Bessere Lösungen für Versorgung Krebskranker finden - Initiative All.Can tauscht sich mit Gesundheitsregion plus aus

Zum regen Austausch trafen sich die Mitglieder der Gesundheitsregion plus Miltenberg mit Vertretern der All.Can-Initiative Deutschland. Diese will bessere Lösungen für eine nachhaltige Versorgung von Krebspatienten definieren.
Landrat Jens Marco Scherf hat im Landratsamt Miltenberg mit weiteren Mitgliedern der Gesundheitsregion plus am Mittwoch die Lenkungsmitglieder der All.Can-Initiative empfangen. Gemeinsam mit All.Can, zu der auch der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller gehört, diskutierte man über den Nutzen regionaler Gesundheitsnetzwerke im Abbau von Sektorengrenzen zwischen den einzelnen Berufsgruppen im Gesundheitswesen und die Verbesserung der Versorgung von Krebspatienten durch integrierte Versorgungsstrategien.

Die All.Can-Gruppe habe sich zum Ziel gesetzt, bessere Lösungen für eine nachhaltige Versorgung von Krebspatienten zu definieren und deren Behandlungsergebnisse zu verbessern, sagte Saskia Mersmann (All.Can). Die Initiative sei eingerichtet worden, um in Politik und Öffentlichkeit auf den Handlungsbedarf für eine verbesserte Effizienz bei der Versorgung von Krebspatienten hinzuweisen. Dafür toure die Initiative quer durch Deutschland, um erfolgreiche regionale Lösungsmöglichkeiten und Konzepte kennenzulernen, zu überprüfen und Erfahrungen in andere Regionen zu bringen. Mit der Gesundheitsregion plus habe Miltenberg bereits ein großes und stabiles Gesundheitsnetzwerk mit den wichtigsten Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen und der Kommunalpolitik geschaffen. Dies biete den optimalen Rahmen, um Sektorengrenzen abzubauen, resümierten die Mitglieder von All.Can Deutschland.

Für Professor Dr. Andrew Ullmann, Facharzt und Bundestagsmitglied, ist die Zuwen-dungsmedizin in der Krebsversorgung elementar, Ärztinnen und Ärzte könnten aber immer weniger Zeit dafür aufbringen. Hier müsse sensibilisiert werden. Psychoonkologie gebe es zwar in der kurativen Versorgung, nicht aber in der chronischen Versorgung von Krebspatienten. Die Wartezeiten bei Psychotherapeuten seien insgesamt viel zu lange.

Angeregt wurde beim Treffen unter anderem, die Öffentlichkeitsarbeit für die Selbsthilfe im Landkreis Miltenberg auszubauen und den Begriff „Palliativ“ in der Bevölkerung positiver zu besetzen. Dieser würde mittlerweile mit Sterben gleichgesetzt. Hier müsse unbedingt stärker aufgeklärt und weitergedacht werden.

Weitere Informationen zur Gesundheitsregion plus Miltenberg im Internet:

www.gesundheitsregion-plus-miltenberg.de/
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