Kinder hungern in Mosambik – Schwester Elisabeth Heßdörfer hilft den Ärmsten der Armen
News Spendenaktion für Mosambik 2020

Die kleine Fatima auf den Armen von Schwester Elisabeth Heßdörfer. Sie kennt noch nicht das Schicksal ihrer Mutter und ihrer Familie.
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  • Die kleine Fatima auf den Armen von Schwester Elisabeth Heßdörfer. Sie kennt noch nicht das Schicksal ihrer Mutter und ihrer Familie.
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Im März dieses Jahres hat der News Verlag erstmals mit einem Spendenaufruf für die Mariannhiller Missionsschwester Elisabeth Heßdörfer mit dazu beigetragen, die Not in Malehice, einem Dorf in der Provinz Gaza in Mosambik, zu lindern.
Für die News Spendenaktion für Mosambik, die der News Verlag gemeinsam mit Pater Richard Heßdörfer, Wallfahrtsseelsorger im Franziskanerkloster auf dem Engelberg in Großheubach, am 5. März ins Leben gerufen hat, sind bisher Spenden in Höhe von 7.634,44 Euro zusammengekommen. Lesen Sie dazu auch die folgenden Beiträge: News Spendenaktion für Mosambik – Für die Ärmsten der ArmenErste Erfolge für News Spendenaktion für Mosambik – Über 5.000 Euro an SpendenNews Spendenaktion für Mosambik geht weiter – Weitere 1.000 Euro überwiesenNews Spendenaktion für Mosambik läuft weiter – Wieder 670 Euro an Spenden überwiesen und Jetzt auch „Hungerpandemie“ in Mosambik – Covid-19 belastet zunehmend Afrikas Länder.

Schwester Elisabeth schreibt dazu in einem Dankesbrief an die Spender unter anderem:
„Liebe Wohltäter, das Jahr 2020 hat uns, ja, die ganze Welt gezeichnet. Alle haben Sorge und passen auf, laufen mit Masken herum. In Xai-Xai (Hauptstadt der Provinz Gaza, Bischofssitz, Einkaufsstadt für Malehice) wird von der Polizei jeder mitgenommen, der keine Maske trägt und die Verwandten müssen bezahlen, damit sie wieder freikommen. Hier in Malehice bekommen sie Schläge, da das Geld hier knapp ist. Doch es hilft, so haben wir weniger Ansteckungen.
Die Menschen, die keine Arbeit haben und keinen Handel treiben können, gehen aufs Feld. Wenn es nicht regnet, nimmt der Hunger trotzdem zu. Viele kämpfen ums Überleben und wir mit ihnen. Täglich kommen Menschen und bitten um Essen oder Arbeit, besonders Kinder, da sie nicht zur Schule gehen. Das Gras, das die Menschen bringen, können wir schon nicht mehr unterbringen. Doch oft kann ich nicht NEIN sagen, da ich die schwere Situation, den Hunger der Menschen, kenne. Der Kindergarten und die Tagesstätte funktionieren dieses Jahr nicht. Die Schule ist geschlossen.
Unsere Projekte sind auch ein ganzes Stück gestoppt. Im Kindergarten Xai-Xai konnten wir den Spielplatz überdachen und Anfang heute (06.10.2020) fangen wir hier in Malehice an, die Mehrzweckhalle für den Kindergarten zu bauen. Unser Seniorenheim läuft ganz gut weiter. Unsere Kirche war auch zu. Seit Sonntag zelebriert der Pfarrer wieder die Heilige Messe dort, mit aller Vorsorge.
Die Situation ist nicht leicht und die Armut nimmt zu. Gott sei Dank und Dank an Euch, können wir den Menschen beistehen und helfen. DANKE - KHANIMAMBO !! für all Euer Gutsein. Was würden wir wohl ohne Eure Hilfe tun??“

Einige Ausführungen sollen helfen, die Situation der Kinder zu verstehen, die in Mosambik besonders prekär ist:

Ohne Geburtsschein gibt es keinen staatlichen Schutz

Frauen in ländlichen Gebieten müssen weite Wege zurücklegen, um die Meldeämter zu erreichen. Die Registrierungen sind kostenpflichtig und können oft aus der Not heraus nicht gezahlt werden. Auch kulturelle Praktiken behindern die Frauen zur Meldung der Geburten. Die fehlende Registrierung führt zu vielen Problemen, wie zum Beispiel der fehlenden Möglichkeit, eine Schule zu besuchen, oder staatliche Hilfen der Gesundheitsversorgung zu beanspruchen, die ohnehin gering sind. Eine spätere Registrierung ist ausgeschlossen. Kinder ohne Geburtsschein bleiben auch im späteren Leben ohne Identität und Nationalität, sind der Armut und der Bettelei preisgegeben.

Es ist wie ein furchtbarer Teufelskreis: Da es praktisch kein soziales Netz gibt, braucht man Kinder, um im Alter versorgt zu werden. Etwa die Hälfte der Kinder stirbt an Hunger und Krankheiten. Es ist schwer, Kinder durchzubringen. Aber mit mehreren Kindern steigt auch der Hunger in der Familie. Sr. Elisabeth hat wohl Hunderten von Kindern schon durch ihre Hilfe das Leben gerettet.

Die sozialen Verhältnisse der Kinder

Laut UNICEF gibt es in Mosambik 1,5 Millionen Waisen, davon 470.000 Aidsweisen. Insgesamt sind 52% der Bevölkerung Kinder unter 18 Jahren. Wegen der Armut sind die Eltern auf den Mitverdienst ihrer Kinder angewiesen. 48% der Kinder leben in absoluter Armut. Es gibt 2 Millionen Kinder, die ohne Eltern leben. Von Geburt an sind die Kinder in Gefahr, weil die Mütter aufgrund der Unterernährung oft zu schwach sind, ihren Kindern wenigstens die Grundnahrung zu geben. Über die Hälfte der Frauen (58%) in Mosambik sind mit HIV infiziert und nur ein winziger Bruchteil der Frauen erhält Medikamente, um das Risiko der Weitergabe zu verringern.
Dass sich Schwester Elisabeth mit ihre drei Mitschwestern besonders um die Not der Kinder kümmern, ist allein aus diesen Gründen zu verstehen. „Menschen hungern sehen ist schlimm, Kinder hungern sehen ist besonders schlimm“, so ein Ausspruch, der in Malehice oft zu hören ist. Schwester Elisabeth dazu in ihrem schon zitierten Schreiben:
„Dieses Jahr sind erstmal die Menschen wichtiger. Schließlich ist alles für die Menschen, doch erstmal muss man überleben und dann sind andere Dinge wie Ausbildung usw. wichtig. Unsere Situation ist nicht ganz leicht sich vorzustellen. Doch mein Bruder Pater Richard kennt das gut und organisiert Hilfe. Das ist eine Freude für mich. Dankbar bin ich und sind wir alle für all Eure Hilfe, fürs Gebet und Euer Interesse. Alles, alles Gute und ganz herzliche Grüße aus Mosambik, ein frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen für das neue Jahr 2021,
Eure Schwester Elisabeth Heßdörfer"

Wenn Sie die Armen in Mosambik unterstützen wollen, können Sie Ihre Spenden an folgendes Konto überweisen:

Spendenkonto für Mosambik

Kontoinhaber: News Verlag GmbH & Co. KG
Verwendungszweck: Mosambik
IBAN: DE02 7965 0000 0500 9681 69
BIC: BYLADEM1MIL

Falls Sie eine Spendenquittung wünschen, geben Sie bitte Ihre vollständige Adresse unter „Verwendungszweck“ an. Ihre Spende wird an die Missionsschwestern weitergeleitet, die Ihnen eine Spendenquittung zuschicken. Schwester Elisabeth bekommt alle Spenden und wird, wie auch Pater Richard, darüber informiert.

Die kleine Fatima auf den Armen von Schwester Elisabeth Heßdörfer. Sie kennt noch nicht das Schicksal ihrer Mutter und ihrer Familie.
Die Mutter von Fatima hat zwei verkrüppelte Unterschenkel und kann sich nur auf den Knien und Händen fortbewegen. Der 7jährige Bruder trägt seine Schwester auf dem Rücken, hier beim Einkaufen. Nach der Geburt von Fatima hat der Vater die Familie verlassen.
Autor:

meine-news.de Redaktion aus Miltenberg

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