Großheubach: 20 Jahre St. Elisabethenstift

Kennen und mögen sich: Gisela Zöller und Ihre königliche Hoheit Fürstin zu Löwenstein (rechts).
 
Bürgermeister Günther Oettinger lobte Gisela Zöller als Frau mit Mut und viel menschlicher Wärme.
Großheubach: St. Elisabethenstift |


Bei strahlendem Sonnenschein große Jubiläumsfeier

Der Besucherstrom nahm kein Ende, als Frau Gisela Zöller, Inhaberin und Leiterin des St. Elisabethenstifts in Großheubach, in der vergangenen Woche zur Feier anlässlich des 20-jährigen Bestehens einlud. Neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, verschiedenen Pflegeeinrichtungen, Geschäftspartnern und Kirche fand auch Ihre königliche Hoheit Fürstin zu Löwenstein den Weg in das Pflegeheim St. Elisabethenstift.
In ihrer Begrüßungsrede verriet Gisela Zöller den über 160 Gästen, dass sie sich mit dem Elisabethenstift den Traum erfüllt habe, ein Pflegeheim nach ihren Wünschen zu führen. Mit 41 Jahren sei sie „ins kalte Wasser“ geworfen worden, als sie die Möglichkeit hatte, das ehemalige Krankenhausgebäude zu pachten und 1996 für 1,5 Millionen Euro umzubauen. Sie würde heute vermutlich manches anders machen, aber sie habe ihre Entscheidung nie bereut und die große Herausforderung angenommen. Bereits 1994 bot Frau Zöller „Essen auf Rädern“ an und 1995 kam die ambulante Pflege dazu. Seit dem Neu- und Umbau 1996 verfügt das Pflegeheim über derzeit 57 Betten und beschäftigt 90 Mitarbeiter. Sie ist nach eigenen Aussagen stolz darauf, dass man beim Eintritt in das St. Elisabethenstift gar nicht sieht, dass man in ein Pflegeheim kommt, so wie es ihr auch immer wieder bestätigt wird. „Es ist ein Fulltimejob und mein Lebenswerk, das ich stets mit Herzblut betrieben habe“, so ihr Resümee.
Ihre königliche Hoheit Fürstin zu Löwenstein wünschte für die Zukunft alles Gute und betonte in ihrem Grußwort die Einmaligkeit der Einrichtung. „Die Urgroßmutter meines Mannes, Sophie zu Löwenstein hat 1887 für ihre Untertanen, sowie alte und kranke Menschen diese Stiftung ins Leben gerufen. Frau Zöller hat hier einen wunderschönen Ort geschaffen, in dem sich die Menschen wohl fühlen können“, so die Fürstin. Mit einem charmanten Lächeln fügte sie noch an: „In den Statuten steht, falls die Fürstenfamilie verarmen sollte, dann muss Frau Zöller uns aufnehmen.“
Stiftungsvorsitzender Pfarrer Josef Kraus dankte Frau Zöller für den mutigen Entschluss vor 20 Jahren, ein privates Alten- und Pflegeheim aufzubauen und betonte: „Es ist für Großheubach und die umliegenden Gemeinden ein wahrer Segen. Gott möge Frau Zöller Kraft senden, damit das Elisabethenstift erhalten bleibt.“
„Es ist mir eine Freude, an diesem Festakt teilzunehmen“, so Großheubachs Bürgermeister Günther Oettinger. „Frau Zöller hat 1993/94 mit ihrer Idee, ein privates Pflegeheim in dem alten und leerstehenden ehemaligen Krankenhaus aufzubauen nicht nur viele Arbeitsplätze geschaffen, sondern hat ein tolles Haus für Großheubach erbaut. Meine Hochachtung vor dem fachlichen Können und der menschlichen Wärme, die Frau Zöller und das gesamte Team auszeichnet. Es vergeht kein Tag, an dem das St. Elisabethenstift nicht voll belegt wäre, auch das spricht für sich.“
Auch der 1. Vorsitzende des bpa (Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste) Baden-Württemberg Rainer Wiesner und die Landesbeauftragte des bpa Bayern Frau Ilona Taylor und Dr. Dittmeier vom Landratsamt Miltenberg würdigten Frau Gisela Zöller für ihren Mut, ihre Risikobereitschaft, aber auch für ihre Wärme, ihr Engagement und die vielseitigen Angebote für Senioren und pflegebedürfte Menschen in der gesamten Region in den vergangenen 20 Jahren.
Zum Abschluss der offiziellen Feier lobten die Mitarbeiterinnen Marina Schnellbach, Ulrike Lutz, Waltraud Dick und Tamara Grimm-Blackwood in einem emotionalen Gedicht ihre Chefin als mutige und starke Powerfrau, die sich für jeden Zeit nimmt und für alle ein offenes Ohr hat. Frau Gisela Zöller dankte ergriffen ihren Mitarbeiterinnen und lud alle Gäste zu einem geselligen Beisammensein mit Fingerfood und leckeren Häppchen ein.
Die musikalische Umrahmung der Feierstunde übernahm kurzfristig Albrecht Hench aus Bürgstadt.
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