Veterinäramt übt im Gelände mit Bergetrupp das Vorgehen
Auf Schweinepest gut vorbereitet

Die Bergetrupp-Mitarbeiter entnehmen Proben des zu bergenden Tiers, die später in einem Labor auf die Afrikanische Schweinepest untersucht werden.
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  • Die Bergetrupp-Mitarbeiter entnehmen Proben des zu bergenden Tiers, die später in einem Labor auf die Afrikanische Schweinepest untersucht werden.
  • Foto: Foto: Winfried Zang
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In Brandenburg ist die Afrikanische Schweinepest angekommen, auch Sachsen hat sie erreicht. Sollte sich die Tierseuche weiter ausbreiten, könnte auch der Landkreis Miltenberg betroffen sein. Deshalb wurde der Bergetrupp des Landratsamts vom Veterinäramt erneut geschult und spielte das Vorgehen beim Beproben und Entsorgen eines verendeten Keilers durch.

Das Veterinäramt bereitet sich seit langem auf die Bekämpfung der Seuche vor – etwa mit überregionalen Übungen in Zusammenarbeit mit Katastrophenschutz und Staatsforst sowie Schulungen von Bergeteams. Darüber hinaus wurde eine Verwahrstelle für verendetes Schwarzwild im Seuchenfall geschaffen, die derzeit von den Jägern als Wildkonfiskat-Sammelstelle genutzt wird. Auch wurden potenzielle Standorte für mobile Verwahrstellen festgelegt. Gemeinsam mit Nachbarlandkreisen wird ein mobiler Wildschutzzaun beschafft, auch wurde sonstiges Material besorgt.
Nach einer Einführung durch die Amtstierärztinnen Dr. Isabel Boecker-Kessel und Dr. Vanessa Schönenbrücher wurde dem Bergetrupp der speziell für die Bergung angeschaffte Pkw-Anhänger vorgestellt. Im Gelände lernte das Team, wie die Schutzkleidung korrekt angelegt wird, gefolgt von Beprobung, Bergung und Entsorgung des Tiers.
Damit verendete Tiere landkreisweit geborgen werden können, sind laut Dr. Isabel Boecker-Kessel viele Teams notwendig.

Damit alle Helfer*innen ihr Handwerk lernen, fungieren im Ernstfall die amtlichen Tierärztinnen des Veterinäramts als Multiplikatorinnen. 350 potenzielle Helfer*innen, verteilt über den ganzen Landkreis, haben sich bereit erklärt,
im Seuchenfall die Reviere nach verendetem Schwarzwild abzusuchen. Im Ernstfall wären aber viel mehr notwendig, insbesondere zur Bergung und zum Zaunbau.

Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen völlig ungefährlich, richtet
aber laut Boecker-Kessel große wirtschaftliche Schäden an. Mit dem sorgfältigen Vorgehen bei den Bergungen will man verhindern, dass kontaminiertes Material verbreitet wird und möglicherweise in Kontakt mit anderen Schweinen kommt. Sollte die Seuche ausbrechen, sei der Schutz der Hausschweinbestände oberstes Ziel.
Nach Abschluss der Bergeübung zeigte sich das Veterinäramt zufrieden: Der Bergetrupp erledigte die Arbeit sehr gut, auch wurden Anregungen aufgenommen, wie man manche Schritte verbessern kann. Es bleibt dennoch zu hoffen, dass die Afrikanische Schweinepest den Landkreis noch lange verschont. wiz

Die Bergetrupp-Mitarbeiter entnehmen Proben des zu bergenden Tiers, die später in einem Labor auf die Afrikanische Schweinepest untersucht werden.
Autor:

Blickpunkt MIL aus Miltenberg

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