Viel Lob für Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten

Mit großer Trauer hat der Kreistag den Tod des Leidersbacher Bürgermeisters Fritz Wörl aufgenommen. Zu Beginn der Sitzung am Montag bat Landrat Jens Marco Scherf um ein Gedenken für den Kommunalpolitiker, der seinen Beruf mit großer Leidenschaft ausgeübt habe und mit seiner großen Menschlichkeit Akzente gesetzt habe. Scherf zitierte Albert Schweitzer: „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen."

Mit großem Interesse, verbunden mit viel Lob, hat der Kreistag den Bericht der Gleichstellungsbeauftragten Sabine Farrenkopf entgegen genommen. Die Stelleninhaberin blickte auf ein arbeitsreiches Jahr zurück, geprägt von diversen Veranstaltungen und Beratungen. Farrenkopf war nicht nur in den Landkreisgremien präsent, sondern auch in mehreren Arbeitskreisen. Der Girls’ Day sei mittlerweile ein Selbstläufer, freute sie sich und nannte als weitere Arbeitsschwerpunkte ein Seminar für Gründerinnen, eine Wanderausstellung „Auf der Schwelle“, die Projekte „Starke Kinder“ und „Starke Mütter – starke Kinder“ in Kooperation mit Partnern, den Internationalen Frauentag und einen Rentenvortrag für Frauen. Auch die Rolle von Frauen in der Politik hat Farrenkopf mit mehreren Projekten herausgearbeitet, wies sie auf die Kooperationsveranstaltung „Unterfränkische Frauen in der Kommunalpolitik“ hin, ein Mentoring für Kommunalpolitikerinnen in Unterfranken sowie den Arbeitskreis „Frauen und Politik“ im Landkreis Miltenberg.

Auch in der Beratung war die Gleichstellungsbeauftragte tätig, blickte sie auf 27 externe Beratungen zurück, in denen es um Fälle wie Arbeitszeiten, Mobbing, Trennung und Scheidung, Berufsorientierung und häusliche Gewalt gegangen sei. Fünfmal habe sie auch intern beraten, blickte sie zurück. Ihr Büro hat Farrenkopf mittlerweile in der Brückenstraße 20, berichtete sie und erinnerte an den Kinder-Mitbringtag im Landratsamt, der von den Auszubildenden im ersten Lehrjahr unterstützt worden sei. Eine Vorschau auf geplante Projekte im Jahr 2017 – darunter ein Kooperationsprojekt „Geschlechtsneutrale Berufsorientierung“, ein Gründerinnenseminar und eine Kooperation mit dem Jugendzentrum Miltenberg –, rundete den Vortrag ab. In mehreren Wortmeldungen lobten Kreisräte und Kreisrätinnen Farrenkopfs Arbeit.

Einstimmig sagte der Kreistag Ja zur Bestellung von Eric Erfurth zum Kreisheimatpfleger. Er komplettiert damit das Quartett der Kreisheimatpfleger. Erfurth, der von Kreisheimatpfleger Bernhard Springer „angeworben“ worden war, wird sich demnach vorrangig um die Themen Museen und Archäologie kümmern. Erfurth will eigenen Worten zufolge das Weltkulturerbe Limes weiter in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken, aber sich auch um die Museen kümmern. Dazu zählte er auch die vielen kleinen Museen – etwa in Schneeberg und Großheubach – die zur regionalen Identität beitragen. Landrat Jens Marco Scherf überreichte Erfurth seine Bestellungsurkunde und freute sich wie der gesamte Kreistag über die hervorragende Besetzung der Stelle.

Ebenso einstimmig sagte der Kreistag Ja zur Bestellung mehrerer neuer Mitglieder des Jugendhilfeausschusses. Demnach wird Thomas Sturm den ausgeschiedenen Pascal Hermann als stimmberechtigtes Mitglied ersetzen, Stellvertreter für stimmberechtigte Mitglieder werden Alexander Patzelt (Vertretung für Thomas Sturm) und Manuel Reinhard (Vertretung für Alexandra Frieß). Alison Wölfelschneider ersetzt als beratendes Mitglied Dr. Christian Steidl, Igor Kos vertritt Wölfelschneider.

Kreisrat Jürgen Reinhard wollte am Ende der Sitzung Näheres zu den Mülltransporten aus dem Landkreis Aschaffenburg nach Guggenberg wissen – unter anderem zum ordnungsgemäßen Ablauf, zum Einbau der Abfälle und zur Kostendeckung. Der Landrat bat Reinhard wegen der umfangreichen Fragen um schriftliche Einreichung. Die Frage von Kreisrat Dietmar Fieger, ob der Landkreis weiterhin im Bayerischen Innovationsring aktiv ist, bejahte der Landrat und nannte unter anderem die aktive Mitwirkung etwa im Bereich Führung in der Personalentwicklung. Das Thema werde er demnächst im Kreisausschuss thematisieren, kündigte Scherf an.
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