Fortbildung im Fledermausschutz - Mehrere interessante Vorträge für Ehrenamtliche
Ehrenamtliche im Artenschutz gefordert

Fütterung eine verletzten Fledermaus
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  • Fütterung eine verletzten Fledermaus
  • Foto: A. Zahn
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Artenschutz und Artenvielfalt ist ein Thema, welches die Bevölkerung zunehmend bewegt, spätestens seit dem Volksbegehren „Artenvielfalt“. Nicht nur die Naturschutzbehörden, sondern auch im Artenschutz ehrenamtlich tätige Personen sind hier gefordert.

Im Wanderheim Sulzbach haben sich auf Einladung der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Miltenberg 15 ehrenamtliche Fledermausschützer zu einer Schulung getroffen. In mehreren Referaten erfuhren sie viele Details über die geschützten Tiere.

Claudia Beyer (Höhere Naturschutzbehörde an der Regierung von Unterfranken) erläuterte die Rechtsgrundlagen des Artenschutzes. Alle heimischen Fledermäuse gehören nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders und streng geschützten Tierarten. Geschützt sind aber auch deren Lebensstätten, sowohl die Sommer- wie auch die Winterquartiere.

Zur Fledermauspflege referierte Thomas Bormann (Netzwerk Fledermausschutz Untermain). Das Bundesnaturschutzgesetz lässt die vorübergehende Aufnahme hilfloser Fledermäuse zu. Diese werden so lang gepflegt, bis die Verletzungen ausgeheilt sind und die Tiere in der Lage sind, sich selbst zu ernähren. Dann werden sie wieder in die Freiheit entlassen.

Matthias Hammer (Koordinationsstelle für Fledermausschutz in Nordbayern, Uni Erlangen) referierte über die Arbeit der Koordinationsstelle, die Biologie und Lebensweise von Fledermäusen.
Fledermäuse sind Kulturfolger, sodass sie auch genutzte Gebäude besiedeln. Der Fledermausschutz in Bayern ist laut Hammer eine Leistung des Ehrenamtes mit rund 300 bis 500 Personen bayernweit.
Stimmen einiger Teilnehmer:
Für Hildegund Helm haben nicht nur die Menschen, sondern auch Fledermäuse ein Lebensrecht und sind zudem faszinierende Tiere.
Laut Thomas Bormann gilt es, den Lebensraum für die Tiere an Gebäuden zu erhalten. Er betonte die Nützlichkeit der Fledermäuse, denen zahlreiche Insekten, auch Stechmücken, als Nahrungsgrundlage dienen.
Für Wolfgang Neuberger sind Fledermäuse ein wichtiger Baustein der Natur. Er verglich sie mit einem Stein in einer Weinbergsmauer. Wenn man einen Stein entfernt, stürzt nicht gleich die ganze Mauer ein. Die Folgen zeigen sich erst später, insbesondere dann, wenn man mehrere Steine entfernt.mü

Als Ansprechpartner zur Beratung über Fledermäuse, ebenso für die Meldung gefundener, verletzter Tiere, steht Ale­xander Brand, Untere Naturschutzbehörde, Telefon 09371 501-331, bereit.

Autor:

Blickpunkt MIL aus Miltenberg

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