Häufige Waschmaschinen-Probleme selbst beheben: Einfache Reparaturtipps für Jedermann

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Wenn Ihre Waschmaschine nicht mehr richtig funktioniert, müssen Sie nicht gleich den Kundendienst informieren. In vielen Fällen können Sie den Schaden selbst reparieren. Gerade die häufigsten Probleme haben oft nur kleine Ursachen. Um das Geld für eine Waschmaschinen Reparatur zu sparen, lohnt es sich daher, zunächst selbst auf Fehlersuche zu gehen.

Folgende Ursachen können Sie meistens selbst beheben:

  • Die Waschmaschine pumpt nicht mehr richtig ab
  • Die Waschmaschine zieht kein Wasser
  • Das Gerät riecht unangenehm

Gründe und Tipps zur Ersten Hilfe

Wenn die Waschmaschine nicht mehr richtig abpumpt, können folgende Ursachen dafür verantwortlich sein:

  • Das Flusensieb ist verschmutzt oder verstopft
  • Der Ablaufschlauch ist geknickt oder verstopft
  • Die Pumpe ist defekt

Ein nicht funktionierender Wasserzulauf kann folgende Gründe haben:

  • Der Zulaufschlauch ist blockiert
  • Die Türe ist nicht richtig verriegelt

Unanagenehme Gerüche werden oft verursacht, wenn

  • Rückstände im Dichtungsring sind
  • die Waschmitteldosierkammer nicht richtig sauber ist
  • zu niedrige Waschtemperaturen eingestellt sind

Was Sie dagegen tun können:

Wenn Sie feststellen, dass Ihr Gerät das Abwasser nicht mehr richtig abpumpt, ist die häufigste Ursache ein verstopftes Flusensieb. Es sollte am besten im Abstand von einigen Wochen gereinigt und entleert werden. Der Vorgang selbst dauert nur ein paar Minuten, kann aber viele Probleme lösen oder ihnen vorbeugen.

Das Flusensieb wurde früher auch Fremdkörperfalle genannt, da seine Hauptaufgabe darin besteht, Kleinteile wie Münzen, Schrauben oder Knöpfe einzufangen. Es sammeln sich jedoch auch Flusen und Fussel darin an, die zusammen mit Waschmittelrückständen das Sieb verkleben oder verstopfen können.

So gehen Sie vor:
Das Flusensieb befindet sich in der Regel im unteren Bereich der Waschmaschine hinter einer Blende. Um den Deckel zu öffnen, benötigen Sie, je nach Bauart, einen Schraubenzieher oder eine Münze. Beim Öffnen des Faches kann Restwasser austreten, halten Sie daher ein flaches Gefäß bereit. Ziehen Sie nun das Sieb mit einem kleinen Dreh nach links heraus und reinigen Sie es unter fließendem Wasser. Sie können dabei eine Bürste oder ein Tuch benutzen. Säubern Sie anschließend die Gummidichtung und die Öffnung, damit die Bauteile wieder gut abgedichtet werden.

Überprüfen Sie anschließend den Ablaufschlauch auf Verstopfungen und entfernen Sie diese. Der Schlauch darf auch keine Knicke vorweisen oder zu hoch liegen. Sind hier Defekte erkennbar, muss er ausgetauscht werden. Dieser Aufwand ist allerdings etwas höher. Mit etwas handwerklichem Geschick können Sie ihn selbst austauschen, oder Sie finden Hilfe bei einer Waschmaschinenreparatur zuverlässige Servicedienste.

Wenn Ihr Gerät kein Wasser zieht, ist oft der Zulaufschlauch abgeknickt oder defekt. Über den Zulaufschlauch wird die Waschmaschine mit Wasser versorgt, daher sollte er regelmäßig kontrolliert werden. Untersuchen Sie ihn auf poröse Stellen oder Knicke. Prüfen Sie, ob der Wasserhahn geöffnet ist. Mit der Zeit kann der Schlauch porös und damit undicht werden. Dann sollte er ersetzt werden.

Manchmal kommt es vor, dass die Tür zwar verschlossen, aber nicht richtig verriegelt ist. Öffnen Sie die Türe erneut und versuchen es nochmal. Wenn dann der Waschvorgang startet und die Türe verriegelt ist, kann es sich um ein Kontaktproblem handeln. In diesem Fall hilft ein Techniker, zum Beispiel wenn Sie eine Waschmaschinen Reparatur.

Unangenehme Gerüche werden oft durch ein verstopftes Flusensieb verursacht. Häufig ist auch der Dichtungsring zwischen Tür und Waschmaschinenöffnung verschmutzt. Auch dieser sollte regelmäßig gereinigt werden, da sich hier Waschmittelreste ablagern, die zu Schimmel und unangenehmen Gerüchen führen können. Zur Reinigung genügt ein feuchtes Tuch und etwas Spülmittel. Seien Sie vorsichtig mit Essiglösungen, da diese die Gummidichtung angreifen können.

Ablagerungen in der Waschmittelschublade durch Reste von Weichspüler und Waschmittel sorgen ebenfalls für unangehme Gerüche. Sie können die Schublade mit wenigen Handgriffen ganz leicht ausbauen. Reinigen Sie sie regelmäßig unter fließendem Wasser und verwenden Sie etwas Spülmittel und ein weiches Tuch.

Für die Umwelt ist es schonender, Wäsche mit niedrigen Temperaturen zu waschen. Die Waschmaschinen selbst benötigen aber etwa einmal pro Monat einen Waschgang mit hoher Temperatur. Sollte Ihr gerät keinen Reinigungmodus besitzen, lassen Sie daher in regelmäßigen Abständen ein Kochwäsche-Programm ohne Kleidungsstücke durchlaufen. Ein- bis zweimal pro Jahr empfiehlt sich die Zugabe eines Maschinenreinigers. Bei Waschtemperaturen zwischen 30 und 60 Grad sammeln sich leicht Keime im Inneren der Maschine an, die zu Geruchsbildung führen.

Lassen Sie nach jedem Waschgang die Türe und die Waschmittelschublade einen Spalt breit offen, damit die Maschine trocknen kann.

Wichtig: Ziehen Sie vor jedem Eingriff den Netzstecker und schließen Sie die Wasserventile!

Bei Defekten an Heizung, Pumpen und Elektronik ziehen Sie sicherheitshalber einen Fachmann zu Rate um Verletzungen oder größere Schäden zu vermeiden. Im Branchenbuch finden Sie Techniker vor Ort, die sich um Ihr Problem kümmern. Suchen Sie Hilfe für eine Waschmaschinen Reparatur, hilft Ihnen das Internet weiter.

Tipp: Während der noch laufenden Garantiezeit sollten Sie die Waschmaschine nicht selbst reparieren - dadurch verfällt der Gewährleistungsanspruch.

Autor:

Uwe Frey aus Weilbach

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