Kampf dem Vandalismus

Mit der Entfernung von Sitzbänken am Durchgangsweg des Johannes-Butzbach-Gymnasiums Miltenberg will der Landkreis den Vandalismus in diesem Bereich eindämmen. Der Ausschuss für Energie, Bau und Verkehr traf diese Entscheidung am Montag mit großer Mehrheit.

Laut Kreisbaumeister Andreas Wosnik habe man auch 2019 weiter zunehmenden Vandalismus sowie die Vermüllung von Teilbereichen des Johannes-Butzbach-Gymnasiums beobachten müssen. Konkret gehe es um Sachbeschädigungen und Müllablagerungen, die nicht nur das Erscheinungsbild verschlechtern, sondern auch um ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Scherben zerbrochener Glasflaschen und Spritzen. Die Beseitigung der Schäden koste den Landkreis Geld, auch müsse der Hausmeister nahezu täglich säubern. Als Problemstelle habe sich der Durchgangsweg von der Nikolaus-Fasel-Straße zur Martin-Vierengel-Straße erweisen, wo die Sitzmöglichkeiten von der Straße aus nur schlecht einsehbar sind. Bisher unternommene Schritte zur Unterbindung der regelmäßigen Gelage mit entsprechenden Hinterlassenschaften wie erhöhte Polizeipräsenz und Ansprache durch den Hausmeister hätten laut Wosnik nur geringe bis keine Wirkung gezeigt. Deshalb empfehle das Kreisbauamt, die Sitzmöglichkeiten zu entfernen, um den Aufenthaltscharakter zu minimieren und den Durchgangsweg sicher und wirtschaftlich für den Landkreis betreiben zu können. Den Vorschlag einer Videoüberwachung sah Kommunaljurist Oliver Feil skeptisch, da es sich um die Schnittstelle eines öffentlichen Weges mit einer Schule handelt und der Datenschutz hohe Anforderungen stelle. Wenn die Bänke entfernt werden, löse sich das Problem aber nicht, sondern verlagere sich nur, so eine Meinung aus dem Ausschuss. Den Vorschlag einer „aufsuchenden Jugendarbeit“ sah das Gremium ebenfalls skeptisch. Das Gremium beschloss bei einer Gegenstimme, die Bänke zu entfernen und an anderer geeigneter Stelle aufzustellen. Auch sollen die Büsche in diesem Bereich geschnitten werden, um einen besseren Einblick zu bekommen.

Zum Schulbauprogramm II berichtete der Kreisbaumeister von einer zeitlichen Verzögerung bei der Montage der neuen Stahlfluchttreppe am Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach von Juni auf Ende Juli, die endgültige Freigabe sei Anfang August zu erwarten. Der Lehrerbereich soll vom 20. Juli an umziehen, die Verwaltung eine Woche später. Der neu gestaltete Haupteingangsbereich auf der Südseite sei bis auf Restarbeiten fertig, vermeldete Wosnik.

Der Kreisbaumeister stellte den Entwurf für die Zweifachsporthalle Obernburg vor. Er zeigte anhand der Pläne, wie sich die Umkleiden, Duschen und Nebenräume auf zwei Ebenen verteilen. Der vom Büro Birk, Heilmeyer und Frenzel geplante Baukörper sei so auf dem Gelände positioniert, dass es möglichst maximale Freiflächen für die Schulsportanlagen im Freien ermöglicht. Dies gelinge durch einen in West-Ost-Richtung minimierten Baukörper, in Nord-Süd-Richtung werden die Nebenräume angeordnet. Für die Vereine erfolgt die Erschließung von der Schlesierstraße aus, auch wird von hier aus das Parkdeck angefahren. Die Halle wird oberhalb der Geschossdecke zur Tiefgarage als konsequenter Holzbau ausgeführt, was zu einer günstigen Bilanz an grauer Energie führt. Inwieweit sich die angedachte Photovoltaikanlage und die extensive Dachbegrünung umsetzen lassen, werde die weitere Planung erbringen. Momentan verhandele man mit dem Architekturbüro über die konkreten Vertragskonditionen. Ein Ziel sei ein möglichst frühzeitiger Fertigstellungszeitpunkt. Das Büro gehe von einer Fertigstellung im ersten Quartal 2023 aus, während der Landkreis eine Fertigstellung 2022 für realistisch halte. Auch geht es ums Geld: Der KIP-S-Antrag wurde 2018 auf eine Gesamtsumme von 4,8 Millionen Euro gestellt, das Architekturbüro sieht Wosnik zufolge jedoch höhere Kosten – vor allem in Bezug auf das Parkdeck.

Aus nichtöffentlicher Sitzung wurden folgende Vergaben bekannt: Für den Haupteingangsbereich, die Feuerwehrzufahrt und die Innenhöfe im Rahmen von Erweiterung, Umbau und Generalsanierung des Gymnasiums Erlenbach 137.866 Euro, für die Verwaltungs- und Klassenzimmerausstattung der Generalsanierung des Gymnasiums Miltenberg 67.426 Euro sowie für die Wartungsverträge für die Liegenschaften des Landkreises, speziell die wiederkehrende Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel, 80.296 Euro.

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