Stress macht krank...
Alltagsstress & Burnout: Warum kann dieser krank machen und wie kann man dies verhindern

Millionen von Deutschen leiden unter erheblichem Alltagsstress, der in erster Linie von Zeitdruck und der dauerhaften Belastung am Arbeitsplatz geprägt ist. Aber warum ist der Stress bei vielen Arbeitnehmern allgegenwärtig und wie lässt sich eine zu hohe Stressbelastung reduzieren? Wie können auch Unternehmen dazu beitragen, dass sich der einzelne Mitarbeiter weniger unter Druck gesetzt fühlt?

Stress und Burnout im Arbeitsalltag: Warum leiden immer mehr Menschen darunter?

Stress ist heute bei nahezu jedem Arbeitnehmer allgegenwärtig. Während am Arbeitsplatz oft ohnehin schon ein ständiger Termin- und Leistungsdruck herrscht, haben viele Arbeitnehmer auch noch mit einem schlechten Arbeitsklima zu kämpfen. Doch auch die ständige Erreichbarkeit macht vielen Arbeitnehmern schwer zu schaffen, denn diese führen genau wie die hohen beruflichen Anforderungen schnell zu einer erheblichen emotionalen Stressbelastung. Aber auch die Tatsache, dass heute in vielen Unternehmen Überstunden gefordert werden führt dazu, dass sich Familie, Freizeit und Beruf kaum noch miteinander vereinbaren lassen. In der Folge steht dem einzelnen Arbeitnehmer damit auch deutlich weniger Zeit für die Entspannung und Erholung zur Verfügung.

Welche Auswirkungen kann zu viel Stress auf die Gesundheit und Leistung des Arbeitnehmers haben?

Auch wenn Stress allgemein betrachtet nicht unbedingt negativ zu bewerten ist, so kann Stress krank machen, wenn ständig die eigenen Grenzen überschritten werden. Zwar spornt ein bestimmtes Stresslevel den Menschen an, das Beste aus sich herauszuholen, allerdings kann eine dauerhafte Belastung auch schnell zum sogenannten "Burnout" führen. Der Mitarbeiter fühlt sich dann ständig müde und ausgepowert. Darüber hinaus kann er nicht mehr die gewohnte Arbeitsleistung erzielen. Bei einem Burnout handelt es sich um einen Risikozustand, der sowohl zu körperlichen Beschwerden als auch zu psychischen Erkrankungen führen kann. Arbeitnehmer müssen deshalb unbedingt die Warnsignale des Körpers und der Psyche beachten und ernst nehmen.

Burnout: Welche Symptome sind häufig zu finden?

Bei Burnout fühlen sich die Betroffenen meist müde und lustlos. Sie sind gereizt und haben Angst davor, in den wichtigsten Situationen zu versagen. Sie sehen aus diesem Grund auch oft keinen Sinn mehr in dem, was von ihnen gefordert wird. Meist kommt dann auch noch eine tiefe, innere Verzweiflung hinzu, was sich dann durch eine chronische Motivationslosigkeit bemerkbar machen kann. Angstzustände, Schlaflosigkeit und Depressionen sind meist ebenfalls typische Symptome eines Burnouts. Insofern dann auch noch körperliche Symptome hinzukommen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Tinnitus oder Herz-Kreislauf-Beschwerden, sollte möglichst bald ein Arzt aufgesucht werden.

Warum sollte übermäßiger Stress im Job vermieden werden und welche Möglichkeiten gibt es?

Neben den oben genannten typischen Symptomen eines Burnouts geht zu viel Stress auch noch mit zahlreichen Allgemeinerkrankungen einher. So leiden zahlreiche Arbeitnehmer nicht nur unter starken Verspannungen sowie Rücken- und Kopfschmerzen, sondern auch Probleme in den Armen, Beinen und in anderen Körpergliedern kommen nicht selten vor. Ebenso können die daraus resultierenden Schlafstörungen das Allgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen. Nicht selten verursachen gestresste Mitarbeiter deshalb Fehler oder sind häufiger krank als deren Kollegen. Deshalb sollten stets regelmäßige Erholungspausen stattfinden, die auch wirklich dafür genutzt werden, dem Arbeitsstress aktiv entgegenzuwirken. Wer in seiner Mittagspause private Erledigungen macht oder dienstliche Angelegenheiten bespricht, gönnt weder dem Geist noch dem Körper die nötige Erholung. Auch lieb gewonnene Freizeitaktivitäten sorgen in diesem Zusammenhang für einen guten Ausgleich. So kann eine professionelle Beauty-Breaks, eine Übernachtung in einem schönen Wellnesshotel oder ähnliche entspannende Aktivitäten den Körper und die Seele wieder in Einklang bringen.

Wie können Arbeitgeber den Stressfaktor für die Arbeitnehmer reduzieren?

Ein Arbeitgeber hat seinen Mitarbeitern gegenüber stets eine Fürsorgepflicht, sodass er jeglichen Gefahren am Arbeitsplatz vorbeugen muss. Da auch die Psyche der Arbeitnehmer in der modernen Arbeitswelt stark belastet wird, müssen am Arbeitsplatz unbedingt Maßnahmen zur Verfügung stehen, die bei der Stressbewältigung helfen. Dabei geht es neben einem guten Freizeitausgleich auch um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Schon kleine Maßnahmen können im Regelfall dazu beitragen, dass das Arbeitsklima bei den Mitarbeitern erheblich verbessert wird. Ob die Bereitstellung von Obst und Getränken, die Organisation eines Stress-Workshops oder das Anbieten von Sportmöglichkeiten an der Arbeitsstätte - zahlreiche Kleinigkeiten können hier durchaus sinnvoll eingesetzt werden.

Das Fazit

Die Arbeitswelt wird immer komplexer und schneller, sodass es im Grunde kein Wunder ist, dass die Arbeitnehmer unter erheblichen Stress leiden. Bei einer übermäßigen, dauerhaften Belastung kann es sowohl zu psychischen als auch zu physischen Krankheiten kommen. Bei gestressten Mitarbeitern müssen Unternehmen schnell reagieren. Nur durch offene Gespräche können langfristige Ausfälle vermieden werden.

Autor:

Stefan Dorfmann aus Miltenberg

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