Drei-Länder-Radtour 2018: Nach drei anstrengenden Radfahrtagen das Ziel erreicht

Bei 36 Grad im Schatten zog sich der Radfahrertross am Donnerstagnachmittag entlang des Mains – hier in Dorfprozelten –in Richtung Miltenberg.

Nach schweißtreibenden 251 Kilometern und 2180 Höhenmetern ist die Dreiländer-Radtour am Samstagabend, 4.8.18 auf dem Michelstadter Kellereihof zu Ende gegangen. Hinter den Radfahrerinnen und Radfahrern lagen anstrengende Tage bei durchgängiger großer Hitze und teilweise heftigen Anstiegen.

Die Radtour hat sich im 19. Jahr ihres Bestehens zum Erfolgsmodell entwickelt, wie die Teilnehmerzahlen zeigen: Jeweils 220 Radlerinnen und Radler an den ersten beiden Tagen, 200 am letzten Tag sind ein Zeichen für die ungebrochene Popularität dieser Aktion. Um zumindest teilweise der Hitze zu entgehen und kühlere Passagen einzubauen, hatten die Organisatoren auf zahlreichen Streckenabschnitten Wege durch den Wald gewählt. Das erwies sich als richtig, denn auf diese Weise konnten die Kräfte geschont werden. Dennoch mussten einige Radfahrerinnen und Radfahrer am letzten Tag der Hitze Tribut zollen: Vor dem letzten starken Anstieg von Neckarsteinach nach Waldmichelbach wurden mehrere Fahrräder in den Bus verfrachtet, so dass die Radfahrerinnen und Radfahrer anschließend mit voller Kraft in Michelstadt einfahren konnten. Dank der guten Organisation war jederzeit für ausreichend Flüssigkeit und Abkühlung gesorgt, darüber hinaus konnten sich alle Akteure bei regelmäßigen Verpflegungspausen stärken, jeder Tourtag endete mit einem gemeinsamen Abschluss: Am Donnerstag in Miltenberg, am Freitag in Eberbach und am letzten Tag in Michelstadt.

Auch die Politprominenz ließ sich nicht bitten und stieg in die Pedalen: Neben den Landräten Jens Marco Scherf (Miltenberg), Achim Brötel (Neckar-Odenwald-Kreis) und Christian Engelhardt (Bergstraße) fuhren unter anderem die Bürgermeister Norbert Ripperger (Mudau), Herold Pfeifer (Neckarsteinach), Peter Reichert (Eberbach) und Volker Oehlenschläger (Fürth im Odenwald) mit. Der älteste Teilnehmer war 84 Jahre alt, die älteste Radfahrerin 74 Jahre und der Jüngste zwölf Jahre alt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug im Übrigen fast 16 Kilometer pro Stunde – sehr respektabel angesichts der Temperaturen und der Anstiege.
Für Landrat Jens Marco Scherf, der alle drei Tage im Sattel verbrachte, ist die Tour „ein wundervolles Gemeinschaftserlebnis in der traumhaften Landschaft des Odenwalds zwi-schen Neckar und Main.“ Der Landkreis Miltenberg habe sich mit den Zwischenstopps in Obernburg und Kirchzell sowie beim Spessart-Ausflug in Eschau und Dorfprozelten als hervorragender Gastgeber präsentiert, freute er sich und hob vor allem den Einsatz der Vereine und der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hervor. Besonders gut gefallen hat dem Landrat die Ankunft am ersten Tag in Miltenberg, wo alle Akteure den Aufenthalt auf dem Engelplatz und dem nahezu südeuropäisch angehauchten Flair an der Mainpromenade genossen hätten.
Was bei der Tour auffiel: Fast zwei Drittel der Teilnehmer waren Männer um und über 60 Jahre, die dank ausgiebigen Radfahrens in der Freizeit richtig fit sind und viele jüngeren Radfahrerinnen und Radfahrer sportlich Paroli bieten konnten.

Ein Trend, der seit Jahren anhält und sich verstetigt: Die Zahl der Pedelecs steigt ständig. Dank moderner Akkutechnologie halten die Akkus inzwischen den ganzen Tag auf den zwischen 72 und 91 Kilometer langen Streckenabschnitten.

Dieses Jahr gab es auch neue Trikots, nachdem die letzte Auflage vergriffen war. Diese Shirts sind in den Größen S bis 3XL auch im Landratsamt für jeweils 35 Euro erhältlich, erklärt Mitorganisatorin Birgit Dacho vom Landkreis Miltenberg. Nächstes Jahr, wenn die Dreiländer-Radtour zum 20. Mal stattfindet, werden sich die Organisatoren etwas einfallen lassen, kündigt Dacho die ein oder andere Überraschung an.
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