Ukraine-Krieg
Hilfstransport nach Polen – Rückfahrt mit ukrainischen Flüchtlingen

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Am Sonntag, den 13. März 2022 um 21 Uhr startete ich, Torsten Gehrig, mit meinen zwei Fahrern Robert und Viktoria T., mit Herrn Andrey Belkin (Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen Ludwigsburg) und Anton Bogachev (Stv. Kreisvorsitzender) mit einem ganzen Bus voller Hilfsgüter (wie Babyartikel, Babynahrung, Schlafsäcke, Medikamente, Hygieneartikel, Kleidung usw.) nach Ząbkowice Śląskie (ehemals Frankenstein) zur dortigen Caritas. Meine Verlobte, Sabine M., die bei der Stadt Ludwigsburg arbeitet, hatte den Kontakt zwischen den Jungen Liberalen und Gehrig Touristik hergestellt.

Wir kamen nach 10,5 Std. Fahrt und 800 km an und luden alle Hilfsgüter aus. Die Caritas aus Ząbkowice Śląskie wird die Hilfsmittel mit einem Konvoi nach Lwiw in die Ukraine bringen, damit sie dort verteilt werden können. Nach dem Ausladen und einer kleinen Pause setzten wir den Weg in Richtung polnische/ukrainische Grenze fort und kamen gegen 15.30 Uhr in Lubaczow (Polen) an. Dies liegt etwa 15 Km von der Grenze entfernt. Hier bekamen wir von der Organisation in Polen ein warmes spätes Mittagessen zur Stärkung und es wurde uns mitgeteilt, dass wir dann zirka 45 Frauen und Kinder mit nach Heidelberg zur Registrierung und Erstaufnahme mitnehmen könnten.

Es fand sich sogar noch eine Familie aus Walldürn-Gottersdorf, die 3 Personen aufgenommen hat: eine junge Frau mit Kind und ihrer Mutter. Sie hatte ihr Auto noch für die Flucht rausgeholt und ist die ganzen 1300 km unserem Bus hinterhergefahren. Bei der Fahrt mit dem Auto Richtung ukrainisch/polnische Grenze waren die Flüchtlinge beschossen worden. Alle Schilderungen der Kriegsgeschehnisse stammen von den Menschen, die im Bus saßen. Unsere Fahrgäste waren Mütter mit Kleinkindern im Alter von ein paar Wochen bis 12 Jahre sowie eine schwangere Frau. Sogar eine Katze wurde mitbefördert. Die Frauen hatten nur wenig Gepäck, ein großer Teil war nur in Taschen oder auch Tüten gepackt. Nachdem ihre Häuser und Wohnungen alle zerbombt waren, war das alles, was sie uns zur Verladung abgegeben haben. Es war eine sehr traurige Stimmung im Bus, die Kinder waren alle traumatisiert, viele weinten bitterlich, was uns allen sehr unter die Haut ging. Sie bekamen von uns im Bus Stofftiere und Malstifte und Malpapier und freuten sich sehr darüber.Wir hatten auch für jeden reichlich belegte Brote dabei sowie ein Lunchpaket mit Obst, Süßigkeiten, Wasser, Gummibärchen und einem Ei. Die Leute berichteten im Bus, dass alle Häuser oder Wohnungen durch russische Angriffe zerbombt wurden und dass Sie teilweise aus den Trümmern geborgen werden mussten.

Nach 34 Std. und insgesamt 2657 km kamen wir alle heil und gesund in Heidelberg an. Uns Fahrern wird diese Tour ewig in Erinnerung bleiben. Es war mit das Anstrengendste, was wir gemacht haben, da ja nur einen Tag zuvor in 15 km Luftlinie von dem Abholort Lubaczow die Raketen nähe Lwiw in einer Kaserne eingeschlagen hatten.
Ein besonderer Dank geht an folgende Spender: Jeanette Wöhl (Lunchpakete und Brote),
Edeka Tischer (Süßigkeiten), Bäcker Leiblein (Brote), Bauland Apotheke (Medikamente), SK Werbung GmbH Großheubach. Diese Spenden kamen noch zusätzlich durch einen Aufruf durch Frau Wöhl zusammen. Sie hat uns alles an den Bus gebracht. Ein Spenderin, die anonym bleiben möchte, hat für das Fahrerteam 30 Euro gespendet.

Als Geschäftsführer der Firma Gehrig Touristik wollte ich mit meinem Team von der ersten Minute an helfen und Geflüchtete aus den Gefahrengebieten herausholen. Das haben wir nun umgesetzt und es war für uns eine Selbstverständlichkeit, dort zu helfen, wo die Not sehr groß ist. Das haben wir alles ehrenamtlich getan.

Autor:

Torsten Gehrig aus Walldürn

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