Faulbacher Wallfahrt zum hl. Blut nach Walldürn
Faulbacher Wallfahrt zum hl. Blut nach Walldürn
- hochgeladen von Mareike Lang
Am 05.07.2025 um 6.45 Uhr war es wieder mal so weit. Die Faulbacher Wallfahrer treffen sich an der
Kirche um mit dem Bus nach Walldürn zu fahren. Die Wallfahrt in Walldürn steht jedes Jahr unter
einem anderen Leitwort. Dieses Jahr lautet es: Freut Euch in der Hoffnung
Das passt wunderbar zu dem Motto des heiligen Jahres 2025: Pilger der Hoffnung welches vom
verstorbenen Papst Franziskus ausgerufen wurde. Beide Leitworte enthalten den Begriff Hoffnung und wir hören verschiedene Gedanken zu diesem Thema. Wir meditieren darüber, was für jeden einzelnen das Wort Hoffnung bedeutet und welche Erwartungen wir an diesen Tag haben. Alle werden eingeladen, diese Wallfahrt als Stärkung im Glauben und als spirituelle Auszeit zu nutzen. Gemeinsam wird gebetet und gesungen, an diesem Tag auch öfters den Liedruf: Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht.
In Walldürn angekommen gehen wir als Gruppe mit unserer schönen Walldürn Fahne singend und betend zur Basilika. Um 8 Uhr ist für die Gemeinde Faulbach ein Gottesdienst bestellt. Viele Faulbacher, die nicht bei der Fußwallfahrt teilnehmen können, kommen mit ihren Autos nach. Gemeinsam feiern wir den Gottesdienst mit Pater Bregula aus Walldürn. Besonders freut es uns, dass unser Diakon Florian Grimm auch extra gekommen ist, um mit uns den Gottesdienst zu feiern. Er ist für unsere Abholung am Abend in Faulbach zuständig und hat es sich nicht nehmen lassen, auch schon morgens mit uns zusammen in der Basilika zu beten.
Nach dem Gottesdienst gehen wir alle zusammen an den Blutsaltar von Walldürn um Kraft und Stärke für uns und die Wegstrecke zu bekommen. Für die Faulbacher ist es Tradition von Walldürn zurück nach Faulbach zu laufen. Gerne wollen wir diese Tradition erhalten und fortführen.
Danach trifft sich die ganze Gruppe an der Lourdes Grotte am Berg der Wallfahrtsbasilika zur gemeinsamen Andacht. Schon manch einer hat den Eindruck, dass die Muttergottes einem zublinzelt beim Gebet, als ob sie sagen möchte: Es wird schon gut gehen
Nach einem gemeinsamen Frühstück treffen wir uns alle am Freialtar um den Abschluss-Segen von Diakon Bundschuh aus Walldürn zu bekommen. Er segnet unsere Gruppe und die Wallfahrtsgegenstände, wünscht uns einen guten Nachhauseweg und wir ziehen singend und betend ca. 11.15 Uhr aus Walldürn heraus. Wir laufen über Wettersdorf, Guggenberg, Riedern, Richelbach nach Neukirchen zur Waldkapelle. Dort läuten die Glocken wenn wir mit dem schönen Lied: Aveglöcklein läute still in die Kapelle einziehen. Wir singen und beten und laufen weiter über Rauenberg nach Boxtal. Dort machen wir eine Pause im Gasthaus und alle stärken sich für den restlichen Heimweg. Von Boxtal laufen wir nach Mondfeld und müssen rechtzeitig an der Fähre sein, um über den Main nach Stadtprozelten zu kommen. Nun ist das letzte Stück zu laufen und in Faulbach am Bahnhof warten bereits Diakon Florian Grimm, die Messdiener und die Familienangehörigen der Wallfahrer. Die mitgebrachten Kerzen werden verteilt und gemeinsam ziehen wir an der Hauptstraße durch Faulbach durch unseren schönen Rathausbogen zur Kirche singend und betend. Am Straßenrand
stehen auch noch Faulbacher und freuen sich über mitgebrachte Kerzen. So sind wir eine schöne große Gemeinschaft, die in die Kirche einzieht. Zum Einzug singen alle kräftig mit bei: großer Gott wir loben dich
Diakon Florian Grimm feiert mit uns eine Abschluss Andacht und bedankt sich bei der Gruppe, dass die Faulbacher Tradition weiter geführt wird. Alle freuen sich, dass sie es geschafft haben und gut in
Faulbach angekommen sind. Dank unseren Begleitfahrzeugen und den gespendeten kühlen Getränken waren alle wohlauf, trotz der großen Hitze an diesem Tag. Alle sind sich einig und sagen: Ja wir sind nächstes Jahr wieder dabei, denn Wallfahrt ist viel mehr als eine Mischung zwischen Sport und Glauben. Die Gemeinschaft unter- und miteinander, das Singen und Beten, die Rücksichtnahme und gegenseitige Hilfe ist das, was es ausmacht zusammen von Walldürn nach Faulbach zu laufen und die Tradition zu erhalten.
Ein besonderer Dank gilt unserer Wallfahrtsleitung Frau Albertine Schreck für ihre großartige Planung und Organisation und den Begleitfahrzeugen, ohne die das alles nicht möglich wäre.
Maria Stegmeier für die Wallfahrtsgruppe
Autor:Mareike Lang aus Faulbach |
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