Neue Serie über Sachgebiete im Landratsamt: Was macht eigentlich...?
Im Einsatz für vielfältige, artenreiche Naturräume

Die Naturschutzfachkräfte Ulrich Müller (rechts) und Alexander Brand sind häufig nicht an ihren Schreibtischen zu finden, sondern im Außendienst.
  • Die Naturschutzfachkräfte Ulrich Müller (rechts) und Alexander Brand sind häufig nicht an ihren Schreibtischen zu finden, sondern im Außendienst.
  • Foto: Foto: Winfried Zang
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Die Natur zu schützen, die Vielfalt von Arten- und Naturräumen zu erhalten und zu fördern – diese Aufgabe nimmt die Untere Naturschutzbehörde (UNB) am Landratsamt Miltenberg wahr. Zum breiten Betätigungsfeld des Teams um Leiterin Regina Groll gehören auch die Land- und Forstwirtschaft sowie Jagd und Fischerei.

Den größten Teil der Arbeit im „Sachgebiet 42 Naturschutz, Jagd- und Fischereiwesen“ nimmt die Begleitung von Genehmigungsverfahren ein: Immer, wenn Bau- oder Gewerbegebiete ausgewiesen oder Gebäude abgerissen werden, wird die Naturschutzbehörde um eine Einschätzung gebeten, ob diese Veränderungen mit dem Naturschutz vereinbar sind. Auch prüft die Behörde, ob die bei Neubauten geforderten Ausgleichsmaßnahmen geeignet sind. Deshalb sitzen etwa die Naturschutzfachkräfte Ulrich Müller und Alexander Brand häufig nicht am Schreibtisch, sondern sind draußen unterwegs.

Die UNB hat in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband auch neue Projekte angestoßen. So wurden beispielsweise mit Ersatzgeldern aus dem Bau von Windkraftanlagen Projekte zum Biotop- und Artenschutz umgesetzt – beispielsweise „Orchideenreiche Magerwiesen in Miltenberg-Breitendiel“ und die „Artenreiche Kulturlandschaft um Mömlingen“.

Beim Naturschutz wird die Untere Naturschutzbehörde von weiteren Fachleuten unterstützt. So berät der Naturschutzbeirat – besetzt mit Vertretern aus Naturschutz, Agrarbereich, Forst, Jagd und Fischerei sowie Landschaftspflege – die Behörde. Draußen in der Natur ist es die Aufgabe von vier ehrenamtlich tätigen Naturschutzwächtern, die Bevölkerung zu sensibilisieren, zu beraten und aufzuklären. Die Wächter melden aber auch Missstände in ihren Streifgebieten an die Naturschutzbehörde. Eine fünfte Stelle wurde vom Kreistag genehmigt, der Auserwählte wird bald seine Arbeit beginnen.

In regelmäßigen Kontakt mit dem Sachgebiet kommt auch die Jägerschaft – etwa, wenn
Jagdscheine beantragt oder verlängert werden. Bei rund 750 Jägerinnen und Jägern hat die Behörde viel zu tun, um Eignung und Zuverlässigkeit dieses Personenkreises festzustellen. Auch prüft man, ob die von
der Jägerschaft vorgeschlagenen Abschusspläne für Reh- und Rotwild in Einklang mit den Empfehlungen des Vegetationsgutachtens stehen. Im Jagdbeirat, der mit Vertretern aus Landwirtschaft, Forst, Jagdgenossenschaften, Jägern und Naturschutz besetzt ist, wird die Abschussplanung gemeinsam abgestimmt. Fachlich beraten wird die Behörde in Jagdfragen von den Jagdberatern Horst Feyrer und Rudi Faber.

Ebenso kümmert sich die Behörde um die Umsetzung der Fischereirechte an Bächen, Flüssen und Seen. Sie prüft unter anderem, ob die Päch­ter auf einen ausreichenden Fisch­bestand achten. Wer dagegen einen Angel­schein braucht, muss sich an die jewei­lige Kommune wenden, für Erlaubnisscheine sind die Angelsportvereine zuständig – damit hat das Sachgebiet nichts zu tun. Traditionell kümmert sich die Behörde auch um die Feldgeschworenenjahrtage, die im ländlichen Raum immer noch hohe traditionelle Bedeutung haben: So hat der Landrat die Aufgabe, bei diesen Veranstaltungen neue Feldgeschworenen
zu vereidigen und altgediente zu ehren.

Als Folge des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ hat der Freistaat der Behörde mit Wirkung vom
1. Januar 2021 eine weitere Fachkraft zugewiesen.

Schon jetzt freut sich das Team auf den Tag, wenn Anna Haußmann nach ihrer Anwärterausbildung zum Team stößt: Arbeit ist genug da – zu den genannten Schwerpunkten kommen noch viele weitere Aufgaben. Alle weiteren Informationen dazu stehen unter www.landkreis-miltenberg.de/Energie,Natur-Umwelt/Naturschutz.aspx auf der Internetseite des Landkreises bereit.   wiz

Autor:

Blickpunkt MIL aus Miltenberg

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