den Besuch beim Arzt vor die Tür zu gehen und nur notwendige Reisen zu unternehmen. (Quelle: Tagesschau) 

10:36 Uhr: Neue Überbrückungshilfen abrufbar
Die überarbeitete Überbrückungshilfe für Selbstständige und mittelständische Unternehmen kann ab diesem Mittwoch beantragt werden. Das teilt das Wirtschaftsministerium mit. Es geht dabei um Zuschüsse zu den Fixkosten für die Monate September bis Dezember. Sie helfe Unternehmen, die durch behördliche Anordnungen oder Hygiene- und Abstandsregeln weiter geschlossen seien oder nur mit halber Kraft fahren könnten, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Beispielsweise sei die Begrenzung der Förderung bei bis zu zehn Beschäftigten auf maximal 15.000 Euro gestrichen worden. Die Regierung arbeitet zudem gerade die Details aus, die Überbrückungshilfen, die bislang aber deutlich weniger als erwartet abgerufen wurden, ins Jahr 2021 zu verlängern. (Quelle: Tagesschau) 

10:21 Uhr: RKI: Corona-Fallsterblichkeit unter einem Prozent
Weit weniger als jeder Hundertste der gemeldeten Corona-Infizierten in Deutschland ist zuletzt an oder mit Beteiligung der Infektion gestorben. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt der Anteil Verstorbener an allen laborbestätigten Corona-Infektionen seit der Kalenderwoche 34 (17.8. bis 23.8.) bei deutlich unter einem Prozent. Der überwiegende Teil (85 Prozent) der mehr als 9800 Corona-Toten seit Beginn der Pandemie war laut RKI 70 Jahre oder älter. Unter 50 Jahre alt waren 130 Betroffene, was 1,3 Prozent aller Corona-Toten entspricht. Die Zahl der Toten pro Woche hatte Anfang April mit mehr als 1600 ihren Höchststand erreicht und war dann deutlich gesunken. Seit Anfang September stieg sie wieder leicht an und lag zuletzt bei etwa 200 Fällen binnen sieben Tagen. Mit Blick auf die gesamte Pandemie in Deutschland gab das RKI die Fallsterblichkeit am Dienstag mit 2,6 Prozent an. Dass diese Zahl wesentlich höher ist als die Sterblichkeit in den vergangenen Wochen, liegt vor allem an den höheren Werten im Frühjahr. Damals hatten sich vermehrt Ältere angesteckt, zudem wurden weniger Menschen ohne oder mit nur leichten Symptomen getestet. (Quelle: Tagesschau) 

08:35 Uhr: Berliner Gesundheitssenatorin warnt vor zweitem Lockdown
Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat die verschärften Maßnahmen gegen eine weitere Corona-Ausbreitung in der Hauptstadt verteidigt. Im Inforadio vom rbb sagte Kalayci: "Das Infektionsgeschehen ist diffus, ist nicht mehr Ausbrüchen eindeutig zuzuordnen - nur noch acht Prozent." Daher bleibe nichts anderes übrig, als die allgemeinen Regeln stärker durchzusetzen. Dazu gehöre, die Kontakte zu minimieren, Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und Abstand zu halten. "Ehrlich gesagt, darüber hinaus haben wir nicht so viele Mittel, dann bleibt nur noch ein Lockdown." Die SPD-Politikerin wandte sich zugleich gegen die Forderung des Linken-Bezirksbürgermeisters von Pankow, Sören Benn, nach einem zeitlich begrenzten bundesweiten Lockdown: "Was mich an dem Vorschlag stört ist, das so ein bisschen planspielerisch zu testen. Aber was ist mit den sozialen Folgen, mit den wirtschaftlichen Folgen? Wollen wir wirklich auch Bildung wieder auf der Strecke lassen?" Ihre Strategie sei, mit strengen Maßnahmen jetzt einen Lockdown zu verhindern, betonte Kalayci. (Quelle: Tagesschau) 

07:54 Uhr: In NRW leben zwei Drittel der Bewohner im Risikogebiet
In Nordrhein-Westfalen wohnen inzwischen zwei Drittel der Bevölkerung in einem Corona-Risikogebiet. Rund 12 Millionen Einwohner leben in Städten oder Kreisen, die über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen liegen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Münster mit rund 315.300 Einwohnern war demnach die einzige größere Stadt, die mit 33 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tage unter dem kritischen Grenzwert von 50 blieb. Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW hat knapp 18 Millionen Einwohner. Mehrere Regionen verzeichneten sogar mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche - darunter die Millionenstadt Köln mit einem Wert von 104,5. Dunkelrot auf der RKI-Karte waren auch Duisburg, Gelsenkirchen, die Städteregion Aachen und Wuppertal. Die höchsten Werte hatte die bergische Stadt Solingen mit rund 159.250 Einwohnern und einem Wert von 137,5 sowie Herne mit 133,6 und 156.450 Einwohnern. (Quelle: Tagesschau) 

07:51 Uhr: Neuer Rekordwert von Neuinfektionen in Tschechien
In Tschechien breitet sich das Coronavirus weiter rasch aus. Die Behörden melden 11.984 Neuinfektionen - so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 106 auf 1619. Das Land, in dem 10,7 Millionen Menschen leben, hat einen der höchsten Infektionswerte je 100.000 Einwohnern in Europa. Die Regierung kommt am Morgen zu einer Sondersitzung zusammen, um über die Corona-Krise zu beraten. Gesundheitsminister Roman Prymula hat angedeutet, dass die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verschärft werden. (Quelle: Tagesschau) 

05:29 Uhr: 7595 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Morgen 7595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - sei im Bundesschnitt auf 48,6 gestiegen. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 380.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9875. Das waren 39 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 302.100 Genesene. (Quelle: Tagesschau) 

05:29 Uhr: Spahn nennt strikte Ausgangsbeschränkungen in Berchtesgaden "genau richtig"
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die rigorosen Ausgangsbeschränkungen im bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land begrüßt. Für die dortigen Einwohner bringe der neue Corona-Lockdown "zwar harte zwei, drei Wochen", sagte Spahn am Abend im ZDF. Doch helfe die Maßnahme, um die Ausbreitung des Virus "auch wirklich effizient wieder unter Kontrolle zu bringen". Dies sei besser als mit innerdeutschen Reisebeschränkungen zu reagieren. Er finde das Vorgehen der bayerischen Landesregierung "genau richtig". De Ausgangsbeschränkungen im Berchtesgadener Land waren wegen deutlich gestiegener Infektionszahlen verhängt worden. Sie traten am Dienstagnachmittag für 14 Tage in Kraft.  (Quelle: Tagesschau) 

Meldungen aus Bayern 

Unterfranken 

Inzidenz von sieben Städten und Landkreisen über 50
Nach den neusten Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) haben nun insgesamt sieben unterfränkische Städte und Landkreise eine Inzidenzrate von über 50. Für ganz Unterfranken weist das LGL einen Inzidenzwert von 50,39 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche aus.
Die höchsten Werte gibt es im Raum Schweinfurt: der Landkreis hat eine 7-Tage-Inzidenz von 112,61 und die Stadt eine Inzidenz von 112,3. Die Corona-Ampel steht dort demnach nach wie vor auf Rot und es gelten die strengeren Einschränkungen. Auch im Raum Würzburg ist die Corona-Ampel aktuell auf Rot: Die Stadt meldet 72,69 Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche, der Landkreis hat mit einer Inzidenz von 50,52 den Grenzwert knapp überschritten. Ebenfalls über dem Grenzwert von 50 sind der Landkreis Miltenberg mit einer Inzidenz von 56,7, der Landkreis Haßberge mit einer Inzidenz von 53,33 und der Landkreis Kitzingen mit einer Inzidenz von 51,56.
Im Landkreis Aschaffenburg ist die Corona-Ampel nun Gelb – die 7-Tage-Inzidenz beträgt 35,59. Daher gelten dort ab 22.10. um 00.00 Uhr entsprechende Einschränkungen. Vier Regionen sind derzeit auf der Corona-Ampel noch Grün, haben also den Grenzwert von 35 nicht überschritten: Die Stadt Aschaffenburg mit einer 7-Tage-Inzidenz von 30,99, der Landkreis Main-Spessart mit einem Wert von 19,02, der Landkreis Rhön-Grabfeld mit einem Wert von 18,84 und der Landkreis Bad Kissingen mit einem Wert von 10,66. (Quelle: BR) 

Schweinfurt stellt weitere Maßnahmen in Aussicht
Nachdem die 7-Tage-Inzidenz in Schweinfurt die Marke 100 überschritten hat, will die Stadt Schweinfurt nun mit dem Gesundheitsamt weitere Maßnahmen abstimmen. Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts liegt der Inzidenzwert aktuell bei 112,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Nach Angaben der Stadt Schweinfurt könnten weitere Schritte zur Eindämmung der hohen Infektionszahlen zum Beispiel die Rückkehr von Präsenz- und Fernunterricht an Schulen bedeuten. Dabei würden Klassen wieder in zwei Gruppen aufgeteilt und im Wechsel den Unterricht in der Schule besuchen. Die jeweils andere Gruppe würde über Home-Schooling unterrichtet. Aktuell müssen im Landkreis Schweinfurt laut Landratsamt zwölf Menschen stationär in Krankenhäusern behandelt werden. Zwei davon werden auf Intensivstationen betreut. (Quelle: BR) 

Landkreis Miltenberg

Miltenberger Gesundheitsamtsleiter verschiebt Ruhestand
Die Zahl der Corona-Infizierten steigt stetig an, am Wochenende hat der Landkreis Miltenberg den Inzidenzwert von 50 überschritten, die Warnampel steht auf Rot. Vor diesem Hintergrund hat der Leiter des Miltenberger Gesundheitsamts Dr. Erwin Dittmeier entschieden, seinen Ruhestand zu verschieben und noch bis Ende Mai 2021 weiter zu arbeiten. Das Gesundheitsamt wurde laut Landrat Jens Marco Scherf um zehn Vollzeitstellen aufgestockt, vier weitere Stellen würden dazukommen. Es brauche aber eine gewisse Zeit, um die Neuen einzuarbeiten, so Scherf. Angesichts der dynamischen Corona-Situation überlege man, ein Unterstützungsangebot der Bundeswehr wahrzunehmen. Damit das Gesundheitsamt genügend Platz hat, sei zudem der Allgemeine Soziale Dienst des Jugendamtes von Miltenberg in angemietete Büroräume in Klingenberg umgezogen. Das Testzentrum in Miltenberg werde mit dem Kooperationspartner BRK aktuell um eine weitere Teststrecke erweitert, so dass nun bis zu 455 Testungen pro Tag möglich sind. Trotz der dynamischen Lage und den hohen Belastungen für die Bevölkerung machte der Landrat aber auch Mut: Gemeinsam könne man die Pandemie meistern und das exponentielle Wachstum stoppen. (Quelle: BR) 

Fallzahlen im Landkreis Miltenberg
Die Zahl der mit Covid-19 infizierten Personen im Landkreis Miltenberg liegt bei 95, die Anzahl der bekannt gewordenen Coronavirus-Infektionen bei 578 Personen. Derzeit werden vier Person stationär behandelt, davon eine Person intensivpflichtig. Acht Menschen sind verstorben, 475 Personen wurden bereits als gesund aus der Überwachung entlassen. Den aktuellen Inzidenzwert entnehmen Sie bitte auf der Homepage des Robert Koch Instituts. 

Meldungen aus Hessen

Quarantäne in Corona-Dorf endet
Um Mitternacht endet am Mittwoch die Quarantäne für die letzten Betroffenen im nordhessischen Hübenthal (Werra-Meißner). Zwei Wochen lang stand das gesamte Dorf quasi unter Ausgangssperre. Eine Feier in einem Tagungszentrum hatte den kleinen Ort zum lokalen Corona-Hotspot werden lassen. 38 Menschen infizierten sich in der Folge mit dem Virus, 125 mussten in Quarantäne, ein Biobauer seinen Lieferservice zeitweise einstellen.
Das Ordnungsamt kontrollierte die Anordnungen strikt. Sogar Autoreifen der Anwohner wurden markiert, um eventuelle Quarantäne-Verweigerer zu finden. Durch den Ausbruch war auch die 7-Tage-Inzidenz im Werra-Meißner-Kreis rasant gestiegen, mittlerweile liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wieder bei moderaten 14,9 - dem niedrigsten Wert in ganz Hessen. (Quelle: Hessenschau) 

749 Neuinfektionen, sechs weitere Todesfälle
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Hessen auf hohem Niveau. Binnen 24 Stunden wurden 749 Fälle registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Mittwoch mit Stand 0 Uhr mitteilte. Zudem wurden sechs weitere Todesfälle gezählt. Insgesamt sind damit 590 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen liegt jetzt bei 27.307, wovon rund 20.500 als genesen gelten.
In Offenbach ist die sogenannte Inzidenz auf aktuell 129,0 gestiegen. Damit weist die Stadt unter den Kreisen und kreisfreien Städten die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Auch in Frankfurt ist der Wert mit 124,4 auf einen neuen Höchststand gestiegen. Es folgen die Stadt Kassel (107,8), der Kreis Groß-Gerau (99,7), der Kreis Bergstraße (83,2) und die Stadt Wiesbaden (82,2). Insgesamt gilt in sieben Kreisen oder kreisfreien Städte die höchte Warnstufe, die bei einem Wert von 75 in Kraft tritt. Das Pandemie-Konzept des Landes sieht dann vor, dass das Sozialministerium die Kontrolle über die Maßnahmen in den betroffenen Gebieten übernimmt.  (Quelle: Hessenschau) 

Bouffier schließt Ausgangssperre nicht aus
Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) schließt nicht aus, dass es auch in Hessen zu Ausgangsbeschränkungen wie im Berchtesgardener Land in Bayern kommen kann. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte er, die Lage sei ernst, das Infektionsgeschehen "äußerst dynamisch". Deshalb sollten die Maßnahmen auch weiterhin lokal und nicht bundesweit beschlossen werden.
Im Berchtesgadener Land liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 262,4 - der höchste Wert in ganz Deutschland. Deshalb greifen die Behörden dort zu drastischen Maßnahmen: Schulen und Kitas mussten schließen, ebenso Restaurants, Veranstaltungen sind komplett abgesagt und es gelten zwei Wochen lang Ausgangsbeschränkungen. Die eigene Wohnung darf nur noch zum Arbeiten, Einkaufen oder für Sport im Freien verlassen werden. (Quelle: Hessenschau) 

Odenwaldkreis

Zahl der aktiven Corona-Fälle steigt
Die Zahl der positiven Corona-Testergebnissen erhöht sich im Vergleich zu gestern um sechs auf 557 (Stand 21.10., 12:15 Uhr). 438 Personen sind nach ihrer Infektion genesen (eine mehr) und 63 Personen sind verstorben (konstant). Der Infektionssaldo liegt daher bei 56. Besonders betroffen ist derzeit die Region Unterzent (Höchst, Breuberg, Lützelbach), dort gibt es mehr als 20 aktive Fälle. Im Gesundheitszentrum in Erbach werden zwei Patienten auf Grund einer Corona-Erkrankung behandelt. Bei einer weiteren Person steht das Testergebnis noch aus. Das Land Hessen errechnet für den Odenwaldkreis eine 7-Tage-Inzidenz von 38,3 (Stand 21.10., 00:00 Uhr). Die Bestimmungen für das Zuschauerverbot bei Sportveranstaltungen in der seit Dienstag, 20. Oktober, geltenden Allgemeinverfügung wurden noch einmal rechtlich und fachlich neu bewertet und entsprechend geändert. So sind bei Sportveranstaltungen im Freien nun Zuschauer zugelassen – gemäß den Regeln, die das Land Hessen für öffentliche Veranstaltungen erlassen hat.
Das heißt, dass derzeit bis zu 150 Zuschauer zu Sportveranstaltungen im Freien kommen dürfen, weil der Odenwaldkreis eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 35 aufweist (sonst könnten nach der Landes-Verordnung eigentlich 250 Zuschauer kommen); sollte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 50 und mehr liegen, können noch bis zu 100 Zuschauern kommen. Bei Sportveranstaltungen in Hallen sind weiterhin keine Zuschauer zugelassen, weil dort das Ansteckungsrisiko ungleich höher ist als im Freien. Minderjährige Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen allerdings von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden. Die neue Verfügung gilt ab 22. Oktober, bis dahin gelten die bisherigen Regelungen.

Meldungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz 

+++ Auch Mainz verschärft Coronaregeln +++
Die Stadt Mainz verschärft ab Donnerstag die Corona-Verordnung. Grund ist laut Stadt die hohe Zahl der Neuinfektionen. An den Mainzer Schulen müssen nach den Herbstferien alle Schüler während der gesamten Schulzeit Masken tragen. Ausgenommen sind Grundschulen und Förderschulen. Bei Privatfeiern wie Hochzeiten oder Geburtstagen dürfen noch zehn Gäste gleichzeitig zusammenkommen. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind nur noch 50 Personen erlaubt - und im Freien nur noch 100. Die Stadt Mainz empfiehlt zudem, Martinsumzüge wegen der hohen Infektionszahlen in diesem Jahr nicht durchzuführen. (Quelle: SWR) 

+++ Coronaregeln in Ludwigshafen verschärft +++
Wegen der schnell ansteigenden Corona-Infiziertenzahlen und Warnstufe Rot erlässt Ludwigshafen eine Maskenpflicht in der Innenstadt. Zudem müssen Schüler ab den 5. Klassen im Unterricht ebenfalls Masken tragen. Laut Angaben der Stadtverwaltung sollen die Regeln ab Donnerstag gelten. Es soll zudem eine Sperrstunde geben, die von 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr gilt. Während dieser Zeit darf wie auch in Mannheim kein Alkohol von Tankstellen verkauft werden. Private Treffen sind auf zehn Personen aus zwei Haushalten beschränkt. (Quelle: SWR) 

Baden-Württemberg über 50er-Marke - Mehr als 1.400 Neuinfektionen
In Baden-Württemberg ist der kritische Wert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen landesweit überschritten. Wie das Landesgesundheitsamt heute in Stuttgart mitteilte, liegt der Wert für Baden-Württemberg bei 53,4. Bund und Länder hatten beschlossen, dass schärfere Regeln greifen müssen, wenn dieser Grenzwert überschritten wird. Im Kampf gegen die steigenden Neuinfektionen im Land gelten seit Montag nochmals strengere Regeln in ganz Baden-Württemberg - die Pandemiestufe 3. Welche Maßnahmen das Übersteigen der 50er-Marke auslösen, ist derzeit noch unklar. Laut Tagesbericht des Landesgesundheitsamts wurden heute weitere 1.438 Neuinfektionen bestätigt. Das ist der höchste Wert seit Anfang April. Vier weitere Personen (gesamt: 1.950) sind in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 123,2 ist der Stadtkreis Heilbronn in dieser Statistik am stärksten in Baden-Württemberg betroffen. Entspannt bleibt die Lage indes nur in wenigen Landkreisen - lediglich im Kreis Biberach wurde den Behörden heute kein einziger neuer Covid19-Fall übermittelt. (Quelle: SWR)

+++ 439 neue Corona-Fälle am Mittwoch +++
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist innerhalb eines Tages um den Rekordwert von 439 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Seit Beginn der Pandemie gab es 14.628 laborbestätigte Infektionen mit dem Erreger im Land. Aktuell sind 3.610 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert (Vortag: 3.225). Bisher wurden 1.260 Personen ins Krankenhaus gebracht (Vortag: 1.224), 10.753 Menschen gelten als genesen (Vortag: 10.699). Die Zahl der Personen, die im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben sind, blieb unverändert bei 265. (Quelle: SWR) 

Immer mehr Weihnachtsmärkte abgesagt
Auch die Weihnachtsmärkte in Ulm und Neu-Ulm sind abgesagt worden. Man habe die Entscheidung schweren Herzens getroffen, teilten Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) und Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger (CSU) am Mittwochnachmittag mit. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie die der Beschicker gehe vor. Wegen der zuletzt stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen im Land haben zuletzt auch Freiburg und Karlsruhe ihre Weihnachtsmärkte abgesagt, ebenso wie Esslingen, Ludwigsburg, Heidelberg und Heilbronn. In Tübingen, Stuttgart und Mannheim ist noch keine Entscheidung gefallen. (Quelle: SWR) 

Drei Corona-Hotspots in der Region Freiburg
Immer mehr Landkreise in der Region Freiburg sind nun auch Risikogebiete. Der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald verzeichnet 59,2 gemeldete Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, gefolgt vom Stadtkreis Freiburg mit 58 Corona-Infektionen und der Ortenau mit 52. In diesen sogenannten Corona-Hotspots könnte auf die Gastronomie eine Sperrstunde ab 23 Uhr zukommen. (Quelle: SWR) 

+++ Warnstufe Rot jetzt auch im Kreis Cochem-Zell +++
Auch im Kreis Cochem-Zell gilt wegen steigender Corona-Zahlen jetzt die Warnstufe Rot. In den vergangenen Tagen ist die 7-Tage-Inzidenz auf über 50 gestiegen. Zusammen mit der Task Force des Landes wurde deshalb beschlossen, dass von morgen an eine Maskenpflicht für die Cochemer Innenstadt gilt. Auch an den Anlegern von Personenschiffen und im Wartebereich der Hängeseilbrücke Geierlay zwischen Mörsdorf und Sosberg muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Diese Maskenpflicht wird von den Ordnungsbehörden kontrolliert, heißt es in der entsprechenden Verfügung des Kreises. Zu privaten Feiern dürfen ab morgen nur noch 25 Gäste kommen, zu gewerblichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nur noch 75 Teilnehmer. (Quelle: SWR) 

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Helios Telefon-Hotline
Als deutschlandweiter Anbieter stationärer und ambulanter Gesundheitsleistungen startet Helios heute eine eigene Telefon-Hotline für Anfragen rund um die neuartige COVID-19-Erkrankung, das sogenannte Corona-Virus. Die kostenfreie 24-Stunden-Hotline ist ab sofort unter der Nummer (0800) 8 123 456 erreichbar.

Baden-Württemberg

Hotline zum Coronavirus: 07 11/9 04-3 95 55
(täglich 9-18 Uhr)
Landesgesundheitsamt Baden Württemberg
Landratsamt Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis)
Landratsamt Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis)

Bayern 
Hotline zum Coronavirus: 0 91 31/ 68 08-51 01
Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Landratsamt Miltenberg (Kreis)
Landratsamt Aschaffenburg (Kreis)
Landratsamt Karlstadt (Main-Spessart-Kreis)

Hessen
Hotline zum Coronavirus: 08 00/5 55 46 66
(täglich 8-20 Uhr)
Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI)
Landratsamt Erbach (Odenwald-Kreis)

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