Buchtipp: Scythe - Das Vermächtnis der Ältesten von Neal Shusterman
In jedem Ende steckt ein Anfang!

Nach Ophelia Scale ist mit „Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten“ das zweite große Finale einer Trilogie in mein Bücherregal eingezogen. Nach dem zweiten Teil fand ich persönlich es auch noch schwieriger mich zu gedulden als beim ersten Teil. Zu dramatisch waren die Ereignisse und zu offen blieben viele Fragen. Das wichtigste vorab, Teil 3 ist ein echtes Finale. Am Ende sind keine Fragen mehr offen. Natürlich gibt es Hintertürchen für den Autor, um die Geschichte weiterzuspinnen, aber das Ende ist schon auch ein Ende.

Worum geht’s?
Nachdem das Schicksal von Citra und Rowan auf sehr wackligen Beinen stand, wird ihre Auferstehung in diesem Teil ziemlich gefeiert. Also zumindest Citra’s. Rowan ist vielmehr Public Enemy No. 1, aber das ist er ja gewohnt. Dass auch der amüsante Normalo Greyson Tolliver a.k.a. der Toll im letzten Band eine große Rolle spielen wird, war schon nach dem zweiten Band klar. Der Thunderhead schickt seinen besten Jünger ins Getümmel, um so der wuchernden Selbstgefälligkeit des Scythetums irgendwie noch Einhalt zu gebieten. Alles mündet in einem herausragenden Finale.

Wie war’s?
Ich persönlich habe im zweiten Band mehr Sorge um die Menschheit gehabt als jetzt im Dritten. Dort war das Böse im Scythetum sehr präsent. Diesmal soll es das zwar auch sein, aber der mäßig Ehrenwerte Goddard wirkt hin und wieder doch eher wie ein verzweifelter Irrer, der nach und nach von allen verlassen wird. Viel gefährlicher werden die ach so friedlichen Tonisten, die den Scythe das Leben mal so richtig schwermachen möchten. Dass ihnen das auch einigermaßen gelingt, habe ich nun wirklich nicht erwartet, aber lasst Euch überraschen. Das ganze Buch ist wieder voll mit überraschenden Wendungen und auch im dritten Teil gelingt es Neal Shusterman noch neue, sympathische Charaktere vorzustellen. Besonders die Scythe der alten Ordnung aus allen Teilen der Welt, Scythe Possuelo und Tenkamenin, sind wirklich klasse. Dazu kommt noch die madegassische Kapitänin Jeri, die ein wirklich spannender Mensch ist (Kapitänin, denn hier scheint gerade die Sonne, denn ihr Geschlecht richtet sich nach dem Wetter).

Die Welt, die der Autor erschafft, sucht ihresgleichen. Fast könnte man schon von moderner Fantasy sprechen, so viel Liebe steckt im Detail bei der Beschreibung der Erde in gut 200 Jahren. Das Buch ist erwartungsgemäß dick gewesen, aber ohne Probleme in ein paar Tagen gelesen, da die Handlung wirklich sehr spannend ist. Lediglich im Mittelfeld dümpelt es kurz vor sich hin, als zwischenzeitlich klar ist, was als nächstes passieren wird, aber spätestens im letzten Drittel ist es sehr schwer zu erahnen, was auf der nächsten Seite steht.

Insgesamt habe ich die gesamte Trilogie sehr gerne gelesen und freue mich auf mehr von Neal Shusterman. Zum Glück habe ich die Vollendet-Reihe noch vor mir!

Ein Wort noch zum Einband. Diesen kann man wechseln, sodass jeder genau das Cover im Regal hat, was er möchte und was zum Rest der Trilogie passt. Guter Service vom Fischerverlag!

Das Buch ist bei Sauerländer im Fischer-Verlag erschienen (ISBN: 978-3-7336-5017-9) und kostet 19,99 Euro.

Autor:

Gustav Teschner aus Mönchberg

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