Tourismus hat für Region Main, Spessart und Odenwald große wirtschaftliche Bedeutung
Hoffen auf mehr Gäste im Spessart-Mainland und Odenwald

Die Tourismusbranche hofft nach zwei schweren Jahren wieder auf mehr Gäste in der Region
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  • Foto: Foto: Winfried Zang
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Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr tiefe Einschnitte in allen Bereichen des Lebens hinterlassen, auch in der Wirtschaft. Hart getroffen hat es unter anderem den Tourismus – in einer Branche, die vor allem im Land am Main, im Spessart und im Odenwald große wirtschaftliche Bedeutung hat.

Innenminister Joachim Herrmann kommentierte die Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges bei der Mitgliederversammlung des Tourismusverbands Franken in der Bürgstadter Mittelmühle treffend. Tourismus sei weit mehr als reine Freizeit, sagte Herrmann, Tourismus sei vielmehr ein wichtiges Thema der Wirtschaftsförderung, bedeute stabile Arbeitsplätze und sei „eine Chance für Franken.“

In der Tat: Tourismus bedeutet nicht nur Einnahmen für Beherbergungsbetriebe, sondern auch Einnahmen für lokale Geschäfte, Märkte und sonstige Dienstleister. Wie groß die Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs ist, hatte vor einigen Jahren ein Gutachten der ift Freizeit- und Tourismusberatung gezeigt: Demnach war – Grundlage waren die Zahlen des Jahres 2014 – ein Bruttoumsatz von knapp über 109 Millionen Euro im Jahr für den Landkreis Miltenberg errechnet worden bei damals rund 1600 Beschäftigtenverhältnissen im Landkreis. Und dies galt noch vor den in den darauffolgenden Jahren des touristischen Aufschwungs.

Nun der Corona-Schock: Laut Geschäftsbericht des Tourismusverbands Franken gingen die Übernachtungszahlen im Bereich des Tourismusverbands Spessart-Mainland um 38,2 Prozent auf 1.440.270 zurück, die durchschnittliche Übernachtungsdauer lag bei drei Tagen. Damit liegt der regionale Tourismusverband leicht unter dem Durchschnitt der Tourismusgebiete Frankens (41,1 Prozent). Die Zahl der Gästeankünfte ist im Spessart-Mainland im vergangenen Jahr sogar um über 46 Prozent gegenüber dem Jahr 2019 gesunken auf 473.833. Deutlich zu erkennen: Die Übernachtungszahlen gingen ab März 2020, der ersten Lockdown-Phase, deutlich zurück und auch steigende Nachfrage in den Sommermonaten konnte die Saison nicht mehr retten. Auch beim Camping sanken die Übernachtungszahlen – wenn auch nur leicht um rund zehn Prozent auf 134.533. Doch auch Camper und Wohnmobilisten sind ein Wirtschaftsfaktor: Der Geschäftsführer des Tourismusverbands Spessart-Mainland, Michael Seiterle, geht von einem Jahresumsatz dieser Gruppe von rund 30 Millionen Euro pro Jahr im Landkreis Miltenberg aus.
Der Tourismusverband Franken reagierte mit vielen neuen, frischen Ideen und setzte dabei unter anderem auf die Digitalisierung in der Tourismuswerbung. Vor allem beim Wandern und Radfahren ist man in der Region am Main auf einem hervorragenden Weg. Das sieht man etwa beim Blick auf das „Räuberland“ als Qualitätsregion Wanderbares Deutschland und den vielbefahrenen Main-Radweg. Alleine diese Themen geben Mut zu Optimismus, dass auch diese touristische Delle wieder ausgebügelt werden kann. wiz

Tourismus in Zahlen
Zahlen 2020 (Vergleich zu 2019):

Gästeübernachtungen Franken: -41,1 % auf 15 Millionen
Gästeübernachtungen Landkreis Miltenberg: -40,3 % auf 181.998
Gästeübernachtungen Stadt Miltenberg: -43,3 % auf 31.737

Aktuelle Zahlen 2021 (Vergleich zu 2020):
Gästeübernachtungen Landkreis
Miltenberg 2021 (Januar bis Juli): - 19,8 % auf 73.182
Gästeübernachtungen Stadt Miltenberg 2021 (Januar bis Juli): - 33,9 auf 10.117       dac

Autor:

Blickpunkt MIL aus Miltenberg

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