Corona-NEWSticker | Update 18.04.2021 18:33 Uhr
Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 162,3 +++ Inzidenzwert im Landkreis Haßberge bundesweit unter den höchsten

3Bilder

+++ Meldungen 18.04.21 +++

Weltweit

16:07 Uhr: Kassenärzte rechnen im Mai mit Aufhebung der Impfpriorisierung
Die deutschen Kassenärzte erwarten, dass im Mai die bisherigen Impfpriorisierungen aufgehoben werden können. Wenn die Lieferungen wie zugesagt zunähmen, erhielten die Praxen im Mai deutlich mehr als jene 2,25 Millionen Dosen, die jede Woche an die Impfzentren gingen, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Im Mai sind neben den Hausärzten sukzessive auch die Fachärzte mit an Bord, und wir werden immer mehr gesunde Menschen und andere Personen außerhalb der derzeit berechtigten Gruppen impfen". Er rechne damit, dass im Mai auch die Priorisierungsvorschriften sukzessive fielen und von dann an jeder Erwachsene eine Impfung erhalten könne.Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte vergangenen Freitag angekündigt, dass Ende April fast 2,1 Millionen Impfstoffdosen an die Arztpraxen geliefert werden sollen. Das sind fast 570.000 mehr als zunächst geplant. (Quelle: Tagesschau) 

15:27 Uhr: Italien steuert Richtung Öffnung
In Italien sind wegen verbesserter Corona-Zahlen von morgen an nur noch drei Regionen als "Rote Zonen" ausgewiesen. Apulien, Sardinien und das Aosta-Tal werden weiterhin strenge Virus-Sperren beibehalten müssen. Das süditalienische Kampanien mit der Hafenstadt Neapel dagegen wechselt nach einem Erlass von Gesundheitsminister Roberto Speranza zum Wochenstart in die mittlere Risikozone ("Orange").Viele Menschen in dem 60-Millionen-Einwohner-Land freuen sich schon jetzt auf die folgende Woche ab 26. April: Die Regierung von Premier Mario Draghi kündigte dann Öffnungsschritte wie den Start der Außengastronomie in bestimmten Regionen an. Vorgesehen ist ein Stufenplan mit Lockerungen von April bis Juli. Allerdings stritten mehrere Politiker über den Fortbestand der nächtlichen Ausgangsverbote. Sie gelten derzeit von 22 bis 5 Uhr. (Quelle: Tagesschau) 

12:27 Uhr: Ökonom für längere Corona-Hilfen und Einkaufsgutscheine
Der Wirtschaftsweise Achim Truger fordert eine Verlängerung der Corona-Hilfen und eine längere Bezugsdauer des Arbeitslosengelds. Solange es Einschränkungen wegen der Pandemie gebe, müsse die Unterstützung der Wirtschaft und der Beschäftigten aufrechterhalten werden, sagt Truger dem "Münchner Merkur". Vorschläge der Grünen und des Einzelhandelsverbands HDE zu Einkaufsgutscheinen für alle Bürger hält das Mitglied des Sachverständigenrates für sinnvoll. Auch andere Maßnahmen wie Prämien für Neuanmietungen von leerstehenden Geschäftsflächen seien geeignet. (Quelle: Tagesschau) 

12:21 Uhr: Tierheime können nun Unterstützung beantragen
Das Bundesumweltministerium unterstützt Tierheime in der Corona-Krise finanziell. Ab Ende der nun beginnenden Woche könnten entsprechende Förderanträge gestellt werden, bestätigte das Ministerium einen Bericht der "Bild am Sonntag"«n vielen Fällen fallen Spenden weg und können entsprechende Vereinsaktivitäten nicht durchgeführt werden.» Auch die fehlenden Vermittlungsmöglichkeiten für Tiere und der dadurch erhöhte Betreuungsbedarf während des Lockdowns seien für viele Vereine schwer zu bewältigen, so das Ministerium weiter. Der Bundestag habe daher im Dezember eine Förderung für die Tierheime beschlossen, im Haushalt 2021 des Bundesumweltministeriums seien dafür Mittel in Höhe von fünf Millionen Euro veranschlagt. "Die dafür notwendige Förderrichtlinie ist jetzt in Kraft getreten." Bundesumweltministerin Svenja Schulze erklärte: "Die Fördermittel werden hoffentlich helfen, die schwierige Zeit zu überstehen." (Quelle: Tagesschau) 

11:57 Uhr: Saarbrücken: Hunderte Menschen feiern in der Innenstadt
In der Saarbrücker Innenstadt haben gestern Abend laut Polizei mehrere hundert Menschen gefeiert und gegen Corona-Regeln verstoßen. Es seien auf dem St. Johanner Markt etwa 400 bis 500 feiernde Menschen festgestellt worden, teilte die Polizei mit. 30 bis 40 von ihnen seien Anhänger des 1. FC Saarbrücken, sie hätten Polizisten beleidigt und mit Flaschen beworfen. Der Drittligist hatte davor das Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern verloren Wie die Polizei erklärte, wird der Einsatz für eine "Vielzahl von Personen" rechtliche Folgen haben, auch wenn in der Dunkelheit zunächst nicht alle Personalien feststellbar gewesen seien. Besondere Konsequenzen erwarte die Anhänger des Fußballclubs. Die Erfahrungen vom Abend sollten aber auch landesweit Konsequenzen haben: Es habe sich gezeigt, dass Appelle der Polizei von Teilen der Bevölkerung nicht beachtet werden. Deshalb trete die Polizei nun landesweit mit starker Präsenz auf und führe Kontrollen durch. (Quelle: Tagesschau) 

05:51 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 162,3
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 19.185 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 67 neue Todesfälle verzeichnet. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.855 Neuinfektionen und 104 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt laut RKI bundesweit bei 162,3. Gestern hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,7 angegeben, vor vier Wochen hatte sie noch bei 129,7 gelegen.
(Quelle: Tagesschau)

04:43 Uhr: Scholz will rasch mehr Freiheiten für Geimpfte
In der Debatte über die staatlichen Corona-Beschränkungen wirbt Vizekanzler Olaf Scholz dafür, dass Geimpfte und Genesene rasch genauso behandelt werden wie negativ getestete Menschen. Die genauen Regeln dazu werde die Ministerpräsidentenkonferenz noch in diesem Monat diskutieren, kündigte der SPD-Kanzlerkandidat in der "Welt am Sonntag" an. Im Infektionsschutzgesetz finde sich dazu eine Verordnungsermächtigung, "damit wir das dann rasch umsetzen können, ohne ein weiteres Gesetz machen zu müssen". (Quelle: Tagesschau) 

04:37 Uhr: Landkreise fordern Änderung der "Bundesnotbremse"
Die deutschen Landkreise fordern eine Überarbeitung der geplanten bundeseinheitlichen Corona-"Notbremse". "Der Gesetzentwurf muss an vielen Stellen korrigiert werden", sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die reine Anknüpfung an Inzidenzen wird dem Pandemiegeschehen nach mehr als einem Jahr und den regional sehr unterschiedlichen Situationen nicht gerecht." Sager fordert hingegen, die Belegung der Intensivbetten, die Reproduktionszahl und den Impffortschritt mit in die Betrachtung einzubeziehen. (Quelle: SWR) 

Meldungen aus Bayern

Unterfranken 

Inzidenzwert im Landkreis Haßberge bundesweit unter den höchsten
Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind die Inzidenzwerte zwar in neun unterfränkischen Regionen leicht gesunken. Das Niveau bleibt jedoch hoch. Im Landkreis Haßberge stieg der Wert seit dem Vortag extrem an von 261,9 auf 320,0. Damit ist die Inzidenz im Landkreis nicht nur am höchsten in Unterfranken, sondern sogar bundesweit unter den 14 höchsten Werten. In der Stadt Schweinfurt war die Inzidenz am Vortag ebenfalls stark angestiegen auf 196,5, ist nun zum Sonntag aber wieder ebenso stark gesunken auf 162,8.

Hier alle unterfränkischen Zahlen im Überblick:

Landkreis Haßberge: 320,0 ↑
Landkreis Rhön-Grabfeld: 221,0 ↓
Stadt Würzburg: 192,3 ↓
Stadt Schweinfurt: 162,8 ↓
Landkreis Schweinfurt: 154,2 ↓
Stadt Aschaffenburg: 152,1 ↓
Landkreis Main-Spessart: 142,7 ↑
Landkreis Bad Kissingen: 140,5 ↓
Landkreis Aschaffenburg: 132,0 →
Landkreis Miltenberg: 108,7 ↓
Landkreis Würzburg: 104,1 ↓
Landkreis Kitzingen: 96,5 ↓ (Quelle: BR) 

Meldungen aus Hessen

Kirchenpräsident: "Querdenker" erzählen sehr viel Unsinn
Genau 500 Jahre nach dem Widerspruch Martin Luthers vor Kaiser Karl V. beim Wormser Reichstag hat der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung ausgeführt, wo Widerspruch geboten sei. "Um des Evangeliums willen ist Widerspruch und Widerstand überall dort nötig, wo Menschen gefoltert, erniedrigt, vergewaltigt, hingerichtet werden. All das widerspricht der Würde, die Gott in jedes Menschenleben hineingelegt hat", sagte Jung am Sonntag im ZDF-Fernsehgottesdienst in Worms. Deshalb sei Widerspruch auch nötig gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit. Der Kirchenpräsident wandte sich aber gegen die Vereinnahmung des Reformators für jeden Widerspruch. "Dafür einzutreten, wovon man überzeugt ist, ist gut. Aber Widerspruchsgeist ist kein Wert an sich. Es gibt Menschen, die standhaft widersprechen und sehr viel Unsinn vertreten", sagte Jung. "Widerspruch heißt dann Querdenken", sagte er mit Blick auf Corona-Leugner. Luther habe sich auf das Evangelium und die Vernunft gestützt, um zu einem Urteil zu kommen. Er habe aber gewusst, dass Menschen sich irren können. "Deshalb hat er sehr deutlich gesagt, dass er widerruft, wenn er widerlegt wird." Jung nannte das "eine wichtige Prüffrage: Ist jemand bereit, auch kritisch auf die eigene Meinung zu schauen? Skeptisch werde ich immer dann, wenn Menschen neben ihrer Meinung nichts anderes mehr gelten lassen."
(Quelle: Hessenschau) 

1.536 Neuinfektionen, Inzidenz stagniert
Die Zahl der registrierten Neuinfektionen ist in Hessen um 1.536 binnen 24 Stunden gestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntag (0 Uhr) mit. Im selben Zeitraum starben sieben Menschen in Zusammenhang mit Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 6.603. Seit Beginn der Pandemie wurden in Hessen 243.597 Coronafälle gemeldet. Die Inzidenz stieg minimal von 158,4 auf 159,2. Die höchste Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen weisen die Kreise Fulda (280,1) und Hersfeld-Rotenburg (262,6) sowie die Stadt Offenbach (248,7) auf. Die niedrigsten Inzidenzen haben der Kreis Wetterau (111,9) und die Stadt Darmstadt (105,7), der Schwalm-Eder-Kreis (95,2) liegt als einziger unter der Marke von 100. (Quelle: Hessenschau) 

Meldungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz 

+++ Inzidenz steigt wieder leicht, drei neue Todesfälle +++
In Rheinland-Pfalz sind am Sonntag 692 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Sonntag vergangener Woche lag die Zahl bei 726. Gestern waren es 580. Die landesweite Inzidenz steigt von 136,3 (Samstag) auf nun 138,2. Seit Beginn der Pandemie gab es 130.080 laborbestätigte Infektionen im Land (Vortag: 129.388). Aktuell sind 13.875 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert (Vortag: 13.885). Gestorben sind bislang 3.453 Personen, drei mehr als am Samstag. (Quelle: SWR) 

Wegen Corona: Aufzucht von Waldrappen doch nicht am Bodensee
Die Aufzucht der seltenen Waldrapp-Küken soll nicht wie angekündigt am Bodensee stattfinden, sondern in Österreich. Eigentlich sollten Anfang Mai 33 Waldrapp-Küken aus einem Wiener Zoo in ein Trainingslager auf einem Flugplatz der Gemeinde Hilzingen (Kreis Konstanz) umziehen. Dort sollten sie auf die Auswilderung vorbereitet werden. Wegen der bestehenden Reisebeschränkungen und Corona-Vorgaben habe man sich nun aber dagegen entschieden, so das Waldrapp-Team. (Quelle: SWR) 

Mannheim: Mehrere Corona-Partys von Polizei aufgelöst
Am Wochenende haben Polizeibeamte fünf Corona-Partys in der Rhein-Neckar-Region aufgelöst. Im Mannheimer Stadtteil Neckarstadt hatten 15 junge Leute in einer Wohnung lautstark gefeiert. Weitere 26 feiernde Personen, darunter 15 Kinder, trafen Beamte in einer Wohnung im Stadtteil Jungbusch an. In Heidelberg wurden in zwei Wohnungen Corona-Partys beendet. In einer Wanderhütte im Waldgebiet von Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) feierte am Freitagabend eine größere Anzahl von Jugendlichen eine laute Party. Als die Polizei kam, flüchtete ein Großteil der Jugendlichen in den Wald. Einige wurden erwischt und angezeigt. (Quelle: SWR) 

Hunderte Anzeigen nach Corona-Demos in Stuttgart
Bei den verbotenen Protesten gegen die Corona-Politik in Stuttgart hat die Polizei Hunderte Verstöße festgestellt. Mehr als 700 Menschen, die am Samstag durch die Stadt gezogen waren, seien festgehalten und identifiziert worden. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden sie angezeigt und erhielten Platzverweise. Zudem habe es mehr als 1.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht gegeben. Zahlreiche "Querdenker" und weitere Gegner der Corona-Politik hatten sich gestern trotz Demo-Verbote in Stuttgart versammelt. In der Innenstadt skandierten sie Parolen, trugen Trommeln und Fahnen. Die Beamten stoppten den Angaben nach mehrere spontane, nicht genehmigte Aufzüge und Gruppenbildungen. Dabei seien zwei Polizisten verletzt worden. Insgesamt waren rund 1.000 Corona-Gegner und ungefähr 400 Gegendemonstranten in der Stadt. (Quelle: SWR) 

+++ Meldungen 17.04.21+++

Weltweit

15:51 Uhr: Stuttgart: Corona-Gegner versammeln sich - trotz Verbots
Trotz Verbots haben sich zahlreiche Gegner der Corona-Politik in Stuttgart zu einer Kundgebung formiert. In der Innenstadt skandierten sie Parolen, viele trugen keine Maske und hielten keinen Abstand. Die Polizei teilte mit, sie habe den Aufzug mutmaßlicher "Querdenker" gestoppt und nehme die Personalien der Teilnehmer auf.Zuvor hatte ein Sprecher gesagt, es habe Hunderte Verstöße gegen die Maskenpflicht gegeben. Mehr als ein Dutzend Menschen, die sich trotz Aufforderung weigerten, eine Maske zu tragen, erhielten Platzverweise. (Quelle: Tagesschau)

13:21 Uhr: Gesundheitsexperte fordert stärkere Einbindung von Hausärzten
Eckhard Nagel, der Bayreuther Gesundheitsökonom und Medizinethiker, hält es für notwendig, Hausärzte bei den Impfungen gegen das Coronavirus stärker einzubinden. "Unsere Impfkampagne steckt in einer Sackgasse", sagte er im Deutschlandfunk. Vor diesem Hintergrund verstehe er das Misstrauen nicht, das den Hausärzten durch die Politik entgegengebracht worden sei, sagte der Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bayreuth. Schließlich könnten diese viel besser über Risiken aufklären oder auch auf mögliche Komplikationen achten. Außerdem würden sie ihre Patienten kennen. Nagel verwies darauf, dass man ja auch bei anderen Immunisierungen auf die Hausarzt-Praxen vertraue.Der Deutsche Hausärzteverband hatte mehrfach auf eine bessere Versorgung der niedergelassenen Allgemeinmediziner mit Impfstoffen gedrungen. (Quelle: Tagesschau) 

13:04 Uhr: Zahl der Corona-Intensivpatienten steigt auf 4786
Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensivpatienten ist nach Angaben des Registers der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin auf 4786 gestiegen.
(Quelle: Tagesschau) 

10:47 Uhr: Verbraucherschützer fordert stärkere Entlastung der Haushalte
Klaus Müller, Deutschlands oberster Verbraucherschützer, fordert angesichts der anhaltenden Corona-Krise von der Bundesregierung eine stärkere Entlastung der Haushalte. "Die bisherige Krisenpolitik ist leider zu einseitig. Während die Politik für Unternehmen und Branchen großzügige Hilfspakete geschnürt hat, gibt es zu wenig Unterstützung für Verbraucher", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) dem "Handelsblatt". Nötig sei ein "Rettungsschirm für Verbraucher". Konkret fordert Müller wirksame Regeln gegen Kostenfallen, geringere Inkassogebühren, eine Beschränkung der Vorkasse bei Reisen und mehr Wettbewerb im Online-Handel.Die bisherigen staatlichen Hilfsmaßnahmen für Verbraucher hält Müller für unzureichend. "Die als Herzstück des Konjunkturpakets deklarierte Mehrwertsteuersenkung war bestenfalls gut gemeint, verpuffte aber weitestgehend - unter anderem, weil es den Unternehmen selbst überlassen war, ob sie das Geld an die Verbraucher weiterreichen oder es doch in die eigene Tasche stecken."
(Quelle: Tagesschau) 

09:43 Uhr: Anschlag auf Lauterbachs Auto
Auf das Auto des SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach haben Unbekannte in Köln einen Farbanschlag verübt. Das bestätigte ein Polizeisprecher. Die Unbekannten hätten in der Nacht einen Farbeimer über das Auto gekippt, auch die Scheiben seien verschmutzt, er könne den Wagen nicht mehr fahren, schreibt Lauterbach. "Aber wir werden nie aufgeben", heißt es in der Mitteilung.Der SPD-Politiker und Arzt zählt zu den exponiertesten Persönlichkeiten in der Debatte um die Maßnahmen gegen das Coronavirus. Er bekam schon mehrfach Morddrohungen und unzählige Droh- und Hassnachrichten. Auf Demos von Corona-Leugnern wurde er, genau der Virologe Christian Drosten, in Sträflingskleidung gezeigt. (Quelle: Tagesschau) 

06:47 Uhr: Justizministerin fordert härteres Vorgehen bei Corona-Protesten
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht fordert von der Polizei konsequentes Vorgehen bei Corona-Demonstrationen. Wenn es zu strafbaren Handlungen oder massiven Verstößen gegen den Infektionsschutz komme, müsse "glasklar eine rote Linie gezogen und konsequent vorgegangen werden", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Neben der strafrechtlichen Verfolgung gehört dazu auch, dass Demonstrationen als letzte Konsequenz durch die Polizei aufgelöst werden müssen, wenn Auflagen missachtet oder aus ihnen heraus Straftaten begangen werden."Als Grund gab Lambrecht an, dass man nicht von den Menschen erwarten könne sich in ihrem Privatleben sehr stark einzuschränken, während sich zugleich andere bei Corona-Demonstrationen über alle Regeln hinwegsetzten. Für heute sind in mehreren deutschen Städten neue Proteste gegen die Corona-Auflagen geplant. (Quelle: Tagesschau) 

06:37 Uhr: Saarlands Ministerpräsident gegen Voll-Lockdown
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hält die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes mit bundesweiten Ausgangsbeschränkungen für eine Fehlentscheidung. "Wenn wir jetzt erneut völlig unkreativ in einen weiteren Voll-Lockdown gehen, wird das zwar irgendetwas helfen", sagte Hans der "Welt". "Aber es wird auch für viel Verdruss sorgen."Nach 14 Monaten in der Pandemie könne sich ein modernes Land wie Deutschland, das sich auf die Fahnen schreibe "auch technologisch vorne zu sein, doch nicht auf alle Alternativen verzichten, auf Kontaktnachverfolgungen per App etwa oder regelmäßiges Testen mit Nachweisen, die digital geliefert werden können." Hans fordert ein intelligentes Steuerungsmodell, um mit dieser Pandemie auch mittel- und langfristig umzugehen. (Quelle: Tagesschau) 

05:40 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 160,7
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 23.804 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 219 neue Todesfälle verzeichnet. Am Samstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 24.097 Neuinfektionen und 246 neue Todesfälle verzeichnet.Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt nach RKI-Angaben vom frühen Morgen bundesweit bei 160,7. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,1 angegeben, vor vier Wochen hatte sie noch bei 99,9 gelegen.
(Quelle: Tagesschau) 

Meldungen aus Bayern

Unterfranken

Inzidenzwerte in Unterfranken in allen Landkreisen über 100
Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind die Inzidenzwerte in sechs unterfränkischen Regionen weiter angestiegen, während sie in sechs Regionen gesunken sind. Am Samstag liegt auch der Landkreis Miltenberg über dem Grenzwert von 100, womit nun alle unterfränkischen Regionen Werte über 100 aufweisen. Einen besonders großen Anstieg gab es in der Stadt Schweinfurt von 161,0 am Vortag auf nun 196,5 sowie im Landkreis Schweinfurt von 109,1 am Vortag auf nun 178,4. Die höchste 7-Tage-Inzidenz in Unterfranken haben weiterhin die Landkreise Haßberge und Rhön-Grabfeld.

Hier alle unterfränkischen Zahlen im Überblick:

Landkreis Haßberge: 261,9 ↑
Landkreis Rhön-Grabfeld: 238,6 ↓
Stadt Schweinfurt: 196,5 ↑
Stadt Würzburg: 196,2 ↓
Landkreis Schweinfurt: 178,4 ↑
Stadt Aschaffenburg: 163,4 ↑
Landkreis Bad Kissingen: 144,3 ↓
Landkreis Main-Spessart: 138,7 ↑
Landkreis Aschaffenburg: 132,0 ↓
Landkreis Miltenberg: 113,4 ↑
Landkreis Kitzingen: 109,7 ↓
Landkreis Würzburg: 106,6 ↓ (Quelle: BR) 

Meldungen aus Hessen 

Bouffier: Juristische Bedenken gegen Ausgangssperren
Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hält die im Entwurf für das neue Infektionsschutzgesetz geplanten Ausgangsbeschränkungen für rechtlich problematisch. "Bereits jetzt gibt es große juristische Bedenken gegen die Ausgangssperre, wie sie in dem Gesetz formuliert ist", sagte der CDU-Politiker der Bild-Zeitung (Samstag). Bouffier fügte hinzu: "Ich bleibe aber dabei: Man kann ein Land nicht mit Verordnungen und Bereitschaftspolizei regieren." Eine Entmachtung der Länder sieht Hessens Regierungschef in dem Gesetz aber nicht. Die Novelle war am Freitag in erster Lesung im Bundestag beraten worden. Am Mittwoch ist die Beschlussfassung geplant. Der Bundesrat will sich am Donnerstag damit befassen. Wie Hessen sich in der Länderkammer positioniere, sei noch nicht festgelegt, sagte Bouffier. (Quelle: Hessenschau) 

1.553 Neuinfektionen, Inzidenz sinkt leicht
Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist binnen 24 Stunden um 1.553 Fälle angestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstag (Stand 0 Uhr) mit. Im selben Zeitraum starben 11 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 6.596. Insgesamt wurden in Hessen seit Beginn der Pandemie 242.061 Corona-Fälle gemeldet.
Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht von 164,0 am Vortag auf 158,4. Die höchste Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weisen die Kreise Fulda (281,9), Hersfeld-Rotenburg (267,6) und Limburg-Weilburg (238,5) auf. Es folgen die Stadt Offenbach (237,2), der Vogelsbergkreis (224,3), der Lahn-Dill-Kreis (217,5) und Marburg-Biedenkopf (209,2). Der Landkreis Gießen rutschte wieder unter die 200er-Marke (180,3). Alle weiteren Kreise und kreisfreien Städte liegen über der 7-Tage-Inzidenz-Marke von 100. (Quelle: Hessenschau) 

Meldungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

+++ Landesweite Inzidenz leicht gesunken, 580 Neuinfektionen +++
In Rheinland-Pfalz sind heute 580 laborbestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gezählt worden. Das teilte das Landesuntersuchungsamt (LUA) mit. Vor einer Woche waren es 533. Seit Beginn der Pandemie gab es damit 129.388 Infektionen mit dem Coronavirus im Land. 13.885 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert (Vortag: 14.145). Drei neue Todesfälle wurden gezählt. Die Gesamtzahl stieg damit auf 3.450. Die landesweite Inzidenz sank auf 136,3. Am Freitag hatte sie mit 139,2 den zweithöchsten Wert in diesem Jahr erreicht; vor einer Woche betrug sie noch 99,8. (Quelle: SWR) 

+++ Campingplatz-Betreiber demonstrieren für Öffnungen +++
Betreiber von Campingplätzen im nördlichen Rheinland-Pfalz demonstrieren heute dafür, die Plätze für Camper, Wohnmobile oder Wohnwagen öffnen zu dürfen, zum Beispiel in Fachbach an der Lahn. Sie wollen damit auf ihre Lage und das fortschreitende Wildcamping aufmerksam machen. Campingplätze in Rheinland-Pfalz müssen laut den Corona-Regeln geschlossen bleiben. Auch Dauercamper dürfen demnach nicht dort übernachten. Von Campingplatz-Betreibern heißt es, Camping-Plätze seien Teil der Lösung. Sie könnten in Pandemiezeiten ein Stück Freiheit zurückgeben. Auch in Berlin demonstrierten Camper und Campingplatz-Betreiber. Mehrere hundert Wohnmobile und Wohnwagen sind am Morgen durch die Stadt gezogen. (Quelle: SWR) 

+++ Platzverweise für Kritiker der Corona-Verordnungen in Mainz +++
Die Polizei hat nach eigenen Angaben in Mainz einer Gruppe von Kritikern der Corona-Verordnungen im "mittleren zweistelligen Bereich" Platzverweise erteilt. Nachdem eine entsprechende Kundgebung verboten worden war, seien Einzelne ohne Mund-Nasen-Maske und mit Schildern durch die Innenstadt spaziert. Sechs genehmigte Kundgebungen von Gegendemonstranten mit Teilnehmern jeweils im unteren zweistelligen Bereich seien friedlich zu Ende gegangen. Auf der anderen Rheinseite hatten am Samstagnachmittag in Wiesbaden etwa 800 Gegner von Corona-Beschränkungen demonstriert. An Gegenkundgebungen auf mehreren Plätzen nahmen rund 400 Personen teil, wie die Polizei mitteilte. Das Geschehen sei "dynamisch", aber friedlich geblieben. (Quelle: SWR) 

Corona-Proteste in Stuttgart bleiben verboten
Die Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik in Stuttgart am Samstag bleiben verboten. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe lehnte zwei gegen die Verbote gerichtete Eilanträge ab. Zuvor hatten bereits der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim und das Verwaltungsgericht in Stuttgart das Verbot der Stadt bestätigt. Damit will die Stadt Stuttgart vor allem Szenen wie am Karsamstag verhindern, als bei einer Demonstration der "Querdenken"-Bewegung bis zu 15.000 Teilnehmer ohne Mund-Nasen-Schutz und ohne Abstand unterwegs waren. (Quelle: SWR) 

Impf-Helferinnen warten noch immer auf ihr Geld
Medizinische Fachangestellte, die im Januar und Februar im Impfzentrum in Rheinstetten (Kreis Karlsruhe) im Einsatz waren, warten offenbar noch immer auf ihr Geld. Das berichten die "Badischen Neuesten Nachrichten". Auf Anfrage der Zeitung habe das Sozialministerium in Stuttgart zugegeben, dass es Probleme gebe und dafür auch die Stadt Karlsruhe verantwortlich gemacht. Die Stadt sehe die Zuständigkeit aber beim Land. Wann die Helferinnen ihr Geld bekommen, könne jedoch noch keiner sagen. Es gehe zum Teil um mehrere tausend Euro. (Quelle: SWR) 

Verstöße bei Corona-Demos in Karlsruhe und Stuttgart
Bei einer Demonstration auf dem Karlsruher Marktplatz gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ist es gestern Abend zu zahlreichen Verstößen gegen die Corona-Verordnung gekommen. Wie die Polizei mitteilte, mussten die Einsatzkräfte die etwa 120 Menschen mehrfach zur Einhaltung der Auflagen auffordern. Insgesamt seien neun Verstöße gegen die Versammlungsauflagen angezeigt worden. Auch in Stuttgart haben sich noch vor der Ausgangssperre um 21 Uhr rund 100 Demonstranten versammelt und sind durch die Stadt gezogen. Gegen Ende sei Pyrotechnik gezündet worden, die Polizei habe die Versammlung aufgelöst, dabei sei auch Pfefferspray zum Einsatz gekommen. Verletzt wurde niemand. (Quelle: SWR) 

VGH bestätigt Verbot von "Querdenken"- und "Es reicht uns"-Demos in Stuttgart
Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat das Verbot von zwei Protestkundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen bestätigt. Beide Veranstalter hatten Beschwerde gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts (VG) Stuttgart eingelegt. Das VG in Stuttgart stützte am Donnerstag die Haltung der Stadt: Die Demonstrationen bedrohten angesichts der steigenden Infektionszahlen Leib und Leben der Beteiligten und weiterer Menschen. Auch gebe es zurecht Zweifel an der Zuverlässigkeit der Versammlungsleiter. Diese Begründung hat auch der VGH bestätigt. Im Kanal von "Querdenken-711" beim Messengerdienst Telegram riefen die Verantwortlichen am Donnerstagabend dazu auf, falls die Demonstration in Stuttgart verboten bleiben sollte, zu einer anderen Demonstration ins bayerische Kempten zu fahren. Doch auch dort hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof ein Verbot durch die Stadt Kempten bestätigt. (Quelle: SWR) 

+++ Meldungen 16.04.2021 +++

Weltweit

16:18 Uhr: Mehr als 4700 Corona-Intensivpatienten
Die Zahl der auf Intensivstationen versorgten Covid-19-Patienten ist erneut gestiegen - auf 4741. Das sind etwa 60 mehr als am Vortag. Dies geht aus Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervor.Von den Betroffenen seien knapp 60 Prozent intubiert und beatmet, sagte Divi-Generalsekretär Florian Hoffmann. Etwa in Köln, Bremen, Berlin, in Thüringen und in Sachsen gebe es in den Kliniken Engpässe. Patientinnen und Patienten würden von dort ausgeflogen und konkurrierten in anderen Regionen mit Patienten etwa mit Herzinfarkten, nach Notfall-Operationen und Unfällen. "Unser großes Problem ist, dass die freien Intensivkapazitäten immer geringer werden und dass regional auch schon wirkliche Engpässe entstanden sind", sagte Hoffmann.Frei seien noch knapp 2000 Intensivbetten - pro Station knapp ein Bett. Auch die Krankenkassen mahnten, alles zu tun, um die Infektionsdynamik zu bremsen. (Quelle: Tagesschau)

15:25 Uhr: Spahn glaubt an Aufhebung der Impf-Priorisierung im Sommer
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zufolge dürfte im Mai jeder dritte Deutsche mindestens einmal geimpft sein. "Richtung Sommer" werde man dann vermutlich ganz auf die Priorisierung verzichten können, sagt er in Sachsen-Anhalt. (Quelle: Tagesschau)

12:42 Uhr: Dänemark lockert Auflagen für Cafes und Restaurants früher
Dank einer guten Infektionslage dürfen in Dänemark bereits Mitte nächster Woche Restaurants, Cafes und Kneipen komplett öffnen. Ab Mittwoch können die Dänen in den Lokalen essen und trinken, sofern sie vorher einen Tisch bestellt haben und per Corona-Pass auf ihrem Smartphone einen negativen Corona-Test, Impfungen gegen Covid-19 oder eine überstandene Infektion nachweisen können. Darauf und auf weitere vorzeitige Lockerungen einigten sich die dänische Regierung und der Großteil der Parlamentsparteien in der Nacht zum Freitag in Kopenhagen.Bislang war laut einer am 22. März getroffenen Rahmenvereinbarung zwischen Regierung und Parteien angedacht gewesen, am 21. April nur die Außenbereiche der Gaststätten wieder zu öffnen. (Quelle: Tagesschau)

12:07 Uhr: Weltgrößter Impfstoffhersteller: USA müssen Rohstoff-Exportverbot aufheben
Der weltgrößte Impfstoffhersteller SII aus Indien ruft US-Präsident Joe Biden dazu auf, ein US-Exportverbot für Rohstoffe zur Herstellung von Covid-19-Vakzinen aufzuheben. Wenn man bei der Virus-Bekämpfung wirklich zusammenstehe, müsse das Ausfuhrverbot gekippt werden, twitterte der Chef des Serum Institute of India (SII), Adar Poonawalla. Dann könne die Impfstoff-Produktion gesteigert werden. SII stellt unter anderem das Vakzin von AstraZeneca für den weltweiten Einsatz her und wird in Kürze mit der Produktion des Impfstoffs von Novavax beginnen. (Quelle: Tagesschau)

11:13 Uhr: WHO: Infektionsrate auf Höchststand
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro Woche in den vergangenen beiden Monaten weltweit nahezu verdoppelt. Die Infektionsrate sei jetzt auf dem höchsten Stand seit Pandemie-Beginn, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Sowohl die Infektionen als auch die Todesfälle steigen in einem besorgniserregenden Tempo." (Quelle: Tagesschau)

11:05 Uhr: Lauterbach plädiert für Ausgangsbeschränkung
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eindringlich für eine schnelle Umsetzung der geplanten Ausgangsbeschränkungen am Abend gegen die dritte Corona-Welle geworben. "Es wird alleine nicht reichen, aber in keinem Land ist es gelungen, eine Welle mit Variante B.1.1.7 noch einmal in den Griff zu bekommen, ohne dass man nicht auch das Instrument der Ausgangsbeschränkung, und nicht -sperre, genutzt hätte", sagte Lauterbach bei der ersten Beratung der Pläne für eine Bundesnotbremse im Bundestag. Diese besonders ansteckende Virusvariante nimmt in Deutschland laut Robert Koch-Institut einen Anteil von 90 Prozent ein. Es sei nicht die Zeit, komplizierte Bedenken anzumelden, sagte Lauterbach an die Adresse von FDP-Chef Christian Lindner. Lindner hatte sich zwar grundsätzlich hinter die geplanten Maßnahmen im Infektionsschutzgesetz gestellt, aber die geplante Ausgangsbeschränkungen kritisiert. (Quelle: Tagesschau)

10:38 Uhr: 6,4 Prozent vollständig geimpft
In Deutschland sind am Donnerstag 658.019 Impfdosen verabreicht worden. Das geht aus Daten hervor, die das Bundesgesundheitsministerium auf seinem Impfdashboard im Internet veröffentlichte. Damit sind nun 5.350.247 Personen vollständig geimpft. Das sind 6,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Insgesamt haben 15.393.858 Personen mindestens eine Impfdosis erhalten. (Quelle: Tagesschau)

09:15 Uhr: Merkel: "Dürfen Notrufe nicht überhören"
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Bundestag für die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes geworben. "Die Lage ist ernst und zwar sehr ernst", sagt Merkel. "Und wir alle müssen sie auch ernst nehmen, die dritte Welle der Pandemie hat unser Land fest im Griff." Um dagegen anzugehen, "müssen wir die Kräfte von Bund, Ländern und Kommunen besser bündeln"."Die Intensivmediziner senden einen Hilferuf nach dem anderen - wer sind wir denn, wenn wir diese Notrufe überhören würden?", fragte Merkel. "Wir dürfen Ärzte und Pfleger nicht alleine lassen. Alleine können sie den Kampf gegen das Virus in dieser dritten Welle auch mit bester medizinischer Kunst und dem aufopferungsvollsten Einsatz nicht gewinnen."Merkel verteidigte die in der "Bundesnotbremse" vorgesehen Ausgangsbeschränkungen. Diese seien keine neue Erfindung, sondern im aktuell geltenden Infektionsschutzgesetz als Maßnahme bereits angelegt und würden in mehreren Bundesländern bereits seit Monaten angewandt, sagte sie. Die Bundeskanzlerin verwies auf andere Staaten wie Portugal oder Großbritannien, die solche Maßnahmen "zum Teil erheblich restriktiver" als in Deutschland geplant praktizierten. Die Kanzlerin rief dazu auf, die "Bundesnotbremse" schnell auf den Weg zu bringen. "Jeder Tag früher, an dem die Notbremse bundesweit angewandt ist, ist ein gewonnener Tag." (Quelle: Tagesschau)

09:13 Uhr: Pilgerpastor: Pilgern wird sich schnell erholen
Der Pilgerpastor der Nordkirche, Bernd Lohse, rechnet damit, dass das Pilgern im Spätsommer einen neuen Boom erleben wird. Die Infrastruktur für Pilgerwanderungen sei "relativ robust", sagte Lohse dem Evangelischen Pressedienst. Viele Betten würden von Kirchengemeinden, Klöstern oder engagierten Privatleuten bereitgestellt. Sorge bereite ihm allerdings, ob die zahlreichen Cafés, Gaststätten und Pensionen entlang der Pilgerwege überleben werden.Pilgern sei auch während des Corona-Sommers gefragt gewesen, so Lohses Beobachtung. Pilgerinnen und Pilger aus Deutschland hätten sich aber auf Strecken im Inland konzentriert. So hätten die Pilgerherbergen auf der "Via Baltica" von Usedom über Lübeck und Hamburg nach Bremen im August und September rund zehn Gäste pro Nacht registriert - mehr als in den Jahren zuvor. Sehr nachgefragt sei in Norddeutschland auch der "Jacobusweg" von Hamburg durch die Lüneburger Heide. (Quelle: Tagesschau)

08:55 Uhr: Bhutan impft fast all Erwachsenen in 13 Tagen
Das kleine Königreich Bhutan im Himalaya hat binnen 13 Tagen rund 94 Prozent der Erwachsenen eine erste Dosis Corona-Impfstoff verabreichen lassen. Das entspreche rund 62 Prozent der etwa 770.000 Einwohner, sagte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Nur die Seychellen haben eine höhere Impfquote, impfen allerdings bereits seit Januar und haben nur rund 100.000 Einwohner.Den verwendeten AstraZeneca-Impfstoff hatte das arme Königreich kostenlos von seinem großen Nachbarn Indien erhalten. Nach dem Erhalt der 550.000 Dosen wartete Bhutan wochenlang - denn für den Beginn der Impfkampagne wurde nach astrologischen Kriterien der 27. März gewählt, das als besonders glücksbringend galt. (Quelle: Tagesschau)

07:44 Uhr: SPD will Bundesnotbremse nur mit Änderungen unterstützen
Der SPD-Rechtspolitiker Johannes Fechner macht eine Zustimmung seiner Fraktion für eine Corona-Notbremse von Änderungen abhängig. "Wenn es keine Änderungen an dem Gesetzesentwurf in seiner jetzigen Form gibt, wird die SPD-Fraktion nicht zustimmen", sagte er der "Rheinischen Post". "Die Ausgangssperren sind zu pauschal gefasst, da muss es weitere Ausnahmen geben." Fechner verweist auf juristische Bedenken unter Experten im Kanzleramt, die durch einen Medienbericht bekanntwurden. "Auch die Bedenken des Kanzleramtes teilen wir, dass es schwierig ist, nur auf den Inzidenzwert abzustellen. Darauf haben wir schon im März hingewiesen." Er fordert, dass die geplante Rechtsverordnung nur mit der Zustimmung des Bundestages kommen dürfe. "Das Gesetz wird vom Parlament verbessert werden." (Quelle: Tagesschau)

07:20 Uhr: Umfrage: Corona-Pandemie hat auch positive Effekte
Die Corona-Pandemie hat die Lebenszufriedenheit vieler Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge in einigen Bereichen verbessert. So schätzen zahlreiche Erwachsene sowohl ihre Gesundheit als auch ihren Schlaf deutlich besser ein als früher, wie neueste Daten des "Sozio-oekonomischen Panels" (SOEP) zeigen.Die jährliche Befragung von Privathaushalten ist den Angaben zufolge die größte Langzeitstudie zur gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Mehr als 6500 Teilnehmende der Studie wurden im April und Juni 2020 sowie im Januar 2021 zusätzlich zu ihrer Lebenssituation in der Pandemie befragt.Allerdings gibt es auch negative Entwicklungen: Wegen Homeschooling und weniger Außenkontakte stuften viele Erwachsene bei der jüngsten Befragung ihr Familienleben etwas schlechter ein als in den Jahren vor der Pandemie. Besonders unzufrieden sind die Menschen mit ihrem Freizeitverhalten, das durch die Corona-Maßnahmen stark eingeschränkt ist. (Quelle: Tagesschau)

05:02 Uhr: RKI meldet 25.831 Neuinfektionen - Inzidenz bleibt bei 160,1
Das Robert Koch-Institut hat 25.831Neuinfektionen gemeldet. Das sind 367 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt bei 160,1. 247 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 79.628. Insgesamt wurden bislang mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. (Quelle: Tagesschau)

05:02 Uhr: Chinesische Wirtschaft legt um 18,3 Prozent zu
Chinas Wirtschaft hat die Corona-Krise weitgehend überwunden und ist mit einem Rekordwachstum ins neue Jahr gestartet. Wie das Pekinger Statistikamt mitteilte, legte die zweitgrößte Volkswirtschaft in den ersten drei Monaten um 18,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres zu. Es handelt sich um den größten Sprung seit Beginn der quartalsweisen Auswertung vor gut 30 Jahren. (Quelle: Tagesschau)

05:02 Uhr: Ärzte dürfen Impfstoff künftig wohl auswählen
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung lässt Hausärzte den Impfstoff für ihre Patienten künftig selbst aussuchen. "Sie geben auf dem Rezept an, von welchem Impfstoff sie wie viele Dosen benötigen. Dies gilt erstmals für die Woche vom 26. April bis 2. Mai, für die der Bund Vakzine von BioNTech und AstraZeneca bereitstellen wird", heißt es in einem Schreiben der KBV, wie die "Rheinische Post" berichtet. Die Bestellmenge pro Arzt sei auf 18 bis 30 BioNTech-Dosen und zehn bis 50 AstraZeneca-Dosen begrenzt. (Quelle: Tagesschau)

Meldungen aus Bayern

Unterfranken

Inzidenzwerte in Unterfranken: Nur noch ein Landkreis unter 100
Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind die Inzidenzwerte in mehreren unterfränkischen Regionen weiter angestiegen. Demnach ist nur noch der Landkreis Miltenberg mit einer 7-Tage-Inzidenz von 91,7 unter dem Grenzwert von 100. Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte sind über 100. Die höchste 7-Tage-Inzidenz hat der Landkreis Rhön-Grabfeld (258,7) gefolgt vom Landkreis Haßberge (251,2). Im Vergleich zum Vortag sind die Werte in sechs Landkreisen und kreisfreien Städten gestiegen und in sechs gesunken.

Hier alle unterfränkischen Zahlen im Überblick:

• Landkreis Rhön-Grabfeld: 258,7 ↓

• Landkreis Haßberge: 251,2 ↓

• Stadt Würzburg: 198,5 ↑

• Stadt Aschaffenburg: 162,0 ↑

• Stadt Schweinfurt: 161,0 ↓

• Landkreis Bad Kissingen: 147,2 ↑

• Landkreis Aschaffenburg: 135,5 ↑

• Landkreis Main-Spessart: 132,4 ↑

• Landkreis Kitzingen: 131,6 ↓

• Landkreis Würzburg: 113,4 ↑

• Landkreis Schweinfurt: 109,1 ↓

• Landkreis Miltenberg: 91,7 ↓

Landkreis Miltenberg

Fallzahlen im Landkreis Miltenberg
Aktuell befinden sich 253 mit SARS-CoV-2 infizierte Personen in Isolation und Überwachung durch das Staatliche Gesundheitsamt Miltenberg. Seit gestern kamen 43 Neuinfektionen hinzu. Zusätzlich befinden sich 305 Menschen als Kontaktperson I in Quarantäne. Zur Zeit werden 13 Menschen aus dem Landkreis stationär behandelt, davon ist eine Person intensivpflichtig. Es gab bisher 120 Todesfälle. Die Anzahl der bekannt gewordenen Coronavirus-Infektionen beläuft sich auf 5.010 Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis derzeit bei 91,7 (Quelle: RKI, Stand 16. April, 3:09 Uhr).

Wechselunterricht in Unterfranken nur im Landkreis Miltenberg möglich
In Unterfranken wird in der kommenden Woche nur im Landkreis Miltenberg Wechselunterricht sowie eingeschränkter Regelbetrieb in Kindertagesstätten stattfinden. Jens Marco Scherf (Bündnis 90/Die Grünen), Landrat in Miltenberg, teilte aber mit, dass insgesamt eine deutliche Zunahme des Infektionsgeschehens zu beobachten sei. "Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird der Inzidenzwert in den nächsten Tagen auch in Miltenberg über 100 sein. Dann würde die bayerische Notbremse in Kraft treten." Gerade im privaten Umfeld stecken sich laut Scherf im Landkreis derzeit vermehrt Menschen mit Corona an. In der Region am bayerischen Untermain würden Kliniken und Intensivstationen allmählich an die Auslastungsgrenzen stoßen, weil viele Corona-Patienten schwere Krankheitsverläufe hätten. Daher appelliert der Landrat: "Auch wenn wir momentan nach 13 Monaten Pandemie nicht mehr können: Die Phase ist sehr kritisch und wir müssen alle miteinander schauen, dass wir im privaten Umfeld unsere Kontakte möglichst gering halten, um das Infektionsgeschehen eindämmen zu können." (Quelle: BR)

Landkreis Main-Spessart

Zahlen für den Landkreis Main-Spessart
Im Landkreis Main-Spessart sind aktuell 298 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt gab es damit seit Beginn der Pandemie 4.070 positiv getestete Personen. Genesen sind davon 3.579 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt für den Landkreis Main-Spessart aktuell 132,4. Im Landkreis gibt es einen weiteren Todesfall zu beklaten. Die Zahl der Personen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, steigt damit auf 193. 17 Patienten werden derzeit stationär im Klinikum Main-Spessart behandelt, einer davon auf der Intensivstation. Es befinden sich 678 Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.(Quelle: BR)

Meldungen aus Hessen

Demos in Wiesbaden: Stadt begrenzt Teilnehmerzahl
Die Stadt Wiesbaden hat angesichts mehrerer angemeldeter Versammlungen am Samstag die erlaubte Teilnehmerzahl in der Innenstadt auf insgesamt 2.000 Menschen begrenzt. Unter diese Regelung fällt auch die angekündigte Kundgebung gegen die Corona-Politik unter dem Motto "Demokratie bewahren, Existenzen retten". Hierfür wurde eine Obergrenze der Teilnehmerzahl von 1.000 Personen festgelegt. Parallel hierzu werden mehrere Gegenkundgebungen stattfinden. Die Landesvorsitzenden der Grünen, Sigird Erfurth und Philip Krämer, bezeichneten den Aufruf zur Demo gegen die Corona-Politik einen Tag vor der zentralen Gedenkfeier für die Corona-Opfer als zynisch. Wer angesichts der dramatischen Situation auf den Intensivstationen "dennoch zu Massenveranstaltungen aufruft, bei denen bewusst auf Gesundheitsvorkehrungen verzichtet wird, riskiert in der derzeitigen Situation die Überlastung unseres Gesundheitssystems und stellt sich außerhalb der gemeinsamen Verantwortung für unsere Gesellschaft", teilten die Landesvorsitzenden am Freitag mit. (Quelle: Hessenschau)

Astrazeneca-Impftermine für Personen ab 60 Jahren
Personen ab 60 Jahren können sich auf dem Impfportal des Landes ab sofort für eine Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff anmelden. "Wir wollen, dass verfügbare Dosen des Wirkstoffs von Astrazeneca impfwillige Bürgerinnen und Bürger auch erreichen", heißt es auf der Webseite. Auf impfterminservice.hessen.de können Angehörige der Gruppe einen Termin für eine Astrazeneca-Impfung ausmachen. Damit wurde die ursprünglich festgelegte Reihenfolge weiter den Gegebenheiten angepasst, damit die Astrazeneca-Bestände schneller verbraucht werden. Grund dafür ist, dass viele Menschen in Hessen ihre Termine mit Astrazeneca absagen. (Quelle: Hessenschau)

Spendenaktion: Theatergutscheine für Krankenhauspersonal
In Darmstadt kann man jetzt Menschen eine Freude machen und gleichzeitig die gebeutelte Kulturszene in der Stadt unterstützen. Über eine Spendenplattform im Internet kann man Theatergutscheine finanzieren, die dann dem Personal auf den Darmstädter Covid19-Intensiv- und Pflegestationen als Dank für ihren Einsatz geschenkt werden. Gleichzeitig wird mit den Gutscheinen die Freie Darmstädter Kultur- und Theaterszene unterstützt. Bislang sind knapp 5.000 Euro für Kulturgutscheine gespendet worden.
(Quelle: Hessenschau)

Knapp 2.000 Neuinfektionen, 20 Todesfälle
Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist binnen 24 Stunden um 1.923 Fälle angestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag (Stand 0 Uhr) mit. Im selben Zeitraum starben 20 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 6.585. Insgesamt wurden in Hessen seit Beginn der Pandemie 240.509 Corona-Fälle gemeldet.
Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht von 166,0 am Vortag auf 164,6. Die höchste Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weisen die Kreise Fulda (269,8) und Hersfeld-Rotenburg (269,2) sowie die Stadt Offenbach mit 247,9 auf. Fünf weitere Kreise weisen eine Inzidenz über 200 auf: der Lahn-Dill-Kreis (232,1), Limburg-Weilburg (230,9), Marburg-Biedenkopf (217,7), der Vogelsbergkreis (203,5) und Gießen (201,0). Alle Kreise und kreisfreien Städte liegen über der 7-Tage-Inzidenz-Marke von 100. (Quelle: Hessenschau)

Odenwaldkreis

137 Corona-Fälle in den letzten sieben Tagen – Infektionen in allen Altersgruppen
Am Donnerstag (15. April) wurden 29 weitere positive Corona-Testergebnisse registriert. Die Gesamtzahl steigt daher auf 3.730. 3.366 Personen gelten als genesen – 15 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle bleibt konstant bei 160. Der Infektionssaldo steigt und liegt bei 204. Bei 29 Personen wurde die britische Virus-Mutation nachgewiesen. In Zukunft werden wir keine Angaben mehr über das Auftreten von Virusmutations-Fällen machen. Grund dafür ist zum einen, dass bereits jetzt ist der Großteil der neuen Fälle auf eine Virusvariante – vor allem auf die britische – zurückzuführen ist. Zum anderen unterscheiden die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts bezüglich Quarantäne und Kontaktpersonenmanagement nicht mehr zwischen einer Infektion mit oder ohne Virusmutation. So müssen sich beispielsweise mittlerweile alle Infizierten am Ende der Quarantäne erneut auf Corona testen lassen, bevor sie in den Alltag zurückkehren können. Außerdem untersuchen nicht alle Labore auf die Virusmutation, so dass sich kein vollständiges Bild ergibt. Die 7-Tage-Inzidenz steigt ebenfalls leicht und beträgt nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts 141,7 (Stand 16.04., 00:00 Uhr). Das Gesundheitsamt erfasste in den vergangenen sieben Tagen 137 neue Corona-Infektionen. Die meisten Fälle, nämlich 46, gibt es in der Unterzent (Höchst 21, Breuberg 15, Lützelbach 10), gefolgt von Erbach/Michestadt mit 40 Fällen (Erbach 19, Michelstadt 21). In Mossautal/Oberzent und im Gersprenztal gab es jeweils 19 Infektionen (Mossautal 2, Oberzent 17, Reichelsheim 3, Brensbach 15, Fränkisch-Crumbach 1) und in Bad König/Brombachtal 13 (Bad König 12, Brombachtal 1). Die 137 Fälle verteilen sich folgendermaßen auf die unterschiedlichen Altersgruppen: 0 bis 9 Jahre (15), 10 bis 19 Jahre (13), 20 bis 29 Jahre (21), 30 bis 39 Jahre (39), 40 bis 49 Jahre (14), 50 bis 59 Jahre (20), 60 bis 69 Jahre (10), 70 bis 79 Jahre (1), 80 bis 89 (4). Bei den über 90-jährigen gibt es derzeit keine Infektionen. Auf den Corona-Stationen des Gesundheitszentrums werden derzeit zwölf Patienten betreut. Davon benötigen vier eine intensivmedizinische Behandlung. In Kliniken außerhalb des Kreises befinden sich zwei weitere Patienten. Von einer Quarantäne betroffen sind Gruppen des Kindergartens Mümling-Grumbach sowie eine Gruppe der Kita Schatzinsel in Brensbach.

Meldungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

+++ Inzidenz und Zahl der Neuinfektionen steigen weiter +++
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Rheinland-Pfalz auf den zweithöchsten Wert in diesem Jahr gestiegen. Das Landesuntersuchungsamt meldete 1.132 Ansteckungen am Freitag, Die landesweite Inzidenz liegt bei 139,2, am Vortag waren es 131,6. Seit Beginn der Pandemie wurden 128.808 laborbestätigte Infektionen bekannt. Mit 14.145 Personen sind aktuell deutlich mehr Menschen infiziert als am Vortag (13.638). 13 Personen sind binnen eines Tages im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die höchste Inzidenz im Land hat Ludwigshafen mit 253,7 gefolgt von Worms mit 247,8. Die Landeshauptstadt Mainz liegt mit 199,0 nur noch knapp unter der Marke. Die geringste Ansteckungsrate je 100.000 Einwohner binnen einer Woche weist der Kreis Bitburg-Prüm mit 46,4 auf. (Quelle: SWR)

+++ "Nature One" fällt auch in diesem Jahr aus +++
Das Elektro-Festival "Nature One" wird auch in diesem Jahr ausfallen. Die Veranstalter teilten am Freitag mit, dass die vom 30. Juli bis 1. August auf der ehemaligen Raketenbasis Pydna bei Kastellaun geplante Veranstaltung abgesagt werden müsse. Grund seien die aktuellen Entwicklungen sowie die möglichen Szenarien für die kommenden Wochen. "Nature One" gebe es nur ganz oder gar nicht: "Reduzierte Kapazitäten, Maskenpflicht, Abstände einhalten und ähnliches kommt für uns nicht in Frage", sagte Geschäftsführer Oliver Vordemvenne. Für das nächste Jahr ist der Veranstalter aber optimistisch: Stattfinden soll "Nature One" 2022 zwischen dem 5. und dem 7. August. Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit. Das Elektro-Festival war bereits im vergangenen Jahr wegen der Pandemie abgesagt worden. (Quelle: SWR)

Verwaltungsgerichtshof muss über Proteste in Stuttgart entscheiden
Das jüngste Verbot von zwei Demonstrationen gegen die Corona-Politik am Samstag in Stuttgart beschäftigt auch weiter die Justiz. Mindestens einer der beiden Veranstalter hat nach Angaben einer Sprecherin Beschwerde gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart eingelegt. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim als höchstes baden-württembergisches Gericht im Laufe des Freitags entscheidet. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte am Donnerstag die Haltung der Stadt gestützt. Diese argumentiert, die Demonstrationen bedrohten angesichts der steigenden Infektionszahlen Leib und Leben der Beteiligten und weiterer Menschen. (Quelle: SWR)

Palmer: Tübinger Modell funktioniert besser als Lockdown
Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) ist optimistisch, dass das Corona-Modellprojekt in seiner Stadt verlängert wird. Da die Regelung am Sonntag ausläuft, muss die Landesregierung einer Fortsetzung zustimmen. Palmer begründete seine Zuversicht im SWR mit dem niedrigen Inzidenz-Wert in Tübingen, der seit zwei Wochen bei etwa 80 liegt. "Wir haben Handel, Gastronomie und Kultur geöffnet und nur die Hälfte der Zahlen des baden-württembergischen Landesdurchschnitts. Das ist eine klare Sprache", erklärte Palmer. Er setzt sich außerdem für eine Neubewertung der Sieben-Tage-Inzidenz in Tübingen ein. Solange der Wert mindestens 25 Prozent niedriger als der Landesdurchschnitt sei, solle das Modellprojekt weiterlaufen dürfen. Dieser Vorstoß sei folgerichtig, "weil wir zehnmal mehr testen als alle anderen und deshalb auch mehr finden. Unsere Inzidenz erscheint aufgebläht und ist im Vergleich eigentlich niedriger", so der Tübinger OB. (Quelle: SWR)

Baden-Württemberg will anders als Bayern bei Impf-Priorisierung bleiben
Baden-Württemberg will anders als der Nachbar Bayern zunächst an der Priorisierung bei den Impfungen gegen Corona festhalten. Das hat das Gesundheitsministerium dem SWR bestätigt. Minister Manfred Lucha (Grüne) sagte, die Menschen mit besonderem Schutzbedürfnis gingen weiterhin vor. Es sei wichtig, die geweckten Erwartungen erfüllen zu können. Lucha zeigte sich verwundert über die bayerische Ankündigung. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte am Dienstag erklärt, der Freistaat wolle sich spätestens Ende Mai von der Impf-Priorisierung lösen. Dann solle möglichst schnell allen infrage kommenden Menschen ein Impfangebot gemacht werden. (Quelle: SWR)

Kreis verlängert Quarantänezeit auf bis zu 21 Tage
Der Kreis Bergstraße verlängert die Quarantänezeit bei Menschen, die sich mit einer Mutante infiziert haben, auf bis zu 21 Tage. Hintergrund ist, dass Menschen, die mit einer Corona-Mutation infiziert sind, offenbar länger ansteckend sind. Am Ende der regulären Quarantänezeit wird deswegen getestet, ob noch Ansteckungsgefahr besteht - wenn ja, verlängert der Kreis die Quarantäne. (Quelle: SWR)

Hier geht's zum Corona-NEWSarchiv der letzten Tage:

Informationen für Bayern, Baden-Württemberg und Hessen

+++ Allgemeine Informationen +++
Informationen und Verhaltensregeln finden Sie hier:
Robert-Koch-Institut - Startseite
Robert-Koch-Institut - Fragen zum Coronavirus
Robert-Koch-Institut - Hygienehinweise

Helios Telefon-Hotline
Als deutschlandweiter Anbieter stationärer und ambulanter Gesundheitsleistungen startet Helios heute eine eigene Telefon-Hotline für Anfragen rund um die neuartige COVID-19-Erkrankung, das sogenannte Corona-Virus. Die kostenfreie 24-Stunden-Hotline ist ab sofort unter der Nummer (0800) 8 123 456 erreichbar.

Baden-Württemberg
Hotline zum Coronavirus: 07 11/9 04-3 95 55
(täglich 9-18 Uhr)
Landesgesundheitsamt Baden Württemberg
Landratsamt Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis)
Landratsamt Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis)

Bayern 
Hotline zum Coronavirus: 0 91 31/ 68 08-51 01
Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Landratsamt Miltenberg (Kreis)
Landratsamt Aschaffenburg (Kreis)
Landratsamt Karlstadt (Main-Spessart-Kreis)

Hessen
Hotline zum Coronavirus: 08 00/5 55 46 66
(täglich 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr)
Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI)

Autor:

meine-news.de Redaktion aus Miltenberg

6 Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen