Netzausbau im Kreis erreicht die nördliche Kreisgrenze

Höpfingen/Hardheim/Walldürn. Die Grundlagen für die moderne Raumfahrt legte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Hardheimer Raumfahrtpionier Walter Hohmann und eröffnete der Menschheit damit ganz neue Dimensionen. Dass die Bewohner seiner Heimatgemeinde zukünftig an heimischen Endgeräten in neue Dimensionen vorstoßen, dafür sorgt nun das Breitbandprojekt des Landkreises und der Telekom. Denn Hardheim gehört mit Höpfingen und Walldürn zum sechsten von insgesamt acht Ausbaugebieten. Den offiziellen Spatenstich führten Landrat Dr. Achim Brötel, die Bürgermeister Adalbert Hauck, Markus Günther und Volker Rohm sowie Vertreter der Deutschen Telekom heute (12.) in Höpfingen aus. Verlegt beziehungsweise aufgestellt werden in diesem Gebiet rund 31 Kilometer Glasfaserkabel und 69 hochmoderne Straßenverteiler, sogenannte Multifunktionsgehäuse (MFG). Mit neuester Übertragungstechnik wird das Tempo im Internet auf Bandbreiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) beschleunigt.

Landrat Dr. Achim Brötel freute sich, ein weiteres Mal den Spaten in die Hand nehmen zu können: „Wir haben jetzt das nördliche Ende des Landkreises erreicht und liegen weiterhin voll im Zeitplan. Dies ist angesichts einer solch großen Baumaßnahme keine Selbstverständlichkeit. Mein Dank geht erneut an alle Beteiligten. Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass der ambitionierte Zeitplan dann auch für dieses Ausbaugebiet eingehalten werden kann. Bereits Ende August sollen die schnellen Anschlüsse hier zur Verfügung stehen.“ Stellvertretend für seine Bürgermeisterkollegen unterstrich Adalbert Hauck die zentrale Bedeutung des Ausbaus: „Der Bedarf für ein leistungsfähiges und den aktuellen Anforderungen entsprechendes Netz wird uns Kommunen immer wieder sowohl von den Bürgerinnen und Bürgern, aber insbesondere auch von den Unternehmen gespiegelt. Dass dies nun so zügig und unkompliziert auch im Gemeindeverwaltungsverband Hardheim-Walldürn durch den Landkreis umgesetzt wird, ist beispielhaft und zeigt, wie richtig es ist, dass auch wir von Seite der Kommunen das Projekt unterstützen und eben auch mitfinanzieren.“

Die Kunden müssen aktiv werden

Auf den guten Stand des Gesamtprojekts hob auch Martin Stiebitz, Projektleiter für den Breitband-Ausbau der Landkreise in der Telekom Technikniederlassung Südwest, ab: Nur noch ein paar Wochen müssten die Internetnutzer im Ausbaugebiet 4 auf die schnellen Anschlüsse warten, wie er erklärte. In Mudau und Waldbrunn seien die Tiefbauarbeiten nahezu beendet. „Aktuell erfolgt der Einbau der Systemtechnik in die Multifunktionsgehäuse“, so Stiebitz. Nach einer Testphase ist die Freischaltung der neuen Breitbandversorgung für Mai geplant. Bei Informationsveranstaltungen am 26. April in Waldbrunn und am 27. April in Mudau sollen alle Interessenten über die Möglichkeiten des neuen Netzes informiert werden. Angesichts einiger aktueller Nachfragen betonte Stiebitz, dass die schnellen Internetanschlüsse nicht von allein in die Haushalte kommen. Die Kunden müssen aktiv werden und sich daher zuvor informieren.

Quantensprung bei der Geschwindigkeit
Insgesamt werden im Neckar-Odenwald-Kreis rund 240 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 438 Kabelverzweiger gänzlich neu errichtet oder mit moderner Übertragungstechnik aufgerüstet. Somit sind bereits rund 80 Prozent der Strecke zwischen Vermittlungsstelle und Kunde mit Glasfaser erschlossen. Mit der Einschaltung von Vectoring erhalten die meisten Haushalte und Gewerbebetriebe bis zu 100 MBit Download. Auch der Upload wird für Unternehmen und Privatpersonen, beispielsweise über die Nutzung von Clouds, immer wichtiger. Die neuen Anschlüssen erreichen Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 40 MBit/s.

Landkreis und Deutsche Telekom wollen an ihrer umfänglichen Kommunikation zum Netzausbau festhalten. So finden die Bewohner des Kreises Informationen auf der Internetseite www.breitband-nok.de. Regelmäßig berichtet wird auch über WhatsApp. Der entsprechenden Gruppe kann man beitreten unter www.telekom.com/whatsapp/breitbandausbau.

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