Zur „Quelle“ zurückfinden – beeindruckender Gottesdienst des ACK zum „Tag der Schöpfung“

Vertreter der Gemeinden vor dem Altar
Mömlingen. Zu einem beeindruckenden Gottesdienst zum „Tag der Schöpfung“ hatte der Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK) Main-Mömling-Elsava eingeladen. Dem ACK gehören 7 katholische, evangelische, griechisch-orthodoxe und rum-orthodoxe Gemeinden an, sowie die katholische Krankenhausseelsorge in Erlenbach.
„Wovon hast Du heute schon gelebt?“, fragte Diakon Seibert bei seiner Begrüßung die zahlreichen Mitfeiernden. In der Schöpfungsgeschichte sagt Gott zu, dass wir von den Früchten der Erde leben können. Wir leben aber auch in und von der Gemeinschaft mit vielfältigen Menschen.

Die Lesungen, sowie das Evangelium vom Senfkorn handelten vom Umgang mit der Schöpfung. Bei den einzelnen Gottesdienstteilen wechselten sich Vertreter der Gemeinden ab. Das gebetete Nizäisch-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis machte den gemeinsamen Ursprung deutlich.

In seiner Predigt ging Pater Martinos Petzelt über die Vision des Propheten Ezechiel auf die Schöpfung und unsere heutige Lebensweise ein. Gott hat uns gute Früchte für ein Leben ohne Not versprochen. Die Quelle dieses verheißenen Lebens ist der Fluss mit reichlichem und gutem Wasser. Dieser Fluss hat seine Quelle im Tempel am Altar. Der Mensch hat eine besondere Stellung in dieser Schöpfungsgeschichte. In der griechischen Version des Alten Testamentes steht nichts davon, dass er über die Erde und ihre Pflanzen und Tiere „herrschen“ soll. Er soll „Kyrios“ (Herr) sein, soll wie ein Herr handeln. So wie der Herr (Gott) selbst, soll auch der Mensch seiner Schöpfung gegenüber stehen.
Durch die Sünde im Paradies wurde die ganze Schöpfung mitgerissen. Es ist aber nicht nur die Schuld des Adam. Der Blick in den Schmutz unserer Seele lässt uns auch unsere Schuld gegenüber der Schöpfung erkennen. Der Herr erklärt uns im Evangelium einen Ausweg: Fasten und Gebet. Das Maßhalten ist uns verloren gegangen, weil wir alles und jederzeit im Überfluss haben können. Der orthodoxe Kirchenkalender 2018 gibt 49 Fleischtage an. Natürlich wollen sich aufgeklärte Menschen nicht von der Kirche reglementieren lassen. Aber diese Regeln spiegeln eine Weisheit von Jahrhunderten, sie sind ein Schatz, eine Richtschnur. Fehler nicht bei anderen suchen, sondern wieder zur „Quelle“ aufsteigen und Gott die Ehre geben, mahnte der Geistliche.

Nach dem Gottesdienst fanden sich die Gottesdienstbesucher zum Kennenlernen bei einem Imbiss und guten Gesprächen im Pfarrhof ein.
Predigt und Bilder finden Sie unter www.pg-lumen-christi.de
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