Gedanken zur vergangenen Woche 5 des Jahres 2021
Von Rechtfertigungen, Misserfolge und Zuversicht in der Krise: Ein Gedicht

Die Bundeskanzlerin stellte sich in der vergangenen Woche den FernsehzuschauerInnen- kühn und erklärend
  • Die Bundeskanzlerin stellte sich in der vergangenen Woche den FernsehzuschauerInnen- kühn und erklärend
  • Foto: PIXABAY, Diana Kühn
  • hochgeladen von Andrea Faggiano

Angela Merkel stellte sich in der vergangenen Woche drei Mal dem TV-Publikum: am Dienstag (ARD) sowie am Donnerstag im Bürgerdialog und abends auf RTL.
Ungewöhnlich für die sonst recht zurückhaltende und fernsehscheue Bundeskanzlerin, die international einen guten Ruf genießt. Ihre Stimme hat Gewicht.
Anlass genug, den zwei markantesten Sätze ihrer Regierungszeit ein Gedicht zu widmen... Viel Spaß bei der Lektüre!

Zum Volk, sie sprach nun mehrmals
Angela, die Kanzlerin und Fata Morgana
Einst die beste auf der Welt, das Wasser nie bis zum Hals
Zwei Sätze von ihr, verloren sind sie ewig - im irdischen Nirwana

2015: „Wir schaffen das“, recht hat sie behalten
Das Schaffen hat das Volk, es hat es gespürt
Die Nächstenliebe im Glaube gespalten
Die Welt, hoffend und dankend- alle gerührt

Alle doch nicht, manche Teutonen wüssten sehr gerne:
„Wer für die Rechnung aufkommen soll?“
Die Liebe, der Glaube und die Hoffnung- Vieles aus der Ferne
Romantisch, wie es scheint- dennoch nicht toll!

Und doch handelte sie richtig,
denn niemand soll leiden
Wer mehr hat, wer soll mehr geben- die Lektion ist wichtig
Nehmen und Geben, Empfangen und Teilen

2020, oh Corona- die Welt teilt sich das Leiden
Das Hoffen, das Bangen, das Glauben und das Sein
2021, sie sollten kommen, die besseren Zeiten
Mit der Impfung der Erfolg, weg mit dem Keim!

Was aber folgte, das ist ein Spektakel
Die Eintrittsgelder teuer wie nie
Bezahlt mit dem Leben, was ein Debakel...
Kein Impfstoff da!? Des Todes die Melodie!!

„Uns ist das Ding entglitten“ – sprach sie neutral
Ernst, emotionslos, sachlich
Von Misserfolg keine Rede, die Chefin jovial
Die Worte, die richtigen Worte? Vorhanden, ja! Fachlich!

Der Punkt wird gesetzt, keine Rechtfertigungen:
Denn wer sich irrt, dem fehlt wohl die Zuversicht,
nach vorne zu schauen, niemals zurück- Keine Verdächtigungen!
Es komme wie es solle, so die Übersicht

Die Übersicht aller Dinge, man täusche sich nicht
Wenn man nur noch nach oben schaut und nicht nach unten
Nicht mehr nach rechts, nach links nicht mehr– ohne die Pflicht,
die Gefahr besteht, man verliere am Ende die gesamte Sicht
auf das komplette Geschehen, man ist dagegen fast immun.
Mal die kühne Kanzlerin gewesen zu sein- und mehr auch nicht. Sie hat viel zu tun...

Autor: Andrea Faggiano aus Obernburg, Vorsitzender des Theatervereins Die Granatsplitter e.V.
Im Dante-Jahr 2021

Autor:

Andrea Faggiano aus Obernburg am Main

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