Gefährlicher Weg zum Abschluss
Warum Ghostwriter in Anspruch genommen werden

Mit etwas krimineller Energie und einer Menge an Geld können sich Studenten sehr viel Stress während des Studiums ersparen. Selbstverständlich ist Ghostwriting nicht legal, aber dennoch wird es sehr häufig ausgeübt. Die Preise des Ghostwritings sind sehr unterschiedlich. Sie sind zwischen 600 Euro und 30.000 Euro zu finden.

Im Studentenleben kommt es sehr häufig dazu, dass der Druck sehr hoch wird, da nur ein geringes Zeitpensum zur Verfügung steht. In vielen Fällen wird dann zu der Lösung Ghostwriting gegriffen. Ghostwriting bezeichnet eine Methode, bei der sich die Studenten die Arbeit von jemand anderem, gegen Bezahlung, schreiben lassen und das Ergebnis anschließend als eigene Leistung einreichen. Diese Methode kann allerdings sehr schwerwiegende Folgen haben.

Welche Strafen kann Ghostwriting nach sich ziehen?

Bei einer wissenschaftlichen Arbeit handelt es sich um eine Prüfungsleistung, welche selbstständig erbracht werden muss. Dies bedeutet, wenn eine Arbeit eingereicht wird, welche von einem Ghostwriter verfasst wurde, wird eine vorsätzliche Täuschung begangen. Aus der Prüfungsverordnung der eigenen Hochschule können die Anforderungen der Prüfungsleistungen sowie die Konsequenzen, mit welchen bei einem Verstoß gerechnet werden muss, entnommen werden. Sollte die Hochschule herausfinden, dass die Arbeit von einem Ghostwriter verfasst wurde, kann ein Verfahren gegen den Studierenden eingeleitet werden.

Zum einen wird die Prüfungsleistung als nicht bestanden beurteilt und zum anderen kann, je nach Schwere der Vorwürfe, eine Sperre gegen den Studierenden für weitere Prüfungen errichtet werden. In Ausnahmefällen kann der Studierende sogar sofort exmatrikuliert werden. In einigen Bundesländern gilt das Ganze auch als Ordnungswidrigkeit, welche mit bis zu 50.000 Euro geahnt werden kann.

Das Problem liegt jedoch auch darin, dass der Studierende kaum überprüfen kann, ob der Ghostwriter die Ansprüche für das wissenschaftliche Arbeiten erfüllt hat. Sollten in der Arbeit Plagiate und Fehler entdeckt werden, wird hierfür natürlich der Studierende verurteilt. Der Studierende befindet sich somit in einer echten Zwickmühle.

Haben die Ghostwriter auch etwas zu befürchten?

Jemand, der seine Dienste als Ghostwriter anbietet, hat kaum etwas zu befürchten. Genauso wenig sind Internetplattformen zur Vermittlung von Ghostwritern verboten. Dies resultiert daraus, da die Anbieter damit argumentieren, dass lediglich Ideen für die Arbeit geliefert werden, was auf keinen Fall verboten ist. Der Student hätte anschließend die eigene Verantwortung, ob er die Idee als seine eigene ausgibt oder nicht.

Darüber hinaus haben auch Studenten nichts zu befürchten, welche für Kommilitonen gegen Bezahlung schreiben. Hier gibt es nämlich ganz klar eine Lücke im Strafrecht. Es werden aber immer häufiger Gesetze diskutiert, welche eine Geld- oder sogar Freiheitsstrafe für Ghostwriter nach sich ziehen sollen. Es ist wichtig zu wissen, dass der Nebenjob Ghostwriter unter Studenten sehr beliebt ist, da dies eine attraktive Verdienstmöglichkeit darstellt.

Wer greift überhaupt auf die Hilfe eines Ghostwriters zurück?

Es können vielseitige Gründe vorliegen, wieso ein Ghostwriter beschäftigt wird. In der heutigen Zeit streben immer mehr Menschen dazu, einen höheren Abschluss zu erreichen. Die Hoffnung, eine bessere Note erzielen zu können, kann zum Täuschen verleiten.

Natürlich können es aber auch ganz einfach nur Bequemlichkeit oder Zeitmangel sein, wieso ein Ghostwriter engagiert wird. Es ist nicht verwerflich, eine Abschlussarbeit zu einem späteren Zeitpunkt zu verfassen oder eine Prüfungsleistung zu verschieben. Es ist aber ethisch verwerflich, wenn ein Ghostwriter beauftragt wird.

Autor:

Florian Urner aus Neustadt

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