Der Storch kehrt zurück, Zahl der heimischen Feldvögel nimmt weiter ab
Von Freude und Verlust

Schlechte Prognosen für unsere heimischen Feldvögel. Kiebitz und Co befinden sich stark im Rückgang.
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  • Schlechte Prognosen für unsere heimischen Feldvögel. Kiebitz und Co befinden sich stark im Rückgang.
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Nach der erfreulichen Rückkehr der Weißstörche in unseren Landkreis sind nun auch Jungtiere im Nest entdeckt worden. Ein wahrer Gewinn, denn der Weißstorch-Bestand erholt sich nur langsam.

Während Arten wie der Weißstorch wieder zurückkehren, sind die häufigen Arten in unserer Kulturlandschaft die Verlierer. Laut dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) sind bereits 80 Prozent der heimischen Feldvögel verschwunden. In der heutigen Ackerlandschaft bleibt für viele Arten nur wenig Platz. Gerade die ehemals häufigen Ackervogelarten wie Kiebitz, Feldlerche und Braunkehlchen sind inzwischen bedroht und stehen in Bayern auf der Roten Liste.
Das Verschwinden dieser Vögel ist auf die fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft und den dadurch resultierenden Lebensraumverlust zurückzuführen. Die Landwirte stehen heutzutage unter hohem finanziellem Druck. Viele sehen sich daher gezwungen, die Nutzung ihrer Äcker, Weiden und Wiesen immer weiter zu intensivieren. Das führt zu strukturarmen Äckern, Rückgang von Brachflächen sowie vermehrtem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln. Gleichzeitig vermehrt sich der Anbau von Raps- und Mais-Monokulturen. Ein besorgniserregender Trend, der durch den Klimawandel und die dadurch resultierende Trockenheit verstärkt werden wird. Aber auch Störungen durch Spaziergänger und freilaufende Hunde spielen eine Rolle im Rückgang der Feldvögel. Doch was tun? Ein Beispiel dafür, wie der Schutz von Feldvögeln funktionieren kann, ist das „Artenhilfsprojekt Wiesenweihe“
in Mainfranken. Durch den systematischen Schutz und die enge Kooperation mit Landwirten konnte die Wiesenweihe dort wieder Fuß fassen. Dies zeigt, dass durchaus Möglichkeiten bestehen, unseren Feldvögeln effektiv zu helfen. Entscheidend für den erfolgreichen Schutz ist hierbei eine gute Zusammenarbeit von Vogelschützern, Landwirten und Behörden.
Das bayerische Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) soll helfen, indem es Landwirte für den zusätzlichen Aufwand und den entgangenen Ertrag entlohnt. Der Lebensraum der Vögel ist die Kulturlandschaft, die durch landwirtschaftliche Nutzung erst entstanden ist und nur durch rücksichtsvolle Bewirtschaftung bestehen kann. Daher ist es besonders wichtig, die letzten Nischen der Vögel in unserer Agrarlandschaft zu erhalten. ros
Weitere Informationen auf der Homepage des LBV unter www.lbv.de/feldvoegel/

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Blickpunkt MIL aus Miltenberg

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