Kinder: Gedanken, Parolen und Fakten!

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Machtkämpfe mit Kindern: mehr denn je spielt die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern eine große Rolle. Es ist und bleibt dabei die Herausforderung, zum Einen die eigenen Pflichten als Eltern wahrzunehmen und sachgerecht zu erfüllen, zum Anderen die Bedürfnisse und die Wünsche dieser zu akzeptieren und zu berücksichtigen.

Der Kommunikationstrainerin Sabine Nerl gelang es am 10.April 2019 im Rahmen eines 90-Minütigen Vortrags in der Aula der Realschule Elsenfeld, die Verbindungen zwischen Gedanken, Parolen und Fakten so aufzubauen, dass die ZuhörerInnen verstehen konnten, worum es in der Substanz eigentlich geht.

Es geht nämlich nicht um die Durchsetzung des eigenen Willens, sondern um das Erreichen des gemeinsam definierten Ziels: wie und wann ist ein bestimmter Satzaufbau von Vorteil, welche Kommunikationstechniken sind dabei hilfreich?

Um das eigene Kind zu verstehen muss man sich erst selbst analysieren: vor jedem gewählten Wort sollte die Erkenntnis vorhanden sein, dass die gesendeten Signale selbstverständlich wahrgenommen werden – und zwar immer unterschiedlich.

Es genügt, in eine Rolle zu schlüpfen – in die Rolle des eigenen Kindes selbst.

In brillanter Weise präsentierte Frau Nerl die typischen Fallen einer schlechten Kommunikationsbasis: vermeintlich harmlos gewählte Wörter wie zum Beispiel „immer“, „nur“, „nie“ hinterlassen eine subjektive Nachwirkung, die für den Sender schwer zu begreifen sind und vom Empfänger als persönlicher Angriff gedeutet werden.

Es gilt, die Balance zu finden.

Wünsche werden nicht erfüllt, denn „Du räumst nie dein Zimmer auf!“ .Dabei ist die präzise Formulierung „Ich erwarte, dass du dein Zimmer aufräumst“ sicherlich 1)objektiv und genau definiert, 2)womöglich mit einer Belohnung verbunden – ergo, wenn ich das Zimmer aufräume, dann darf ich dies und jenes tun/bekommen.

Die Elternbeiräte der Staatlichen Realschule Elsenfeld und der Main-Limes-Realschule Obernburg als Organisatoren des Abendvortrags „Machtkämpfe mit Kindern: wer oder was hat wirklich Macht?“ hatten bei der Auswahl eines geeigneten Referenten ein Augenmerk darauf, dass es sich um ein aktuelles Thema handelt.
Rund 90 ZuhörInnen waren im Banne der teils aus persönlicher Erfahrung geprägten Erlebnisse von Frau Nerl, teils aus Ergebnisse von wissenschaftlichen Erkenntnisse. Also, gut getroffen!

Insgesamt war der Abendvortrag lehrreich: am Ende können stets die unangenehmen Fakten stehen, die eventuell durch eine negative Stimmung entstanden sind. Der Anfang jedoch liegt in den gewählten Wörtern und der Ursprung in den Gedanken selbst.

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